Mynameise.com – Das Poken für die Businesswelt

dont-pokenVor einigen Monaten kamen niedliche, kleine Figürchen in den Handel, die eigentlich einen guten Nutzen boten. Diese Poken, wie sie sich nennen, dienen dazu, bei einem persönlichen Kontakt die Profile von den jeweiligen Social Networks auszutauschen. Diese Daten werden in den Poken gespeichert und können später per USB über das Web synchronisiert werden. Gibt es später Änderungen in den Profilen, werden diese automatisch auf dem Poken synchronisiert.

Nun hat das System in meinen Augen ein paar gewaltige Nachteile, die wohl auch verhindern, das sich die Pokens weiter verbreiten. Erstens ist man darauf angewiesen, das der Geschäftspartner ebenfalls im Besitze eines Pokens ist. Zweitens muss man den Poken immer mit sich herumtragen und drittens gibt es keine Poken, die nicht einen infantilen Touch haben. Diese Designs mögen vielleicht japanische Teenager begeistern, in der Businesswelt werden sich diese nicht durchsetzen können.

Nun ist die Abhilfe da, die sämtliche Nachteile zum verschwinden bringen und die ganze Funktionalität bewahren. Auf Mynameise.com kann man sich verschiedene Visitenkarten, mit den Profilangaben zu den wichtigsten Social Networks, definieren. Diese lassen sich dann über das Web mit anderen Usern von Mynameise.com tauschen. Dies ist an und für sich noch nicht spektakulär. Der wahre Nutzen ergibt sich daraus, dass dieser Vorgang auf einfachste Art und Weise mit jedem internetfähigem Handy möglich ist. In Planung sind auch angepasste Clients für das IPhone und andere Handys.

Dies ist wirklich ein Dienst, auf den ich gewartet habe. Man hat die ganzen Funktionalitäten von Poken, ist nicht unbedingt auf einen Face-to-Face Kontakt angewiesen und hat die aktuellsten Daten immer im Handy zur Hand. Und, dass ich es nicht vergesse, man muss kein Manga-Figürchen spazierenführen. Schenkt also die Poken euren Kindern und probiert diesen Dienst doch mal aus.

Was spricht noch für die Poken? Bieten sie wirklich noch Vorteile, die ich nicht sehe?

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15 Kommentare

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  1. Yves Moret | 25.08.2009 13:00

    @Michael Aringer: Man müsste in den Handys einfach eine Funktion integrieren, die es erlaubt, die Kontaktdaten im Handy über das Netz zu aktualisieren. Dann hätte man eigentlich den Poken schon im Handy.

  2. Michael Aringer | 25.08.2009 12:41

    Hi, was spricht eigentlich gegen die gute „alte“ Weitergabe von Kontaktdaten von Handy zu Handy mittels SMS, MMS, Infrarot oder Bluetooth? Irgendeine dieser Schnittstellen sollte jeder haben und das Mobiltelefon ist eigentlich omnipräsent.

    Natürlich wäre ich hier sehr daran interessiert, dass man diese Weitergabemöglichkeiten noch ausbaut und vielleicht ein bisschen mehr verwalten kann. Bei meinem Nokia kann ich hier zB. nur wählen, ob ich nun nur meine Nummer, oder die gesamte Visitenkarte senden will. Toll wäre hier zB., wenn man noch wählen könnte, welche Kontaktdaten ich weitergeben will.

    Nachdem ich niemanden kenne der Poken oder ähnliches besitzt und ich auch nicht denke, dass sich so etwas wirklich durchsetzt bin ich nicht sonderlich begeistert, auch wenn die Idee dahinter gut ist. Dennoch bin ich überzeugt, dass man auf das Mobiltelefon setzen sollte, da es die Möglichkeiten bietet und die nötige Verbreitung besitzt.

  3. Christian | 26.05.2009 07:51

    Hmm.. soweit ich das herauslese habe ich das doch auch bei Xing. Da kann ich auch alle Kontaktdaten runterladen resp. auf mein Natel laden. Also, wozu nochmal ein neue Dienst, bei dem ich meine Daten nochmal einer bestimmten Unsicherheit aussetze?

    Nö, danke. Ich brauche weder für unterwegs (da habe ich Visitenkarten 😉 ) noch für zu Hause einen „Poken“. Tönt schon nach einer Krankheit…

  4. Yves Moret | 22.05.2009 09:38

    Ich hatte natürlich nicht vor, die stolzen Pokenbesitzer zu vergraulen. Ich glaub einfach nicht an die Zukunft dieser Figürchen. Wäre vielleicht noch spassig, einen „No Future Punk Poken“ ins Programm aufzunehmen. Würde ich vielleicht auch noch mit mir herumtragen und nicht benutzen können. 😉

  5. Sam Steiner | 20.05.2009 18:34

    @Alexandra: genau – den Infantilen geöhrt die Zukunft, nicht den langweiligen im grauen Anzug. So. (hätte gehört heissen sollen, nicht geöhrt)

  6. Philipp Sauber | 20.05.2009 17:40

    Ich habe nie verstanden wie sich Poken in der Masse ausbreiten soll. Für die Freaks ist’s ganz interessant aber wenn’s was vergleichbares auf’m Handy gibt, ist die Chance, dass sich sowas durchsetzt viel grösser.
    Ich schleppe doch nicht dauernd mein Poken mit, in der Hoffnung, dass ich jemanden treffe der seins heute ausnahmsweise auch dabei hat.

  7. Alexandra | 20.05.2009 16:01

    Ah, ich hab meinen Poken noch gar nicht erhalten (wahrscheinlich am nächsten #twitterbierzug) und schon wollt ihrs mir vergraulen. Ich halte es wie @Alexander Broy:
    1. Ein bisschen Spass muss doch sein.
    2. „Meine-Ameise“ ist halt wieder so extrem virtuell, nur eine App. Poken kann man richtig anfassen! Das find ich gut.

    Und ich freu mich auf die neuen Business-Poken-Designs. Aber auch unabhängig davon werde ich mit meinem infantilen Poken zu den Kunden gehen und ihnen die „neuste“ Technologie zeigen. Juhui

  8. chr1spy | 20.05.2009 15:05

    Es gibt bereits eine iPhone App die dem „Poken-System“ recht nah kommt: „Bump“. Allerdings beschränken sich die auszutauschenden Daten (bisher) auf direkte Kontakt-Daten, ohne Netzwerke/Plattformen. Die Anpassung der Application diese ebenfalls einpflegen zu können wäre allerdings ein Leichtes.

    Informationen zu Bump: http://www.bumptechnologies.com

  9. Yves Moret | 20.05.2009 15:01

    @Alexander Broy
    Da man auf den 2. Poken angewiesen ist, bedingt es natürlich, das die Geschäftspartner auch keine „Businesskasper“ sind. 😉 Wobei mir gerade ein Vorteil der Poken einfällt. Man könnte sie ja als Werbegeschenk abgeben. Sozusagen dem Geschäftspartner ein wenig unseriösität vermitteln. 😉

  10. Alexander Broy | 20.05.2009 14:39

    Also ich bleib beim Poken, dieses Ü-Ei Design verleiht dem grauen Strellson Anzug, den Touch Unseriösität, den man als Social-Media-Evangdingsda beim Kunden vermitteln muss, damit er nicht denkt, man ist auch nur so ein Businesskasper 😉

  11. Yves Moret | 20.05.2009 11:24

    @Sam
    Du gibst auf dem Handy den Usernamen des Kontaktes an und das Gegenüber bestätigt es. Ist alles. Dann sind die Profile die auf der Karte sind ausgetauscht, nicht nur ein Dienst. Man kann auch verschiedene Karten definieren und diese selektiv austauschen.

  12. Sam Steiner | 20.05.2009 11:14

    Für mich kommt nicht klar rüber, wie usable das Austauschen dieser Karten ist, wenn man KEIN App installiert. Da kann ich doch gleich sagen: „Such mich in LinkedIn“, nicht?

  13. Yves Moret | 20.05.2009 10:50

    @bloggingTom
    Die Ameise ist vielleicht der Tribut an die Pokens. 😉

    @Sam
    Für Mynameise brauchst du keine speziellen Apps. Auf den Hausschlüssel als Symbian App warte ich auch schon lange ;-). Die Notfallmedis gibt es sicher schon als Iphone-App. 😉
    Das Design ist immer eine Frage des persönlichen Geschmackes. Ich denke aber, dass genau dies der Haken an den Pokens ist. Hat die Verbreitung gebremst und die Business-Teile kommen zu spät.

  14. Sam Steiner | 20.05.2009 10:41

    Erstens ist man darauf angewiesen, das der Geschäftspartner ebenfalls im Besitze eines Pokens ist.

    Das ist doch bei jedem System so. Ob Smartphone-App oder Schlüsselanhänger.

    Zweitens muss man den Poken immer mit sich herumtragen.

    Das ist ein Argument. Bin prinzipiell auch dafür, möglichst nur ein Smartphone mittragen müssen zu müssen. Müssen zu müssen – lol. Ich will mein Auto per Smartphone starten und Hausschlüssel und Briefkastenschlüssel nerven auch. Sowas sollte verboten sein in 2009. Ich will nur Smartphone und Notfallmedis mittragen müssen.

    drittens gibt es keine Poken, die nicht einen infantilen Touch haben.

    Dazu erstens: es wird bald Business-Style-Pokens geben (siehe dazu zB Interviews mit Poken-Gründer in den Medien). Zweitens ist dieses Argument sowas von typisch schweizerisch-stier. Andere können da mehr Humor mit in die Sache bringen.

  15. BloggingTom | 20.05.2009 10:15

    Jaja, jetzt wo ich seit knapp 24 Stunden einen Poken habe, muss ich den schon wieder verschenken. Obwohl: Die Verlockung, das Ding wieder vom Schlüsselbund zu entfernen, ist gross. Wenn nur Mynameise nicht so sehr nach Ameise klingen würde…

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