kyte.com – Zukunft des WebTV in schweizer Qualität

Kyte auf dem iPhone

Der Schweizer Dani Graf startete mit kyte.tv als einer der ersten einen Webservice um User Generated Video als eigenen TV Kanal zu senden – zunächst klar ausgerichtet auf den Mobile Markt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bzgl. der Annahme von einer reinen Mobile Applikation hat sich kyte.com, mit Büros in San Francisco und Zürich, zu einem ausgereiften und erfolgreichen System gemausert.

Wie Studien belegen, ist das meistgenutzte Thema im Social Media Segment das ansehen und verbreiten von Videos. Somit also eine gute Voraussetzung um Services rund um das Thema WebTV anzubieten. Im  Dezember 2006 startete kyte.tv unter der Leitung von CEO Dani Graf, doch die Hürden einer reinen Mobile Applikation waren hoch. Im gegensatz zu dem Asiatischen Markt wie Japan, China oder beispielsweise Indien, wo viele Internetnutzer in Ermagelung von PCs alles über das Handy machen, ist der reine Mobile Boom in Europa und USA für viele noch nettes Beiwerk.

Um diese Anlaufschwierigkeiten zu mildern, wurde das System auch als Web und Mobile Web Applikation bereitgestellt, wodurch man nichts mehr auf dem Handy installieren musste. Möglich wurde wie Weiterentwicklung auch durch die angenehme Finanzspritze in Höhe von 5,6 Millionen USD vom spanischen Telekom Anbieter Telefonica im Dezember 2007.

Was ist kyte.com?
Einfach gesagt, ein Service für Jedermann, um seinen eigenen WebTV Kanal zu erstellen und in eigene Webseiten einzubinden, respektive über Mobile zu verteilen. Dabei bietet der Service auf kyte.tv nach einer einfachen Registrierung die Möglichkeit den eigenen Kanal zu erstellen und Fotos, Videos oder Webcam Aufnahmen hinzuzufügen. Für eine einfache Handhabung gibt es sogar das kyte Studio, einen drag-and-drop Editor mit dem man durch drei kurze Schritte zum Broadcaster wird. Das ganze ist kostenlos, einzig das kleine kyte logo im player muss man in Kauf nehmen.

kyte Studio - mit wenigen Klicks zum eingenen TV Channel

kyte als Unternehmensservice
Da der Schweizer an sich ja mit Geld umegehen kann, gab es von Anfang an auch ein Konzept mit dem Geld verdient werden kann, anstatt Web 2.0 Gerecht  erstmal Millionen zu verbrennen bis man sich kaufen lässt – oder der letzte das Licht ausmacht. Unternehmen können den Service als branded application nutzen und so ihre Unternehmens- kommunikation auf das nächste Level heben. Dabei ist die Handhabung im Prinzip genauso einfach wie die kostenlose Version, bietet allerdings bedeutend mehr Möglichkeiten, inklusive eigener API Umgebung. Focussiert bleibt kyte.com weiterhin auf den Mobile Markt als Verbreitungskanal und die Services, im Speziellen für das beliebte iPhone, wurden enorm ausgebaut.

Bei diesem bezahlten Modell geht es weniger um die Einspielung von Werbefilmen (was natürlich möglich ist), sondern um einen Mehrwert für den Nutzer, den das Unternehmen bereitstellt – in einem TV Kanal der durch die eigene Gestaltung keinen Hinweis mehr auf kyte.com gibt. Dabei sind die Kosten auch passabel, die Pakete kosten zwischen 150 und 300 USD im Monat in der Premium Version, darüber gibt es noch das Professional Paket, worüber sich die Seite preislich ausschweigt.

Meines Erachtens nach ein wirklich guter Schritt hin zum WebTV – für den Enduser als kostenlose Version, für Unternehmen als hervorragende Möglichkeit unkompliziert die Kommunikation über den hauseigenen TV Channel zu erweitern. Bis der focussierte Mobile Bereich sich auch hierzulande durchsetzten wird, dauert es sicher noch. Das aber schon nächstes Jahr nach Schätzungen 4 Mrd Handys weltweit genutzt werden macht Dani Graf Hoffnung – zu Recht! Was sind Eure Erfahrungen und Meinungen zu kyte.com und WebTV?

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