Kooaba interaktiviert Selecta-Produkte

kooaba-logoKooaba hat eine innovative Kampagne für die Automatenbetreiberin Selecta lanciert. Sie bringen modernste Technologie in den „Bahnhofsalltag“ hinein. Wir haben mit Marc Steffen, Marketing & Sales Manager bei kooaba über die Kampagne gesprochen.

Sam Steiner: Bevor wir die Selecta-Kampagne genauer anschauen – wer oder was ist kooaba, eine Werbeagentur?

Marc Steffen: kooaba ist Anbieter einer Technologie zur Bilderkennung über Mobiltelefone. Sie erlaubt die Verbindung von physischen Objekten mit digitalen Informationen über die Handykamera ohne den Einsatz von zusätzlichen Codes oder Tags. Wir bieten solche Services sowohl im B2B- als auch B2C-Bereich an.

Aus den Medien hat man schon von eurer Filmplakat-Suchmaschine gehört. Wie kann diese Technologie denn nun von euren Kunden genutzt werden?

Unsere visuelle Suchmaschine liefert anhand eines Handy-Fotos relevante Zusatzinformationen zum fotografierten Objekt. Unsere Datenbank enthält bereits Infos zu hundertausenden von DVDs und CDs. Brands und Verlage können so statischen Print oder Produkte interaktivieren und mit Zusatzinformationen aber auch Gewinnspielen, Coupons, Votings bis hin zu direkten Kaufmöglichkeiten verlinken.

Selecta-AutomatZur neuen Selecta-Kampagne: Wie interaktiviert Selecta ihr Sortiment? Wie läuft die Promotion aus Sicht des Teilnehmers ab?

Der Teilnehmer hat die Aufgabe, mit dem Handy sein Lieblingsprodukt aus dem Automaten zu fotografieren und das Foto zur Erkennung an kooaba zu senden. Dabei stehen ihm zwei Kanäle zur Auswahl: MMS oder E-Mail. Als Feedback erhält der Nutzer eine auf das Produkt bezogene Teilnahmebestätigung. Als attraktiven Anreiz zur Teilnahme verlost Selecta einen brandneuen Peugeot 207.

Gibt’s auch eine Smartphone-Applikationen zu dieser Kampagne (iPhone & Co.)?

Wir bieten neben den softwareunabhängigen Kanälen MMS und E-Mail eine kostenlose kooaba Search Applikation fürs iPhone an. Über die Anwendung lassen sich wie erwähnt Filmplakate, DVDs und CDs fotografieren und relevante Zusatzinfos abrufen. Weitere Smartphones unterstützen wir in Kürze ebenfalls.

Im Fall der Selecta-Kampagne sind die Produkte nur über MMS und E-Mail verlinkt.

Was genau will Selecta erreichen?

In erster Linie eine Beschäftigung der Konsumenten mit ihrem Sortiment. Über diese Promotion entsteht dank der visuellen und interaktiven Komponente ein intensiver Markenkontakt mit ihren Produkten. Davon profitieren wiederum die Lieferanten.

Viele Teilnehmer löschen die Produktfotos nach dem Versand nicht sofort. Jede weitere Durchsicht der Fotos erzeugt wertvolle, zusätzliche Markenkontakte. Weiter können wir Marktforschungsdaten liefern, indem wir ausweisen, wie oft welches Produkt von den Konsumenten fotografiert wurde bzw. welche bei der Promotion am beliebtesten sind.

MarsWo seht ihr weitere Einsatzmöglichkeiten für ein solches System in Zukunft?

Neben Medien wie DVDs, CDs, Games und Bücher über unsere visuelle Suche sehen wir die Zukunft in der Möglichkeit vom mobilen Abruf zusätzlicher Produktinformationen im Retail. Konsumenten können über ein einfaches Foto einer Produktanzeige oder einer realen Verpackung über ihr Handy zeit- und ortsunabhängig zusätzliche Informationen über das Produkt abrufen und es direkt kaufen. Damit wird ein echtes und intuitives One-Click-Shopping möglich und jede Werbefläche zum Point of Sale.

Weiter bildet Bilderkennung die Brücke von physischem Print zu relevanten digitalen Zusatzinformationen im Verlagsbereich. Ohne dass Codes oder Tags in Zeitungen und Magazinen abgedruckt werden müssen, können bestehende Layouts einfach und schnell über Bilderkennung interaktiviert werden.

Wir arbeiten derzeit an einem weiteren spannenden Produkt, das wir anlässlich des MobileMondays am 12. Mai an der Orbit präsentieren werden.

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6 Kommentare

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  1. Sam Steiner | 6.05.2009 08:17

    Ich muss zugeben: obwohl ich die Kampagne interessant finde und es unbedingt mal testen wollte (und mittlerweile an etlichen Selecta-Automaten vorbeispaziert bin) habe ich es noch nicht selbst getestet.

    Ausserdem hatte ich mal ein Automat von nah mir angeguckt aber die Anleitung zur Kampagne nicht entdeckt, obwohl sie laut kooaba auf allen Automaten aufgeklebt sein sollte.

    Kann mir deshalb gut vorstellen, dass da nicht sehr rege Beteiligung herrscht.

  2. Christian Leu | 6.05.2009 08:12

    Ich bin ja gespannt wie sich diese ganzen Bild Erkennungssysteme in Zukunft durchsetzen. Interessanterweise könnten ja die Preisvergleichsportale schon lange über Barcodes Produkte erkennen und dann Preisinformationen der Mitbewerber abgeben. Nur habe ich persönlich noch keine so fortgeschrittene Applikation gesehen. Die Selecta Idee und Kampagne finde ich wie so vieles zu aufgesetzt und kompliziert.

  3. Sam | 27.04.2009 16:20

    Markenbildung: es ist sicher günstiger als Bandenwerbung an der Eishockey-WM. Bei Banner im Web kann man auch sagen: die bringen nichts – wenn man nur die Klickrate anschaut. Es geht aber mehr um Präsenz in den Köpfen 🙂

    Ist halt weniger konkret fassbar.

  4. Yves | 27.04.2009 10:14

    @SamHabe ich natürlich schon gelesen. Nur, bringt das Selecta wirklich was? Bringt das den Lieferanten was? Markenbildung durch nicht gelöschte Bilder auf dem Handy? Ich denke nicht das das viel bringt. Aber wie gesagt, wenn diese Technik mit einem echten Zusatznutzen für den Nutzer kombiniert wird, kann durchaus was draus werden. Der Nutzer ist es ja auch, der den Datentransfer bezahlt, da sollte schon was rechtes für ihn drinliegen.

  5. Sam | 27.04.2009 10:02

    Siehe Abschnitt „Was will Selecta erreichen?“ 🙂

  6. Yves | 27.04.2009 09:19

    Nette Technologie. Lässt sich in Zukunft sicherlich einiges Interessantes anstellen damit. Wo bleibt aber bei der Selecta-Aktion der Nutzen für irgendjemand? Die User haben keinen, ausser das sie vielleicht ein Auto gewinnen. Selecta bewertet die Akzeptanz ihrer Produkte sicherlich nach den Verkaufszahlen. So lassen sie sich auch geographisch aufschlüsseln.

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