Firmen scheuen das Bloggen

blogGemäss einer Studie von Schwartz Public Relations scheuen Firmen nach wie vor das Bloggen. Zwar werden Blogger als Meinungsgeber und Publikum ernst genommen, doch die Firmen sind immer noch sehr zurückhaltend beim Kommunizieren über einen eigenen Blog. Wo liegen die Gründe dafür?

Weltweit wurden Führungskräfte (335 Führungskräften aus dem weltweiten Technologiesektor) im Januar und Februar zum Thema Blogging befragt. Dabei führen rund ein Drittel der Befragten einen eigenen Blog. Der Rest verzichtet darauf. Die Gründe dafür sind verschieden:

36 % scheuen der hohen Aufwand
33 % sehen keinen Mehrwert in einem Blog
20 % haben sich mit dem Thema Blog noch nicht auseinandergesetzt
12 % fürchten negativ aufzufallen mit einem Blog

Erfreulich finde ich, dass sich nur 20 Prozent der untätigen Firmen noch nicht mit dem Thema Corporate Blog auseinander gesetzt haben. Das zeigt doch, dass sich sehr viele Firmen damit beschäftigen und sich Gedanken darüber machen.

Der hohe Aufwand und den fehlenden Mehrwert sind für mich ungenügende Argumente auf einen eigenen Firmenblog zu verzichten. Meiner Meinung nach wissen viele Firmen nicht, wie sie einen eigenen Blog initialisieren und betreiben sollen. Da herrscht eine grosse Verunsicherung und es fehlt an Fachwissen. Dieses Manko kann mit Unterstützung einer erfahrenen Agentur behoben werden.

Welche Erfahrungen haben bloggende Firmen gemacht?

50 % ist der Blog eine Chance mit den Kunden eine Interaktion zu führen
23 % beteiligen sich an branchenrelevanten Debatten und Themen
14 % stärken mit dem Blog das Firmenprofil
11 % nutzen den Blog für die Suchmaschinenoptimierung

Die Zahlen zeigen ganz klar den Vorteil von einem Blog auf: Die aktive Kommunikation mit Kunden und Zielgruppen. Verwunderlich ist nur, dass sich die Mehrzahl der Firmen von diesem Argument noch nicht überzeugen lassen konnten und immer noch untätig sind.

Überraschen die Zahlen? Welche Erfahrungen habt Ihr mit Eurem Blog gemacht?

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5 Kommentare

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  1. Yves | 20.04.2009 10:27

    Es kommt in erster Linie darauf an, wie eine Unternehmung mit den Kunden kommunizieren will. Für viele Unternehmungen endet die Kommunikation mit dem Abschluss und man aquiriert lieber neue Kunden, als das man sich um die bestehenden kümmert. Bei solchem Denken sind natürlich schnell Argumente gefunden, die gegen einen Blog sprechen. Wenn aber eine Unternehmung wirklich den Dialog mit den Kunden sucht, lässt sich dies mit einem Blog relativ günstig in die richtigen Bahnen lenken und man kann bei Kritik auch sehr schnell reagieren. Die Kommunikation im Web 2.0 läuft auf Hochtouren und es liegt bei den Unternehmungen, ob sie daran teilnehmen oder ob sie es sich leisten können, dass Meinungen ohne sie gemacht werden.

  2. amikaro | 20.04.2009 09:34

    Ich kann Werner eigentlich fast vollständig zustimmen, obwohl man bei der ersten Frage noch ergänzen muss, dass vor allem Antwort zwei etwas missverstanden werden kann.

    Nicht für alle Firmen macht es Sinn, einen Blog zu führen. Mangelnde Zeit kann durchaus ein Argument sein, wenn man z.B. über keine PR/Marketing-Abteilung verfügt.
    Ein kleines Unternehmen, welches auch ohne Marketing- und PR-Massnahmen funktionieren kann, braucht keinen Blog. Folglich ist die Antwort: „Keinen Mehrwert“, obwohl der „Mehrwert“ ja nicht bestritten wird – aber in der Frage gab es halt keine passende Antwort zur oben genannten Situation.

    Blogs sind sicherlich eine sehr günstige und einfache Art zu kommunizieren, dennoch birgt sie Risiken und muss sehr gründlich überdacht werden. Die Frage, ob dieser Kommunikationskanal genutzt wird, sollte sich jedoch beinahe jede Unternehmung stellen.

  3. Werner | 20.04.2009 08:51

    Erstaunlich für mich: 36% scheuen den hohen Aufwand. Im Vergleich zu klassischer Kommunikation und PR mit der Koordination der eigenen Agentur ist der Aufwand monetär und zeitlich verschwindend gering. Und das der Mehrwert in Frage gestellt ist, zeigt auch wie ignorant mit dem Thema umgegangen wird. Wobei die Zielgruppe einer offenen Kommunikation über einen Blog mehr Vertrauen schenkt, als hochglanzpolierten PR Mitteilungen.

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