Im Web 2.0 spielt die Musik

Yves Moret, 30.03.2009 3 Kommentare

notenEiner der größten Motoren für das Web ist und war der Austausch von Musik. Ich denke, dass es einiges weniger Breitband Anschlüsse geben würde, wenn dadurch nicht der Austausch von Musik vereinfacht werden würde. In den Anfängen wurde Musik vorallem als MP3 Dateien Peer to Peer getauscht. Da diese Art des Austauschs nur durch Urheberrechtsverletzungen möglich ist, kommen in den letzten Jahren immer mehr Webdienste auf, die die Musik streamen.

Zum einen entstanden unzählige Internetradios, die mit geeigneten Radiogeräten, auch ohne Computer, direkt über W-Lan gehört werden können. Für User die dort die Interaktivität vermissen, entstanden Portale wie z.B. pandora.com. Diese brachten den Vorteil, dass der User sich sein Musikprogramm in Playlisten selber zusammenstellen konnte. Diese Playlisten konnten mit Freunden getauscht werden.

lastfm

LastFM ist ein Dienst der den Gedanken des Web 2.0 ziemlich weit verfolgt. Über eine spezielle Software kann der User die Infos seiner gespielten Musik, egal ob ab Computer, IPod oder IPhone, zu LastFM übertragen. In LastFM selber entstehen Listen, die aufzeigen was der User gehört hat. Es werden ihm von LastFM Vorschläge präsentiert, die seiner gespielten Musik ähnlich sind. Auch spielt der Social Media Gedanke mit, indem man dieselben Informationen seiner Freunde einsehen kann. Die verschiedenen Musikprofile werden auch untereinander verglichen und nach Gemeinsamkeiten gerated. Man sieht also welche Freunde den gleichen oder einen ähnlichen Musikgeschmack haben.

blipfm1

Blip ist ein Musikdienst, der sich sehr eng an Twitter anlehnt. Man braucht kein spezielles Login, sondern logt sich mit dem gleichen Benutzernamen wie in Twitter ein. Über die Suche findet man seine gesuchten Musikstücke oder Interpreten und kann sie sich gleich anhören. Gefallen sie einem und möchte man die Welt daran teilhaben lassen, werden sie „geblipt“. Das heißt, es öffnet sich ein Texteingabefeld, indem man einen Kurztext eingeben kann. Dieser Text wird dann, zusammen mit einem Link auf Blip, in Twitter veröffentlicht. In Blip selber kann der Song zu den Favoriten hinzugefügt werden, was dazu führt, dass man mit der Zeit über eine eigene Playlist verfügt. Von den anderen Usern kann man für das „blipen“ mit sogenannten Props belohnt werden. Diese können und sollen natürlich wieder weitergegeben werden.

Ich selber benutze diese Dienste sehr gerne und immer mehr. Sie sind für mich die perfekte Verschmelzung von Musik und Web 2.0.

Wie haltet ihr es mit Musik und Internet? Kennt Ihr diese Dienste oder setzt ihr andere ein? Wie könnte sich das Musikhören im Internet weiterentwickeln?

Weiterempfehlen

image description

Kommentieren

3 Kommentare

image description
  1. Cyrill | 30.03.2009 14:11

    Wer ohne schlechtes Gewissen und ohne ewige Downloaderei auf einen Riesenfundus von Musik zurückgreifen will, sollte mal Spotify.com ausprobieren.

    In ein paar Ländern ist dieser Dienst – welcher dort durch Werbung finanziert wird – sogar kostenlos. Für uns Schweizer nicht – da bleiben einem nur die Vorteile des Premium-Abos über. Für 9.99 Euro kann man sich an Musik satt hören. Von den aktuellsten Songs bis hin zu uralten Titeln. Auch Comedy und Klassik findet man vor.

    Über Proxy’s etc. ist es zwar möglich das System auszutricksen, bringt aber nur das schlechte Gewissen zurück.

    http://www.spotify.com/

    Es gibt auch schon eine grosse Fangemeinde, welche Musiklisten miteinander teilen, zum Bsp.:

    http://www.yourspotify.com/
    http://spotylist.com/
    http://topsify.com/
    uvm.

    Fachleute glauben sowieso daran, dass die Zukunft der Musik auf solchen Portalen liegen wird. Mobilität wird gefragt sein und weniger das Archivieren. Zudem wird die Musikindustrie wohl bald alle Titel kostenlos zur Verfügung stellen.

    Spotify geht bereits in diese Richtung. Hier haben sich verschiedene Musiklabels zusammengetan – also alles absolut legal.

    Das Geld will die Industrie über andere Kanäle reinholen – endlich hat man es eingesehen. Die Nachfrage macht den Star. Die Konzerte, TV-Shows, Marchendising, etc. dann das Geld.

  2. Yves | 30.03.2009 11:53

    @René
    Ich würde mal sagen, das das anhören sicher legal ist, jedoch das heraufladen von Songs gegen das Urheberrecht verstösst. Die „Lagerserver“ der MP3’s müssten vermutlich Urheberrechtsabgaben wie ein Webradio zahlen.

  3. René | 30.03.2009 11:39

    Ich kenne diese Dienste, verwende sie selbst jedoch nicht. Wenn dann brauche ich das Internet-Radio auf iTunes.
    Sind Songs auf BLIP.fm eigentlich alle legal drauf oder verstossen die Songs gegen das Urheberrecht?

Kommentar schreiben

Please copy the string tb3LdK to the field below: