Word of Mouth Marketing (WOM) – Mittels Mundpropaganda zum Erfolg?

Word of Mouth Marketing, das Marketing-Thema dieses Jahres? Regelmässig erscheinen neue Meldungen in der Presse, auf YouTube finden sich diverse Lehrvideos und Seminarausschnitte zum Thema und selbst Facebook stellt mit dem Facebook Lexicon ein grafisches Tools zur Verfügung, welches die aktuellen Lieblingsthemen der Facebook-Nutzer aufzeigt. Grund genug, sich auch hier mit diesem Thema zu befassen.

Was ist Word of Mouth Marketing?
Die Kommunikation der heutigen Zeit ist stark von der Entwicklung der Medienlandschaft geprägt. Die Möglichkeiten Werbung zu platzieren sind nahezu grenzenlos und dementsprechend prasseln auch die Werbebotschaften auf uns ein. Die Märkte sind zunehmend gesättigt, Konsumenten werden durch die Reizüberflutung vermehrt werbemüde und das Misstrauen gegenüber manipulativen Werbeformen wächst. Da kommen Empfehlungen aus dem Freundeskreis ganz gelegen.
Rob von trnd hat in einem 3-minütigen Video zusammengefasst, was Word of Mouth Marketing genau bedeutet:

Die Kunst der Werbung liegt im Erschaffen und optimalen Platzieren von Botschaften, welche die Konsumenten zu einer Handlung verleiten. Da der Medienkonsum jedoch immer freiwilliger wird, müssen sich die Unternehmen neue Werbestrategien ausdenken, mit welchen sie an ihre Zielgruppe gelangen. Dabei wird der zwischenmenschliche Kontakt immer entscheidender. Die effiziente und kostengünstige Kundengewinnung mittels Empfehlungsmarketing steuert in genau diese Richtung. Denn hier besteht ein Vertrauensverhältnis und eine Empfehlung wird in der Regel nur dann ausgesprochen, wenn eine Dienstleistung oder ein Produkt eines Unternehmens voll und ganz überzeugt hat. WOM verfolgt seitens eines Unternehmens also das Ziel mittels Mundpropaganda Produkte und Dienstleistungen, eine Marke oder gar ein Image zu verbreiten. Gleichzeitig umfasst das Word of Mouth Marketing alle Bereiche im Unternehmen, die dazu geeignet sind, die Mundpropaganda-Aktivitäten und relevante Meinungsführer kennenzulernen und in möglichst positiver Weise auf sie einzuwirken.

Word of Mouth Marketing in der Praxis
Fest steht, durch die Weiterempfehlung zufriedener Kunden gewinnen Unternehmen neue Aufträge. Gemäss einer Studie von McKinsey werden nämlich zwei Drittel aller Kaufentscheidungen durch Mundpropaganda beeinflusst und 85% der befragten Dienstleister gelangen über Empfehlungen aus der Stammkundschaft an neue Aufträge. Marketing mittels Mundpropaganda wird also immer wichtiger. Namhafte Unternehmen haben diesen Trend schon lange erkannt und setzten auf ein effizientes Empfehlungsmarketing ihrer Kunden und Anhänger. Coca Cola, Honda, Sony, Toyota oder Wal-Mart sind die „Allstar“-Marken in den USA, wenn es um Word of Mouth geht. Hier ein Praxisbeispiel von trnd (the real network dialogue). Und wer sich gleich als Trendsetter beweisen will, kann sich hier anmelden.

Word of Mouth Marketing – die Marketing-Disziplin des Jahres?
Es gibt heute eine Reihe kreativer Ansätze, Mundpropaganda durch Kommunikation anzuregen: virale Filme, originelle Events, ausgefallene PR-Stories. Diese Ansätze setzen darauf, dass ausgefallene Werbeideen automatisch absatzwirksame Mundpropaganda bringen. So erreicht man viele potentielle Kunden. Aber verliert man in der Regel nicht auch die Kontrolle über den Weg der Botschaft zum Endkunden? Vielleicht liegt genau hier die Hemmschwelle vieler Unternehmer. WOM-Marketing – Eine erfolgsversprechende Marketing-Disziplin im Bereich Social Media? Wer hat bereits Erfahrung gesammelt?

Und für alle Wissenshungrigen, hier der noch den Link zum gratis Download des Word of Mouth Marketing eBook’s

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10 Kommentare

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  1. Dieter Kiwus | 17.12.2010 09:53

    Obwohl seit dem Artikel schon wieder einige Zeit vergangen ist, ist das Thema immernoch brandheiss. Empfehlungen sind und bleiben die beste Form der Werbung. Wie man die Hemmschwelle überwindet, und die Kunden bittet, einen weiterzuempfehlen, das ist das A und O. Weil Marco danach gefragt hat, ich habe ein Modell ‚In 5 Schritten zum Empfehlungsmarketing‘ entwickelt. Wen das interessiert, der kann sich gerne mal auf meiner Homepage umschauen, siehe http://www.empfehlungspower.de .

  2. Tim T. | 30.10.2009 19:31

    Wie gut im Video von trnd beschrieben wird, basiert Word-of-Mouth Marketing im Wesentlichen auf der Annahme, dass die (Produkt-)Empfehlungen des eigenen Freundes- und Bekanntenkreises einen größeren Einfluss haben, als der tägliche Input von bis zu 5000 Werbebotschaften.
    Zu diesem Thema gibt es bereits diverse Studien, hier seien mal ein paar genannt:
    • 81% der amerikanischen Verbraucher halten Word of Mouth für die beste Informationsquelle über neue Produkte. (GFK Roper Consulting, 2006)
    • Die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen von Word of Mouth beeinflusst werden, liegt um 50% höher als bei klassischer Werbung. (Intelliseek & Forrester, 2006)
    • Ca. 78% der Konsumenten (aus 47 Ländern) vertrauen auf die Empfehlung andere Konsumenten. (The Nielsen Company, 2007)
    • Ca. 61% der Internetuser (aus 47 Ländern) vertrauen auf Empfehlungen aus Foren Beiträgen. (The Nielsen Company, 2007)
    Den Buchklassiker von Fred Reichheld dabei nicht zur vergessen: „The Ultimate Question“ indem er eine positive Korrelation zwischen dem sogenannte Net Promoter Score (Index mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Kunde ein Unternehmen weiterempfehlen würde) und dem Umsatzwachstum nachweist.
    Mit einem geschickten WoM-Kampagne, ergeben sich für das Marketing dabei die folgenden Vorteile:
    – Klare Identifikation der Zielgruppe möglich
    – Keine Streuverluste da direkter Kontakt und Austausch mit der Zielgruppe möglich
    – Einflussnahme in der Kommunikation während der Kampagne
    – Kommunikation mit schwer erreichbaren Zielgruppen möglich
    – Starke Auswirkung auf die Brand Equity
    – Messbare Erhöhung der Kauf- und Weiterempfehlungsbereitschaft der ersten und zweiten Generation
    – Kampagnen bereits mit geringem Werbe-Budget möglich
    – Genaue Messbarkeit von Kontakten in der ersten und zweiten Generation
    Wer mehr validierte Facts & Figures zu diesem Thema haben möchte, kann sich gerne unter http://www.whisprs.de/b2b.php informieren.

  3. Anne M. Schüller | 27.08.2009 23:27

    Viele Unternehmen missachten immer noch die Möglichkeiten von Mundpropaganda und Empfehlungsmarketing und verpassen damit wertvolle Chancen im Neukunden-Geschäft. 40 Prozent aller Unternehmen beschäftigen sich überhaupt nicht mit dem Thema Empfehlungsmarketing. 49 Prozent tun dies höchstens punktuell. Nur 11 Prozent betreiben Empfehlungsmarketing als definierten und systematischen Prozess. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung unter 300 Führungskräften der deutschen Wirtschaft im Rahmen des Excellence Barometers 2009.

    Hier die komplette Meldung: http://www.empfehlungsmarketing.cc/rw_e13v/schueller_em/usr_documents/PMStudie_Empfehlungsmarketing2009.pdf

  4. KennstDuEinen | 14.08.2009 16:11

    Word of Mouth Marketing oder auch Empfehlungsmarketing ist und bleibt die beste Art der Werbung. Es hat sich auch für Unternehmen gezeigt, dass die persönliche Empfehlung zufriedener Kunden die beste Möglichkeit ist, Neukunden zu gewinnen. Mehr zum Thema aus unserer Sicht als Bewertungsportal in unserem heutigen Blogbeitrag: http://blog.kennstdueinen.de/2009/08/703empfehlungsmarketing/

  5. Marco | 14.08.2009 15:28

    Toller Beitrag zum Thema, den man noch weiter ausbauen könnte. Hab ihn auch in meinem Blog Post „Facebook Markt News August 2009“ verlinkt. Wir brauchen noch mehr Best Practice Beispiele zum Thema! Hat jemand welche parat? LG in die Schweiz! 🙂

  6. Alessandra | 8.08.2008 14:31

    Ich denke Word of Mouth Marketing unterscheidet sich insofern von der klassischen Werbung, als dass weder Zielgruppe noch Targeting im Vordergrund stehen. Vielmehr geht es darum zu überzeugen und damit Interesse zu wecken. Dass ein Unternehmen seine Stärken in den Mittelpunkt stellt und die Leistung so gestaltet, dass sie einzigartig wird, ist heutzutage doch Grundvoraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit. Und die Mundpropaganda findet eigentlich seit je her automatisch statt (positive wie auch negative). Für ein Unternehmen stellt sich mit dem Aufkommen der Sozialen Medien mehr die Frage, ob es diese als Chance nutzt oder nicht. Und hier geht es dann darum, ein Netzwerk aufzubauen und Beziehungen aktiv zu pflegen, damit auch die Mechanismen hinter einer Empfehlung bekannt werden. Denn ich denke nur wer mit seinen Kunden kommuniziert, Feedback abholt und Erwartungen und Verbesserungspotential ermittelt, kann den anspruchsvollen und immer weniger beeinflussbaren Konsumenten mehr bieten, als sie eigentlich erwarten. Und wenn das gelingt, verbreitet sich das wie ein Lauffeuer…

    Hier als Ergänzung noch ein interssanter Bericht mit dem Titel: „Warum Mundpropaganda und Marketing zusammen gehören“: http://www.connectedmarketing.de/downloads/wom_und_marketing_050908.pdf

  7. amade.ch | 8.08.2008 08:49

    ich persönlich habe die starke vermutung, dass werbung über word of mouth dann aufhört zu funktionieren, wenn sie als werbung erkannt wird. deshalb bin ich sehr skeptisch, ob eine verstärkte nutzung dieses phänomen überhaupt möglich ist.

  8. Hugo | 7.08.2008 18:51

    Ich glaube, dass genau der Bereich durch die Werbung nur schlecht genutzt werden kann und deshalb die klassische Werbung auch immer einen schwereren Stand hat.
    Facebook ist ein gutes Beispiel wie WOM genutzt werden kann aber auch virale Wettbewerbe, bei denen es darum geht, Freunde einzuladen, funktionieren sehr gut.

  9. René | 7.08.2008 14:58

    Ganz interessanter Beitrag. WOM eröffnet wirklich ganz neue Möglichkeiten. Ich sehe das selbst bei Facebook. Da setzt ein Veranstalter seinen Event rein und sendet Einladungen an seinen Freundeskreis. Diese Freunde empfehlen den Event an ihren Freunden weiter. Innert kürzester Zeit hat sich der Event verbreitet. Die Akzeptanz dieser Werbeform ist noch sehr hoch im Vergleich zu klassischen Mailings.

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