Interest Based Ads – Google setzt auf Behavioral Targeting

Mit Interest Based Ads können Werbetreibende über Google AdSense und auf YouTube künftig interessenbasierte Werbeanzeigen schalten. Hierfür wertet Google das Verhalten der Surfer im Google-Werbenetzwerk aus.

Erst gestern hat der Suchmaschinenriese sein neues Projekt  präsentiert, mit dem Werbetreibende Anzeigen schalten können, die genau auf die Interessen der Internet User zugeschnitten sind. Wie das Ganze funktioniert, erklärt Google hier:

 

„Wir sind der Auffassung, dass Werbeanzeigen eine nützliche Informationsquelle darstellen, die Nutzer mit Produkten, Dienstleistungen und Ideen verbinden, für die sie sich interessieren“, wirbt Stefan Tweraser, Marketing-Manager von Google Deutschland. „Indem wir die Relevanz von Anzeigen erhöhen und die Verbindung zwischen Werbetreibenden und unseren Nutzern verbessern, profitieren beide Seiten gleichermassen.“

Interest Based Ads lassen sich vom Werbeempfänger deaktivieren
Den Bedenken gegenüber der Datenauswertung tritt Google mit dem Versprechen, den Internet Usern die volle Übersicht und Kontrolle über die Art der Werbeeinblendungen zu geben, entgegen. Mit dem Ads Preferences Manager nämlich können Internet User die gespeicherten Interessenkategorien einsehen, diese anpassen oder auch entfernen. Ausserdem können sie sich dafür entscheiden, ganz auf Interest Based Ads zu verzichten. Google betont weiter, dass sämtliche Informationen ohne persönliche Daten in anonymen Cookies abgespeichert werden.

Ab Anfang April soll eine kleine Anzahl Werbetreibender in den USA und Europa im Rahmen eines Beta-Tests, erste Versuche mit Interest Based Ads starten. Bis zum Ende dieses Jahres plant Google dann allen Werbetreibenden die Möglichkeit zur Schaltung von Interest Based Ads über das AdWords System zu ermöglichen.

Die Internet User sollen künftig also thematisch passende Werbung, entsprechend ihrer bereits getätigten Webseitenaufrufe zu sehen bekommen. Was haltet Ihr von dieser neuen Entwicklung auf dem Werbemarkt?

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2 Kommentare

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  1. Sam Steiner | 12.03.2009 15:11

    Bin auch gespannt, was da in Zukunft geht. War auf der entsprechenden Website, wo man seine Interessen manuell angeben kann (siehe Link oben im Artikel) und musste feststellen, dass die Auswahl doch recht grob ist.

    Wie sie das genauer hinkriegen wollen – gerade in der automatisierten Einschätzungen – wird sich noch zeigen.

  2. John | 12.03.2009 13:40

    Bis jetzt konnte Google ja nur keyword- oder inhaltsbasierende Werbung schalten. Mit Interest Based Ads eröffnen sich neue Möglichkeiten und der Streuverlust kann reduziert werden. Ich bin gespannt, ob sich Interest Based Ads durchsetzten.

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