SEO Ranking Faktoren 2015, Teil 1 Mobile

Erster Teil des Previews auf die MOZ-Ergebnisse 2015 mit Schwerpunkt Mobile Usability.

2015-08-11 13_40_03-Moz Ranking Factors Preview - Moz

Ranking Faktoren zu verstehen ist keine leichte Sache. Wir interpretieren die neusten Erkenntnisse und informieren über einzelne Themen. 2015 steht erneut die Mobile-Sichtbarkeit im Fokus.

Wie unterscheiden sich die Suchresultate-Seiten (SERP – Search Enginge Result Pages) bei kommerziellen Anfragen von den Resultaten informeller Anfragen? Im MOZ-Blog (https://moz.com/blog/moz-ranking-factors-preview) ist bereits ein vorgängiger Einblick auf die kommende Ranking-Faktor-Analyse des SEO-Giganten aus Übersee zu erhaschen. Eric Enge hat daraus einige interessante Rückschlüsse gezogen. Ich will euch die nicht vorenthalten uns unsere INM eigene Sicht mit einbringen.


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Ein Verglich mit Rohdaten von Enges Firma drängt sich auf. Während MOZ sich bei seinen Analysen auf die Daten von 165‘177 Anfragen aus dem kommerziellen Umfeld stützt bietet der Autor eine vergleichbare Menge an Suchanfragen informeller Natur.

Mobile SEO mit Google 2015

Das Mobile-Friendly Update vom April 2015 steckt vielen noch in den Knochen. Die Angst war allgemein gross. Nach der Ankündigung mit Pauken und Trompeten konnte Google wohl schon einen Grossteil der angestrebten Ziele erreichen: Die Anbieter nahmen das Thema war und machten sich, aus Angst notabene, auf die eigenen Angebote zu optimieren. Ein Vergleich von über 15‘000 SEROs vor und nach dem Update zeigt nun, abgeglichen mit den MOZ-Zahlen, dass die kommerziellen Seitenbetreiber deutlich stärker an den Seiten gearbeitet haben. Knappe 75% der geprüften Seiten sind mittlerweile mobile optimiert. Bei den informellen Pages ist der Wert immerhin von knapp 62% auf über 64% gestiegen. Dieser Unterschied ist wohl primär der Wichtigkeit mobiler Suchender für E-Commerce-Angebote geschuldet.

Die Vermutung liegt nahe, dass Anbieter kommerzieller Inhalte schneller reagiert und Anpassungen implementiert haben als die Publisher der geprüften Infoseiten. Google weiss natürlich um diese Umstände.

Was E-Commerce-Anbieter lernen können von Googles-Mobile -Update.

Unabhängig davon wie die Suchanfrage aussieht schaffen es derzeit mehr als 60% der Anbieter Googles Vorgaben für mobile taugliche Webseiten einzuhalten. Bei geschäftlichen Anfragen werden bereits ¾ der Anbieter den Vorgaben des Suchgiganten gerecht. Wenn eure Angebote noch nicht mobile tauglich sind, dann heisst es jetzt handeln – doch der zunehmende Wettbewerb ist erst der Anfang.

Mit der Zeit, so ist der Autor, so sind wir und so sind es mit Sicherheit auch die Leute bei Google sich sicher, wird sich der Begriff der Mobil-Freundlichkeit merklich entwickeln. Es wird nicht mehr nur darum gehen eine Desktop-Seite auf kleineren, verspiegelten Bildschirmen sehen und mit dem Finger das Angebot verdeckend navigieren zu können. Was also wird passieren?

  1. Seiten werden unterschiedliche Architekturen benötigen. Die Prozesse unterscheiden sich längerfristig immer mehr, es macht einen Unterschied ob ein User das Angebot auf dem Smartphone oder am Desktop aufruft. Mobile Seiten, Mobile Ziele, Mobile Costumer Journey.
  2. Sprachbefehle werden etablierter uns salonfähig. Bereits jetzt sind in Übersee die Tendenzen wortwörtlich unübersehbar. Google will uns das Sprechen mit Gadgets schmackhaft machen. Will niemand? Nun, da habe ich tiefes Vertrauen in die Überzeugungskraft der Firma, die es geschafft hat aus dem Brand ein Verb zu machen.
  3. Apps nehmen bei den Suchergebnissen eine immer wichtigere Rolle ein. Persönlich stehe ich der Entwicklung von Apps skeptisch gegenüber, viele Aufgaben lösen mittlerweile HTML5 Seiten besser. Doch das gilt längst nicht in allen Bereichen. Zudem sprechen wir hier auch von Browser-Applikationen.

Die Punkte sind nicht alle gegenwärtig. Doch mittelfristig wird die Entwicklung unweigerlich über diese Vorhersagen führen. Das Auge wird nicht mehr die einzige menschliche Schnittstelle bleiben die von der mobilen Entwicklung im Internet profitiert. Was bleibt?

Die Empfehlung für die Gegenwart lautet: Beginne die mobile Variante des bestehenden Online Angebots als mehr zu sehen als eine blosse, angepasste Variante der ursprünglichen Webseite. Verschiedene Anforderungen, unterschiedliche Zielgruppen individuell Use Cases führen zu verschiedenen Prozessen. Befrage Kunden, lass aussenstehende die aktuellen Prozesse testen und werte, mit gezielten Trackings in deinem Analyse Tools die Bedürfnisse der Besucher aus. Eine fundierte Vergangenheitsanalyse hilft den Kunden wirklich zu verstehen. Oberflächliche Zahlen wie Besuchsdauer oder Seitenaufrufe sind da erst der Anfang. Die Erkenntnis vorweggenommen ist die starke Vermutung, dass sich die Bedürfnisse nur in wenigen Fällen decken werden.

Es stehen im SEO-Bereich primär kleine Stellschrauben zur Verfügung. Nutze dies Erkenntnisse nun als die lang ersehnte Hebelwirkung. Schon kleine Optimierungen können kurz- und mittelfristig die mobile Userexperience massiv verbessern. Wege verkürzen heisst die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Langfristig werden solche Messungen und Analysen jeden Anbieter darauf vorbereiten radikalere, mutigere und zielorientiertere Anpassungen an der Webseite in Erwägung zu ziehen und das ist auch richtig so.

 

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