Online Shop vor dem Briefkasten-Trick schützen

Briefkasten-Betrüger SymbolbildIn der Schweiz häufen sich in letzter Zeit die Schlagzeilen, dass Online Shops im grossen und kleinen Stil betrogen werden. Die Diebe suchen sie leere Briefkästen, beschriften diese mit falschen Namen und bestellen auf die so gewonnenen Adressen die verschiedensten Güter. Wir haben Daniel Gamma von unserem Partner CRIF gefragt wie man sich als Shop-Betreiber vor solchen Machenschaften schützen kann.

Herr Gamma, was kann ich als Shop-Betreiber konkret unternehmen damit meine Waren nicht in „gefälschte“ Briefkästen geliefert werden?

Bereits mit einer einfachen Abfrage in unserer Informationsplattform (manuell über Webbrowser oder automatisiert und integriert in den Check-Out-Prozess) des Online-Shops können ähnlich gelagerte „Briefkasten-Trick-Fälle“, welche in letzten Wochen in der Presse thematisiert wurden, präventiv verhindert werden.

Wir gleichen den Namen mit unserer Datenbank ab und prüfen, ob der Kunde überhaupt an dieser Adresse existiert. So kann verhindert werden, dass eine inexistente Person auf Rechnung bestellt, und als teurer Inkassofall endet. Einer der Vorteile, den CRIF dem Online Handel anbieten kann ist, dass wir den Shop Betreiber in diesen (Verdachts)Fällen eine andere Bezahlungsart vorschlagen, um einen möglichen Zahlungsausfall zu verhindern.

Ist es nicht einfacher auf den Versand gegen Rechnung grundsätzlich zu verzichten? Verlangen die Käufer diese Option überhaupt noch?

Die Zahlung per Rechnung nach Erhalt der Ware, also das klassische Zug-um-Zug Geschäft hat eine starke Tradition in der Schweiz. Dies zeigen auch langjährige Studien wie z.B. die VSV-Gfk Studie „Schweizer Online- und Versandhandel“ auf. Im 2013 wurden 87% der Bestellungen der an der Studie teilnehmenden Händler via Rechnungskauf abgewickelt.

Ist es aufwändig diesen Abgleich in meinen Shop zu integrieren? Wir stellen kostenlos unsere API (XML-Schnittstelle) zur Integration zur Verfügung. Diese ist sehr einfach und ohne grossen Aufwand integrierbar.

Ausserdem bestehen zu allen gängigen Shoplösungen direkt einsetzbare Module, Plug-In’s, Extensions oder Adapter.

Kann man als Online-Händler auch Ausnahmen bewilligen oder läuft dieser Check immer automatisch ab?

Der Vorteil der CRIF Informationsplattform und der Schnittstelle ist, dass jeder Händler die Risikoeinstellung indiviuell pro Webshop Konfiguieren kann. Ausserdem sind den Modulen verschiedenste Regeln einstellbar, die je nach Risikoprofil verschiedenste Ausnahmen erlauben.

Welche Möglichkeiten habe ich als Shop-Betreiber einzustellen wie streng ich gegenüber den Kunden sein will? Jeder Shopbetreiber kann die Risiko-Konfiguration individuell pro Online- oder Themenshop konfigurieren, respektive der indivduellen Margen-Risiko-Situation anpassen.

Und hat jemand einen falschen Eintrag in einer Datenbank, eine Chance das wieder zu bereinigen? Wir halten uns an die strengen Vorgaben des Datenschutzes. Es besteht jedoch die Möglichkeit der Datenkorrektur. Bei negativen Zahlungserfahrungen ist es jedoch von Vorteil einen Nichtigkeits-Nachweis zu erbringen.

Vielen Dank fürs Gespräch.

Die INM AG bietet bei seinen E-Commerce Lösungen die Integration einer Identifikations- und Bonitätsprüfung über CRIF an. Fragen Sie uns nach den Möglichkeiten bei bestehenden Shops oder für neue Projekte, wir beraten Sie gerne.

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