Von online Job-Agents und Employer Branding…

signale-google-rankingMan stelle sich vor: Firma X hat eine freie Stelle. Um die Stelle zu besetzen, schreibt Firma X die Position über die gängigen Online-Portale wie jobs.ch aus. Dabei wird ein möglichst generischer Text verfasst, dies mit möglichst hohen Anforderungen, denn Bewerbungen kommen meist zu Hauf, und 80% davon mit den falschen Qualifikationen. Aber ist der Selbstschutz vor der Bewerbungsflut durch Undurchsichtigkeit und Kompliziertheit, sowie Anpassung an den Jobbörsen-Jargon der richtige Approach? Ein scheinbarer Teufelskreis, welcher jedoch viele Unternehmen zum Umdenken angeregt hat…

Zwar sind Stelle heute noch immer ein knappes Gut, was sich klar an den bis zu 300 Bewerbungen für Positionen im Raum Zürich zeigt, andererseits werden im Bewerbungschaos oft die richtigen Kandidaten nicht mehr gefunden. Unternehmen gehen in der Flut unter und Bewerber sind verwirrt von den generischen Bulletpoints und den immer komplizierteren Stellentiteln. Jede Unternehmung, die eine Stelle ausschreibt, fürchtet sich davor, von eingehenden Bewerbungen überrollt zu werden. Oft reichen nicht mal mehr die Kapazitäten, um unpassenden Bewerbern eine Absage zukommen zu lassen. Im Umfeld dises Dilemmas entwickeln sich jedoch langsam aber sicher beide Seiten weiter.

Einerseits legen Firmen vermehrt Wert auf ihr eigenes Employer Branding, wie wir bereits im Artikel zum Thema Eqipia im letzten Juni angesprochen haben. Statt mit Bullets „werben“ Firmen online um Talente, indem die Unternehmung sich von den anderen Angeboten durch kreative Anzeigen abheben, sei es durch Social Media-Verknüpfungen, Videos oder alternative Darstellungen. Auffallen, jedoch gezielt die richtigen Personen ansprechen. Es zählt nicht möglichst viele Bewerbungen zu erhalten, sondern die richtigen.

Auf der anderen Seite versuchen auch Jobsuchende sich im Anzeigen-Dschungel neu zu organisieren. Hierbei helfen zum Beispiel Plattformen wie Buddybroker, wobei einerseits anhand des CVs, sowie einer LinkedIn oder XING-Verknüpfung  das Internet nach passenden Stellenangeboten abgegrast wird, basierend auf einem Web Crawler und semantischen Filtern. Der Bonus daran? Auch das soziale Netzwerk kann profitieren. Social Media gewinnt vermehrt an Bedeutung bei der Stellensuche, denn, genau wie beim online shopping gewinnen Empfehlungen aus dem Netzwerk zunehmend an Bedeutung. Diese Entwicklungen wiederum stellen neue Anforderungen an die Unternehmen und die Anzeigen…

Klar ist, das Zeitalter der Zeitungsanzeigen liegt lange, lange hinter uns, und die Vorstellung, dass mit jedem Stellenangebot schon der richtige Bewerber zur Tür hinein spaziert ist überholt. Wichtig heute ist – wie auch bei der Web Präsenz, SEO, SEM  und SMM- die Positionierung, um die gesuchten Talente auf dem Job-Markt überhaupt auf die eigene Unternehmung aufmerksam zu machen. Und in den meisten Fällen kann hier professionelle Unterstützung nicht schaden.

Wie schreibt Deine Unternehmung Stellen aus oder nach welchen Kriterien suchst Du? Wie würdest Du Dir die ideale Stellenanzeige vorstellen und was müsste diese beinhalten?

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