Eine @Twitter #Börsengang-Annäherung

Twitter Börsengang, SymbolbildDer Twitter-Börsengang scheint ein riesiger Erfolg zu sein. Schon vor es richtig los ging, musste die Preisspanne erhöht werden. Anders als bei Facebook stieg der Preis dann auch munter an. Als ich die Entwicklung etwas zu verfolgen begann, viel mir unmittelbar jene denkwürdige Folge der Cartoon-Serie „South Park“ ein, in der sich alle grossen YouTube-Stars ein Stelldichein geben. (Da die Episoden dieser Krönung des MTV-Schaffens dazu tendieren nicht sehr jugendfrei zu sein verzichte ich darauf den Link dazu zu posten.) Quintessenz ist, dass jegliche Popularität und die ganzen Klicks nur zu einer hohen Summe an theoretischem Internet-Geld führen. Natürlich stimmt das so nicht, zahlreiche YouTube-Phänomene und Channels schaffen es heute gutes, reales Geld mit ihren Auftritten zu verdienen.

Trotzdem: Weshalb soll das stark defizitäre, geringe Umsätze ausweisende  Unternehmen also plötzlich 14 Milliarden Dollar und mehr wert sein? Als armer Schlucker und finanzieller Banause der ich bin, ist das schwer nachzuvollziehen. Deshalb habe ich mich auf eine Spurensuche begeben. Die Zeit bringt eine ziemlich knappe und sachliche Übersicht. Man erhält einige Zahlen rund um die Nutzer, aber auch was die Verluste des Unternehmens betrifft. Die Welt stellte sich dieselben Fragen im Vorfeld wie ich. Üblicherweise, so führt Thomas Heuzeroth aus, errechnet sich die Bewertung eines Unternehmens nach dessen Gewinn. Was ist also zu tun, wenn es keinen solchen gibt? Auch der Umsatz sei ja über 26-fach überbewertet.

Ein Lerneffekt bleibt aus

Im Manager-Magazin gibt derweil Researcher Manfred Hübner über die geringe Lernfähigkeit der Menschen Auskunft. Er geht darauf ein, weshalb Technologie regelmässig überbewertet wird eröffnet einige spannende Einblicke in die Psychologie der Investoren und Anleger. Die Hinweise auf Facebook scheinen mir logisch und wohl auch sinnvoll. Schliesslich folgt auch der Hinweis „[…]alle haben gesehen, dass der Börsengang von Facebook ein Erfolg wurde, obwohl das Unternehmen anfangs runtergeschrieben wurde. Warum sollte das bei Twitter jetzt nicht auch klappen, denken sich viele. Die Crux dabei ist, dass dabei eventuell übersehen wird, die Unterschiede zwischen den einzelnen Unternehmen zu betrachten.“

Auf die Suche nach diesen Unterschieden der Börsengänge macht sich dann auch Thomas Knüwer. Er führt interessante andere Aspekte ins Feld und kritisiert die Berichterstattung. Beispielsweise hebt er die unterschiedlichen Stadien hervor in welchen sich Twitter und Facebook beim Börsengang befunden haben. Ein guter Punkt wie ich finde. Auch sieht er in den negativen Zahlen von Twitter eher das hohe Potential, da die Monetarisierung ja erst begonnen habe. Der Beitrag ist für mich aufschlussreich und sehr lesenswert.  Nicht zuletzt weil: „Du machst ja sowas mit Facebook… kannst du mir mal sagen wieso jetzt die nochmal an der Börse sind und dann noch für so viel Geld?“

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