Google+ macht die Welt schöner

 

Google+ Bildbearbeitung, Symbolbild

Als Google vor ca. zwei  Jahren Nik-Software kaufte sorgte das in Fotografenkreisen für einige Unruhe und viel Gesprächsstoff. Während sich der Photoshop längst im gesellschaftlichen Gedächtnis als das Tool für Fotobearbeitung und Manipulation festgesetzt hat, blieben die Nik-Tools das Geheimnis der Profi- und ambitionierten Hobby-Fotografen. Dabei sind die Plugins der Deutschen Entwickler den Standardfunktionalitäten des Adobe-Programms in vielen Belangen überlegen. Die Reaktion der Gemeinde war also verständlich. Für zusätzliche Verunsicherung sorgte die Angst um die tolle App „Snapseed“ die erst kurz vor der Übernahme den Durchbruch auf beiden grossen Smartphone-Plattformen geschafft hatte.

Fotografen haben Google+ adoptiert

Mittlerweile kann man Entwarnung geben. Google hat nicht nur Snapseed kostenlos verteilt, der Suchgigant hat auch die Filter vergünstigt. Jetzt stehen die ausgeklügelten Entwicklungen sogar am Bildschirm kostenlos zur Verfügung. Innerhalb von Google+ können Bilder so ernsthaft aufgewertet und auf eindrückliche Weise sehr nachbearbeitet werden.

Was ist also Möglich?

Ich vermute Google hat längst erkannt, dass Google+ auf bestem Weg ist sich zum Netz der schönen Bilder zu entwickeln und verleiht der Entwicklung mit diesem Schritt noch einen zusätzlichen Schub. Wenn ich Bilder in G+ hoch lade zeigt sich mir eindrücklich, wie lebendig das Netzwerk in dieser Nische ist. Innert Minuten plussen meine Seen, Berge und Gebäude in den sehr fein gegliederten, unterschiedlichen Foto-Communities in ungeahnte Höhen. Das tut meiner Eitelkeit, dem Klout-Score, vor allem aber meinem kleinen privaten Bilder-Blog gut.

Google+ Bildbearbeitung, Snapseed und Niktools, PrintscreenGoogle+ Bildbearbeitung, Snapseed und Niktools, Printscreen

Die Erweiterung funktioniert, verständlicherweise, nur im Google-Browser Chrome (Snapseed und die Plugins bleiben weiterhin auf allen Plattformen verfügbar). Doch die automatischen Bilder-Uploads, eine praktische Backup-Funktion des G+-Accounts stehen auch den iPhone-Nutzern neuerdings zur Verfügung. Doch was leistet diese denn jetzt eigentlich? Nun, primär pusht der Dienst etwas die Sättigung, erhöht den Kontrast, schärft die Aufnahmen und sorgt damit für eine ansprechendere Darstellung im Auge der Instagram-erprobten Bildbetrachter. Man hat die Möglichkeit zu definieren wie stark die Korrekturen sein sollen und ob Animationen und Videos automatisiert erstellt werden können. Weiter stehen verschiedene Rahmen und Filter-Vorgaben zur Verfügung um ein Bild mit Retro-Touch zu kreieren oder ihm den „Modelbau-Effekt“ eines Tilt-Shifts zu verleihen. Für mich besonders spannend ist die automatisierte Erkennung von Action-Fotografien. Bewegungen werden so in ein Bild kombiniert, es entstehen die eleganten Raster-Aufnahmen wie man sie vom Skateboarden kennt. Mit sehr geringem Aufwand wohlgemerkt. Natürlich sprechen wir hier längst nicht von den Funktionen eines Photoshops, meist nur schon weil die Dienste Primär für Handy-Fotos verwendet werden dürfte. Doch für blasse und ungesättigte Aufnahmen aus dem Urlaub am Meer gibt es ab sofort eigentlich keine Entschuldigung mehr.

Weiter lassen sich neu automatisch Kurzfilme generieren, wie man es vom HTC One kennt, eine wirklich witzige Sache um kleine Erinnerungen zu erschaffen von speziellen Erlebnissen. „Awesome Movies“ gibt es aber erst ab Android 4.3. Details zu den neuen Funktionen findest du bei googlpleplusinside.de  oder d-tv, hier findet sich auch ein Verweis auf die neu geschaffene Möglichkeit direkt aus Hangout Kurznachrichten als SMS zu verschicken.

 

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