Kommt mit Twitter endlich was Schlaueres als Bannerwerbung – Social Ads

Die klassische Bannerwerbung ist langsam ein Auslaufmodel im Online-Werbemarkt, auch wenn sich noch ein paar wenige Sites mit der Art von Werbung immer noch finanzieren. Es wird aber Zeit, dass Interruption-Marketing durch cleverere Einnahmemöglichkeiten abgelöst wird. Facebook hat hier einen Weg gefunden und nun zeigt Mashable auf, dass auch Tweets von Twitter für Werbezwecke intelligenter eingesetzt werden können.

twitter-brand-sponsor-mashable1Social Ads nennt sich die neue Werbeform. Und auch hier steht die Interaktion mit dem Besucher im Vordergrund. Er wird nicht mit einem Flash-Banner in seinem Surf-Fluss unterbrochen. Social Ads versuchen die Aufmerksamkeit des Besuchers über einen relevanten Content zu erlangen.

Mashable, einer der grossen Social Media Blogs, hat einen Versuch mit Tweets von Werbepartner (sie nennen sie Twitter Brand Sponsors) gestartet.
Diese werden in der Sidebar im Stil von News eingeblendet und beschränken sich natürlich auf die üblichen 140 Zeichen.

Was ist daran Social kann man sich fragen? Ganz einfach, wenn ich ‚was schreibe, das keinen interessiert, kriege ich auch keine Aufmerksamkeit.

Tweets, die auf Twitter kreiert werden, erscheinen direkt und aktuell in diesem Werbefenster. Nebst der Werbebotschaft versucht man so auch den Dialog auf Twitter zu verlagern, um eine nachhaltige Beziehung (Communitiy) mit dem möglichen Kunden aufzubauen. So können Tweets zu neuen Produkten, Dienstleistungen, Umfragen, Support oder ganz einfach Informationen über den Werbepartner veröffentlich werden.

Für mich eine der Innovationen im Bereich der Internet-Werbung, die sich hoffentlich als Alternative zum Web 1.0-Banner durchsetzt.
Was denkt ihr, ist das die Zukunft des Werbens im Web?

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11 Kommentare

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  1. Marcel | 10.03.2009 13:20

    Die Werbelandschaft wird sich in den nächsten 1-2 Jahren stark verändern. Social Ad’s wird sicherlich noch durch den Einsatz verschiedener Technologien ausgebaut und neue Werbeformen werden entdeckt – gerade im Bereich Social Commerce.

    Ich bin gespannt. 🙂

  2. Matthias | 9.03.2009 15:45

    @Philipp twitpic und hashtags und twittergroups und diverse andere dezidierte Twitter-Sites haben nicht gerade wenig Besucher. Wenn man dann noch all die x-posts zwischen Twitter und Facebook und Friendfeed und all den anderen Social Networks dazunimmt, kommt man auf ansehnliche Zahlen, ohne einen Rappen bezahlt zu haben.
    Dazu kommt der Streuverlust: Mein Zielpublikum followt mir bereits auf Twitter und kann gezielt und ohne jeglichen Streuverlust angesprochen werden. Was mashable anbietet, ist Streuwerbung mit allen Nachteilen.
    Aber wenn’s billig genug ist, wird’s sicher Leute geben, die bei Mashable Geld zahlen.

  3. Cyrill Schneider | 9.03.2009 15:42

    Twitterer ist ja nicht Twitterer. Twittert Mashable etwas, sind darauf hin die Ziel-Url’s regelmässig down – da soviele gleichzeitig auf diese zugreifen möchten.

    Einer der von 20’000 Lesern gefollowed wird ist logischerweise schon etwas mehr «wert» als einer mit 60 Lesern.

    @Philipp, soviel ich weiss ist SocialVibe «unabhängig». Unter dem Deckmantel von Tu-was-Gutes, lässt man Social Network-User ihre eigenen Werbe-Widgets erstellen und platzieren. Diese wählen aber selber aus für wen und was sie «werben» möchten. Auf eine günstige und symphatische Art kommen so die Marken in die verschiedenen Social Networks und selber kann man einem guten Zweck Hilfe leisten.

  4. Philipp Sauber | 9.03.2009 15:34

    @Matthias, es ist doch schon ein Unterschied, ob man seine Tweets auf Gratissites mit wenigeren Besuchern hat oder auf Portalen, denen sie die Türe einrennen, wie das bei mashablel.com der Falls ist. Abgesehen davon wird auch der Betreiber einer Gratisinseratesite Geld verlangen, wenn er die Möglichkeit dazu hat. Den Mechanismus kennt man von Banner.
    Betreffend Mix hast du sicherlich einen Punkt angeschnitten, der man nicht ausser Acht lassen sollte. Danke für den Input.

  5. Matthias | 9.03.2009 15:14

    Das ist ja lustig.

    Ich stelle mir jetzt mal vor, ich sei Twitterer für eine Firma. Ich twittere ganz normal auf meinem Twitter-Account. Meine Fans und Kritiker und sonstigen Follower können (und tun’s auch!) mit einem der unzähligen verfügbaren Tools meine Tweets auf ihrer Website anzeigen. Ausserdem werden meine Tweets von unzähligen Sites aufgegriffen und angezeigt, von twitpic über hashtags und twittergroups etc. etc. ad infinitum. Alles gratis und franko.

    Und jetzt kommt einer daher und will Geld dafür verlangen, dass er ausgerechnet meine Tweets auf ausgerechnet seiner Site anzeigt? Ich lach mich kaputt! Das sind nicht Social Ads, das ist rausgeschmissenes Geld!

    Kommt dazu, dass es ein grausamer Mix von Inhalt und Werbung ist, wenn normaler Content plötzlich Werbung ist und umgekehrt. Für den Konsumenten nicht gerade transparent.

  6. Philipp Sauber | 9.03.2009 14:57

    @Flo, klar bleiben die Banner, solange sie von den Browsern noch angezeigt werden (Ad Blocker). Und auch klar, dass Banner nicht mehr und nicht weniger als Zeitungsinserate im Internet sind und deshalb nicht mehr unbedingt zeitgemäss, betrachtet man die Möglichkeiten im heutigen Web.

    @Sam, gut möglich, dass Twitter hier ein Verwaltungstool in der Art von AdWords auf die Beine stellt und der Werbeplatzvermieter darauf zugreifen kann. Sicher ein interessanter Gedanke.

    @Cyrill, socialvibe.com scheint was ähnliches zu sein. Kommt das auch von Twitter? Oder gibt’s hierfür eine eigene Quelle?

  7. Cyrill Schneider | 9.03.2009 11:46

    Es gibt ja schon erste Lösungen im Bereich «Social Ads». Zum Beispiel Social Vibe: http://www.socialvibe.com/

  8. Sam Steiner | 9.03.2009 10:39

    Viele Website-Betreiber setzen auf Werbeplatz-Verwaltungssysteme wie Google AdSense (ich auch mit Plattformen wie http://www.bassic.ch). Ob nun Banner ausgedient haben oder nicht, spielt da die nebensächliche Rolle (natürlich merke ich, dass sie weniger Geld einbringen): ich sehe momentan keine so automatische Alternative.

    Für Leute, die keine Kapazität haben, die Flächen selbst zu vermarkten, heisst es: abwarten und bis eine automatische Lösung für Social Ads da ist, sich halt auf Banner verlassen.

    Könnte mir schon vorstellen, dass neue Systeme kommen werden. Dass Google Tweets in ihrem AdSense-System integrieren wird, bezweifle ich. Ich glaube aber, ein solches System könnte Teil des kommenden Business-Modells von Twitter sein.

  9. Flo | 9.03.2009 10:07

    Sicherlich eine sehr gute Alternative zu den herkömmlichen Bannern. Ich bin der Meinung, dass Banner immer einen Bestandteil im Internet-Webemarkt sein werden. Die Banner werden an Bedeutung verlieren (haben sie ja bereits) und neue Werbeformen setzten sich durch.

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