Xing in 5 Schritten abgestaubt

Symbolbild Xing-TippsDass im deutschen Sprachraum nicht von „Crossing“ die Rede ist, sondern von „Ggsing“, würde nativ Englisch-Sprechende wohl amüsieren. Würde, wenn denn Xing international überhaupt eine Rolle spielen täte. Über die DACH-Länder hinaus ist das aber kaum der Fall, international hat stattdessen vielmehr LinkedIn die Visitenkarten zum Relikt gemacht. Trotzdem wollen wir an dieser Stelle einen Blick auf den Marktführer für berufliches Netzwerken in Zentraleuropa riskieren. Xing bietet, nach eigenen Angaben, die Möglichkeit sich mit 13 Millionen Mitgliedern zu vernetzen, wovon mehr als die Hälfte aus dem deutschsprachigen Raum stammt.

Für Social Medianer und die Garde der Digital Natives wirkt der Dienstleister oftmals arg angestaubt und lethargisch. Andere Branchen aber, und lasst euch sagen, davon gibt es neben Online Marketing noch einige, verhelfen dem Business-Netzwerk zur Blüte. Gerade weil man nicht täglich lustige Artikel oder Bilder posten muss ist die „Kreuzung“ für viele interessant. Doch einfach nichts tun ist selbst für Xing zu wenig. Seien Sie persönlich, aktuell und pflegen Sie Ihre Kontakte. Hier 5 Tipps für erfolgreiches Selbst-Marketing auf Xing:

1. Zeigen Sie sich!

Tragen Sie alle Informationen zu Ihrer Person ein, die Xing verlangt.  Es macht keinen Sinn ein Schaufenster zu mieten und dann den Rollladen auf Halbmast baumeln zu lassen. Das Profil muss öffentlich sein.

Ihre Kontaktdaten sind wichtig, Ihre Telefonnummer können Sie den bestätigten Kontakten vorbehalten, doch stellen Sie sicher, dass Sie anderweitig erreichbar werden. Ein Foto ist Pflicht, lesen Sie erst weiter, wenn Sie sich mit dieser Tatsache abgefunden haben. Social Media sorgt für Transparenz, ohne Bild werden Sie übersehen. Schwarz/Weiss darf es sein, doch achten Sie auf ihr berufliches Umfeld. Für die Reisebranche mag ein Urlaubsbild begrenzt Sinn machen, als Bankangestellte eher weniger. Lächeln Sie Ihre Besucher an, zeigen Sie Charakter und Persönlichkeit. Berücksichtigen Sie, dass auf Xing konventionelle Werte eine höhere Bedeutung haben können als bei Facebook und Konsorten. Piercings und auffällige Tattoos sind gemäss Umfragen nicht sehr populär bei Recruitern. Kleiner Zusatztipp: Schauen sie auf dem Bild, aus Sicht des Betrachters, nach rechts oder geradeaus. Sonst verlässt ihr Blick das Layout.

Halten Sie ihr Konto ausserdem aktuell. Nehmen Sie sich vor jede zweite Woche, mindestens aber einmal im Monat die Scheiben zu putzen. Das braucht nicht mehr als 10min, sorgt aber für interessierte Blicke der Laufkundschaft.

2. Seien Sie ein Botschafter ihres Arbeitgebers

Es gibt vorab zwei Gründe für ein Konto bei Xing: Sie wollen einen (neuen) Job oder Sie verstehen sich als Botschafter ihres aktuellen Arbeitgebers. Trennen Sie diese Rollen nicht. Viele User sind latent auf der Suche nach guten, neuen Perspektiven. Dafür sollte man sich auch gegenüber dem HR-Verantwortlichen nicht rechtfertigen müssen – auch ihr Boss hat bestimmt schon einmal die Stelle gewechselt. Das bedeutet aber nicht, dass man sich nicht stolz und aktiv für die Firma einsetzen sollte. Auch ein künftiger Arbeitgeber erkennt, ob seine Zielperson loyal auftritt oder nicht. Geben Sie das offizielle Firmenprofil an, fragen Sie im Zweifelsfall welches das ist oder regen Sie an ein solches aufzubauen. Es wirft auf alle Mitarbeiter und den Arbeitgeber ein besseres Licht. Slogans oder Statements sind sinnvoll und heben Sie von der Konkurrenz ab. Nutzen Sie die 80 Zeichen für konkrete Angeben. Es gibt schon genug Projektleiter oder Einkäufer. Für weiter Interessierte räumt das Alpha in einem Artikel mit Irrtümern rund um das Employer Branding auf.

3. Werden Sie persönlich

Die Frage ist, was Sie bieten. Wenn Sie privat Eigenschaften haben, die von anderen geschätzt werden, sollten diese rein. Persönlichkeit zu zeigen ist positiv und hebt Sie aus der Masse ab. Tolle Köche oder Marathonläufer sprechen Personalmittler und Kunden eher an als blasse Nummern ohne Ecken und Kanten.

Suchen Sie auf der Gegenseite keinen „Austausch“ oder „Kontakte“. Das Ding ist ein Netzwerk, würden Sie diese Stichworte nicht interessieren wären Sie nicht hier.  Seien Sie professionell, formulieren Sie aber ruhig auch spannend oder witzig. Es geht immer darum den Unterschied zu machen. Suchen Sie zudem nach privaten Stichworten, es schärft das Profil. Über den Sportverein kommt man schneller ins Gespräch als über Beschluss #253.3 C.

4. Kontakte sprechen für sich

Vernetzen Sie sich in alle Himmelsrichtungen, schärfen Sie das Profil aber auch hier. Strecken Sie die Fühler aus und fragen sie Entscheidungsträger ihres Bereichs an. Es färbt unmittelbar auf Ihr Netz ab, wenn der Besucher sie über eine Branchen-Grösse ansprechen kann. Bringen Sie sich auf Augenhöhe. Erlauben Sie sich aber auch Anfragen von dubiosen oder unbekannten Profilen abzulehnen. Beenden Sie ungeniert Beziehungen zu unangenehmen Konten wie beispielsweise Spammern. Das  Netzwerk ist hier die Kleidung die bekanntlich Leute zu machen vermag.

5. Der Werdegang als Prunkstück

Berufserfahrung ist die eigentliche Visitenkarte. Das gilt wiederum für Sie persönlich genauso, wie auch für den Arbeitgeber. Kompetente Angestellte sind das beste Aushängeschild. Ergänzen Sie die Stationen mit konkreten Projekten und Ergebnissen. Wer seine Arbeit gut macht sollte das auch zeigen. Mit dem erst kürzlich eingeführten Portfolio gilt der Bereich des Lebenslaufs erst recht als wichtigstes Element des Profils. Nehmen Sie sich die Zeit zu Beginn und fortlaufend, es lohnt sich.

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2 Kommentare

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  1. Andi Gentsch | 3.10.2013 10:54

    Vielen Dank für den Kommentar, freut mich natürlich speziell! 🙂

  2. Mirco Gallana | 3.10.2013 08:55

    Wo er Recht hat, hat er Recht.
    Artikel ist Motivation sich mehr mit XING zu beschäftigen oder es ganz sein zu lassen…

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