Social Media liefert Daten, und jetzt?

Symbolbild Social Data TrackingGemäss den Zahlen, der Social Media Examiner Erhebung zum SoMe-Einsatz durch Marketeers, vom Mai 2013, setzen 97% aller Befragten grundsätzlich auf soziale Netze als Träger für ihre Kampagnen. Knapp 90% sagen aus, dass der Kanal wichtig für ihr Geschäft sei. Man darf wohl sagen, dass ein grundsätzliches Engagement, in irgendeiner Form mittlerweile kaum mehr in Frage gestellt wird. Firmen ohne Auftritt in Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Google+ verkommen auch hier zu Lande immer mehr zur Ausnahme. Man weiss um den Wert des direkten Dialogs und allzu gerne präsentiert man das eigene Angebot, den eigenen Beitrag regelmässig seinem Publikum. Der Wert eines starken Auftritts auf Plattformen die, wie Flaggschiff Facebook, knapp 3 Mio aktive Nutzer in der Schweiz zählen, lässt sich nur schwer benennen. Unbestritten ist auch die positive Wirkung einer guten Präsenz auf die eigene Platzierung innerhalb der Resultat-Seite von Suchdiensten (neuenglisch „SERP“ für search engine results page).

Puls zu fühlen heisst Themen zu erkennen

Neben dem persönlichen Kontakt und der Plattform stellt sich vielen Marketingabteilungen aber auch immer wieder die Frage, was sie denn mit all diesen Angaben anstellen sollen. Der Umgang mit Social Data bereitet zusehends Kopfzerbrechen. Daten, die über lange Zeit gesammelt werden, lassen sich regelmässig auswerten und dank fachkundiger Analysten in Tendenzen ummünzen. Der Social Media Manager kann so seinem Auftraggeber, nehmen wir an es geht um einen Versicherer, nicht nur sagen, dass sich seine Kunden für Policen interessieren. Reportings geben zusätzlich Auskunft darüber, was neben dem Kernthema für seine Follower von Interesse ist. Er trägt zusammen welche Themen für die, fein säuberlich erhobenen, Meinungsmacher der Fan-Schar gerade aktuell sind. Die Wellenbewegungen auf Social Media Kanälen zu erfassen bedeutet eben nicht die Richtung immer vorgeben zu müssen, sondern es erlaubt auch mit zu reiten – sofern man rechtzeitig auf dem Brett zu stehen kommt. Wenn wir der Versicherung als seine Agentur, in einem einfachen Beispiel sagen, dass sich seine Gefolgschaft derzeit über den Schulanfang und die drohenden Gefahren auf dem Schulweg austauscht, kann er sich rechtzeitig einbringen. Klar, ein Marketingverantwortlicher braucht zu diesem Zeitpunkt auch eine Affinität zum Umfeld. Blosses Product Placement wird ihn höchstens ins Abseits manövrieren. Doch genau deshalb sind ja Fachleute überall so wichtig.

Und in Echtzeit?

Das führt uns zur Paradedisziplin des Verarbeitens von  Netzwerk-Daten: Das „real-time Social Data Tracking“. Erik Huddleston, CTO und EVP of Product der renomierten Datenanalyse-Firma Dachis Group, gab kürzlich ein Interview zu dem Thema in dem er genau diese Abläufe thematisiert. Wenig überraschend poppt dabei das Fallbeispiel der Oreo-Kekse auf. Es gibt eine gute Idee davon, was mit einfachsten Mitteln machbar ist.

Der erfahrene Analyst zeigt im Interview auf, dass man mit einem gut vorbereiteten, aber auch flexiblen Team, nur kreativ sein muss um eine gute Welle zu erwischen. Ein vollgepackter Newsroom ist nicht nötig um sich geschickt zu platzieren, wenn das Momentum gekommen ist. Oreo reichten, dank guter Vorbereitung, ein Stromausfall, ein flinker Grafiker und kurze Wege für das Social Media Team um eine veritable, virale Bombe platzen zu lassen. Vorbereitung und Knowhow machen auf diese Weise Daten plötzlich zu einem integralen Bestandteil von Geschäftsprozessen, wie auch Erik Huddleston abschliessend festhält.

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