Skittles – Hocheffektive Web 2.0-Kampagne

skittlesIch habe schon etliche gute Social Media Kampagnen gesehen – zum Beispiel die Burgerking-Kampagne in Facebook. Morgen berichte ich hier über Twitter-Experimente einer Medienfirma in der Schweiz. Was Bonbon-Hersteller Skittles gestern aber lanciert hat, stellt vieles in den Schatten. Eine clevere, hochwirksame Kombination von Web 2.0-Diensten.

Twitter als „Viral-Multiplikator“
Skittles nutzt die Twitter-Suchmaschine als Motor. Wer Skittles.com aufruft, wird mit Tweets in Echtzeit zu „Skittles“ beliefert. Die Folge: es wird über Skittles getwittert, um ebenfalls zu erscheinen. Diese Tweets bringen wiederum neue Website-Besucher. So läuft der Motor rund. Und zwar so gut, dass Twitter deswegen Performance-Probleme kriegt.

Facebook, Wikipedia, Youtube und Flickr für nachhaltige Kontakte
Skittles blendet eine rote Steuerungsbox mit Menupunkten ein. Beim Klick auf „Products“ beispielsweise, wird im Hintergrund eine Skittle-Wikipedia-Seite geöffnet. Unter „Media – Videos“ öffnet sich ein Youtube-Videochannel, bei „Pics“ ein Flickr-Photostream. Facebook wird bei „Friends“ eingebunden – da tummeln sich bereits über 580’000 Fans.

Durch Nutzung mehrerer Web 2.0 Plattformen hoher Viral-Wert
Nun geht die Kampagne um die Welt und durch die Medien. Diese gelungene Mischung wurde noch nie in dem Ausmass genutzt – das wird zu zusätzlicher Aufmerksamkeit führen. Die neuen Mitglieder und Fans in Film-Channels, Photostream und Facebook-Page können danach praktisch kostenlos weiterhin beworben werden.

Simpel, günstig und effektiv
Aus technischer Sicht ist die Implementation eine eher simple Applikation, die nun einschlägt wie eine Bombe und den „Return of Investment“ wohl schon am ersten Tag erreicht hat. Bravo!

Welche Art von Kombi-Kampagnen werden wir bald auch in der Schweiz, als starkes Facebook- aber bisher schwaches Twitter-Land, sehen? Wird hier der Motor eher in Facebook zu finden sein? Kann das funktionieren – oder müssen wir auf Twitter warten?

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5 Kommentare

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  1. Yves | 3.03.2009 14:48

    Ein wirklich sehr schönes Beispiel einer erfolgreichen Internet Werbekampagne. Ich hoffe, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis wir solche Kampagnen auch im deutschen Sprachraum beobachten dürfen. Interessant ist wie Twitter in die Kampagne eingebaut wurde. Da Twitter mehr ein „Hilfsdienst“ von Facebook ist, denke ich, dass der Motor sicherlich Facebook sein wird. Nur dort kann nicht als Werbender genug Informationen an die Leute bringen. Twitter eignet sich mehr dazu, die User zu Facebook oder anderen Diensten weiterzuleiten. Solche Kampagnen sollten demnach auch ohne Twitter funktionieren, wenn auch nicht so geschmiert.

  2. René | 3.03.2009 10:27

    Wieder einmal ein sehr schönes Beispiel wie einfach eine erfolgreiche Kampagne sein kann wenn die richtige Idee da ist. Mit sehr wenig Aufwand wurde da ein Riesenerfolg erzielt. Kompliment!

    Die Schweiz und Europa hinkt bekanntlich immer hinter her. Dennoch bin ich sicher, dass wir auch hier originelle Kampagnen sehen werden. Der Motor wird Facebook sein, da Twitter einfach noch zu wenig verbreitet ist.

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