Wie Google die organic search kolonialisiert und was man dagegen tun kann

Immer weniger organic search

Googles fair play gehört wohl der Vergangenheit an. Das einst „freie Schlachtfeld“ – sprich die organischen Suchergebnisse verdrängt der Imperialist immer mehr vom oberen Bildschirmteil. Nach und nach werden neutrale Vergleichsportale durch Google-Dienste ersetzt. Wer weiterhin seine Online Präsenz auf dem Google-Marktplatz sichern will, kommt an Universal Search nicht mehr vorbei.

Screenshots wie diese auf dem Tutorspree Blog wirken erschreckend. Die organischen Suchergebnisse scheinen Google scheinbar nicht mehr wirklich zu interessieren. Was einmal den grössten Teil auf dem Monitor ausmachte, wird heute auf Desktop-Geräten auf 13% oder sogar 7% reduziert. Auf mobilen Geräten sind sie gar nicht mehr sichtbar!

Noch 13% Platz für die organische Suche

Organische Suche auf 7% verdrängt

Neben der Verdrängung findet auch ein Austausch statt. Bekannte Vergleichs- und Bewertungsportale sind sich ihrer bisher etablierten Position in den organischen Suchergebnissen nicht mehr sicher. Immer mehr führt Google eigene solche Portale ein. (Alleine Wikipedia scheint da noch auf festem Boden zu wandeln.) In der Schweiz sehen wir dies, wenn wir zum Beispiel nach Wetterprognosen suchen.

Doch in den USA können mittlerweile auch Flüge und Hotels direkt bei Google eingesehen und verglichen werden. Und wer in England nach einer geeigneten Autoversicherung sucht, kann sich die Vergleiche auf Google selbst erstellen lassen. Laut Spiegel Online plant Google dies auch für Deutschland, dazu noch weitere Preisvergleiche für Strom-, Gas- oder Mobilfunktarifen.

Auto Versicherungsvergleich von Google

In der Schweiz sieht das alles noch nicht so tragisch aus, aber gut tut, wer sich vorbereitet.

Tschüss Google, hallo Bing?

Neben Unmut und sich laut machender Kritik wird nach Alternativen gesucht. Könnte Bing die Lösung sein? Aktuelle Statistiken zeigen aber, dass von einem Wechsel noch nicht gesprochen werden kann. Selbst wenn Bing immer mehr an Popularität gewinnen würde, würde es doch noch lange dauern, bis die Suchmaschine von Microsoft eine vertretbare Mitbewerber-Rolle in der Schweiz einnehmen könnte.

Suchmaschinenverteilung in der Schweiz

Universal Search – Nester auf allen Google Ästen bauen

Soll die Website im Internet gefunden werden, sind wir wohl oder übel vorerst an Google gebunden. Doch wenn wir schon daran gebunden sind, dann sollten wir uns dort auch richtig breit machen. Was heisst das?

Neben den organischen Suchergebnissen bietet Google weitere, bis jetzt noch kostenlose Dienste an. Es gilt also, die Online Präsenz im sogenannten Universal Search zu etablieren. Vor allem die lokale Suche wird aufgrund des mobilen Such-Booms grossgeschrieben und erfreut sich bereits jetzt einer hohen Präsenz in der mobilen Suche.

Wer auf seiner Website Videos zur Verfügung stellt, sollte unbedingt von Googles Videosuche profitieren. Denn auch Video-Ergebnisse erscheinen sehr häufig innerhalb der organischen Suchresultate. Dasselbe gilt für die Bildersuche.

Die Google Product Listing Ads (früher Google Shopping) sind zwar nicht mehr kostenlos, geben aber Betreibern von Online Shops die Möglichkeit, sich von den Mitbewerbern abzuheben. Die Google AdWords sind neben den organischen Positionen eine weitere gute Ergänzung, den Besucherstrom zu vergrössern.

Das bunteste Ei im Nest

Die Website auf der ersten Seite der Suchergebnisse zu haben genügt nicht mehr. Das Suchergebnis muss zum Klicken animieren, es muss auffallen. Hier liegt klar im Vorteil, wer seine Website mit sogenannten Rich Snippets bereichert, seien es Markups für Bilder, Events oder Bewertungen.

Wie erlebt ihr die Veränderungen in den organischen Suchergebnissen? Welche Vorkehrungen habt ihr bisher getroffen?

Weiterempfehlen

image description

Kommentieren

Keine Kommentare

image description

Kommentar schreiben

Please copy the string mRhrXq to the field below: