3 Gründe, warum wir die Keywords für’s SEO vergessen sollten

SEO Keyword Rankings im NebelSEO scheint für viele eine Reise in nebligen Gewässern zu sein, auf der man sich nur nach dem Kompass der Keyword Rankings orientieren kann. Was aber, wenn die Ranking-Messungen keine exakten Werte mehr liefern? Meine These dazu lautet, den Kompass resp. Fokus zu ändern – weg von den Keywords hin zu den Zielseiten. Weg von Momentaufnahmen hin zu Durchschnittswerten und Trends. Hier meine 3 Gründe:

1. (not provided) mit lieben Grüssen von Analytics

Seit Google die Suchanfragen von eingeloggten Benutzern verschlüsselt, werden diese Keywords in Google Analytics nicht mehr angezeigt. Es war auch zu erwarten, dass die Anzahl dieser (not provided) Keywords immer mehr zunimmt. In gewissen Fällen machen die nicht identifizierbaren Suchbegriffe sogar 50% aus! Mit einigen Tricks lassen sich die Keywords zwar erahnen, aber ganz genau werden wir es wohl nie mehr wissen können.

Hunderte Keywords für eine Zielseite

Halb so schlimm, denn viel wichtiger sind die Zielseiten, auf welche die Besucher gelangen. Denn Suchbegriffe gibt’s wie Sand am Meer, da verliert man schnell den Überblick. Doch die Zielseite lässt sich mit sehr genauen Angaben auf ihre Performance messen. Nicht zuletzt beeinflussen Metriken wie die Absprungrate die Beliebtheit bei den Suchmaschinen.

2. Ranking Ergebnisse für nah und fern

Okay, es gibt vielleicht ein paar Suchbegriffe, die ich überwachen möchte, da sie das Angebot oder Thema der Website umfassen. Die lokalen Suchergebnisse aber (u.a. durch den Boost der Internetnutzung auf Smartphones verursacht), haben die Exaktheit unmöglich gemacht. Ranking-Ergebnisse sind vom Standort abhängig. Vor allem dann, wenn der Suchbegriff auf eine Lokalität abzielt (wie z.B. ein Restaurant) oder eine Ortschaft enthält („Restaurant Zürich“).

Dazu kommt, dass Keyword-Positionen blosse Momentaufnahmen sind. Heute auf Platz 4, morgen auf 12, nächste Woche wieder auf 8 usw. Sie unterliegen ständigen Schwankungen, was auch normal ist.

Es kommt auf den Trend an

Besser ist es, den Trend zu beobachten. Die Google Webmaster Tools bieten den Vorteil, dass sie Durchschnittspositionen anzeigen. Solche Zahlen sind aussagekräftiger. Und auch hier: Positions-Messung der Zielseite bringt mehr als die der Keywords.

3. Aufwändige Keyword-Analysen

Meiner Meinung nach war das Keyword Tool von Google AdWords DAS Tool, um nach potentiellen Keywords zu suchen. Nicht nur für AdWords-Schaltungen, sondern eben auch für die Optimierung in den organischen Suchergebnissen. Doch wie Google im Mai angekündigt hat, wurde das Keyword Tool letzte Woche leider durch den sogenannten Keyword Planner ersetzt, welcher eine Kombinitaion vom früheren Keyword Planner und Traffic Estimator ist. Darüber hinaus kann das Tool ohne ein AdWords Konto nicht mehr benutzt werden. Einschränkung der Nutzung und auch – so scheint es mir – aufwändiger, um eine Analyse der Keywords durchzuführen.

Googler suchen nach der Antwort, nicht nach dem Keyword

Eigentlich auch nicht so wichtig. Oftmals hindert der Fokus auf die Keywords daran, einen Website-Inhalt zu schreiben, der am Ende auch wirklich gut ist. Mit „gut“ meine ich einen Inhalt, der dem Besucher genau diese Information liefert, nach der er gesucht hat. Das ist längerfristig besser, als genau zu wissen, welche Keyword-Variante wie oft gesucht wird und dann das Meistgesuchte so oft wie möglich in den Text zu stopfen.

Was haltet ihr von meiner These? Welche Bedeutung messt ihr den Keywords und deren Monitoring zu?

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