Go for mobile! Ab wann empfiehlt sich eine mobile Website?

Mobile Webseiten, ein Muss?Mobile Webseiten sind das Thema von heute und morgen. Immer mehr Nutzer halten sich mit mobilen Geräten im Internet auf, sei das mit Tablets/Pads oder Smartphones. Ab wann macht eine mobile Website eigentlich Sinn? Da die Suchmaschinen auch dem mobilen Besucher stets die bestmögliche Benutzererfahrung bieten wollen, unterstützen sie bewusst gewisse mobile Konfigurationen.

Braucht jede Website eine mobile Version?

Mobile Internetnutzung liegt voll im Trend. Studien besagen, dass sich mobile Geräte bald einmal an mehr Benutzung erfreuen als Desktop-Geräte (herkömmliche Computer und Laptops). Unabhängig vom Trend ist der mobile Traffic nicht für alle Webseiten von grosser Bedeutung. Während einerseits für Plattformen mit hauptsächlich informativem Gehalt oder lokal ausgerichtete Webseiten ein mobiler Traffic von bis zu 50% normal sein kann, sind für B2B-Webseiten solche Zahlen eher unrealistisch.

In der Schweiz liegt der Durchschnitt im B2C-Bereich zwischen 15-18%, im B2B-Bereich bei ungefähr 5%. (Diese Werte entnehme ich aus dem Durchschnitt unserer Kunden, die ein breites Spektrum aufweisen – von klassischem B2B über Versicherungen bis hin zu Hotels und Event-Agenturen).

Dennoch sollte das Wachstum des mobilen Traffic stets im Auge zu behalten werden, damit ab einem gewissen Anteil gehandelt werden kann. Meine Empfehlung: ab einem mobilen Traffic von 15% wäre eine mobile Lösung angebracht. Ein Blick in die Statistiken zeigt schnell auf, wie dringend eine mobile Website her muss. Weiter sollte man sich auch die Frage stellen, wie wichtig die Inhalte für mobile Besucher sind resp. welche Benutzererfahrung mobilen Besucher gestellt werden sollen.

Go for mobile! Aber mit welcher Lösung?

Google unterstützt Smartphone-optimierte Webseiten in drei Konfigurationen:

  1. Responsives Webdesign (von Google empfohlen)
  2. Geräteabhängiges HTML
  3. Separates Desktop und Mobile Design

1. Responsives Webdesign

Eine Website mit responsivem Design gibt allen Geräten den gleichen Satz von URLs aus, wobei die URL wiederum allen Geräten denselben HTML anzeigt. Nur durch CSS wird entschieden, wie die Seite auf dem Gerät wiedergegeben wird. Diese Konfiguration wird von Google empfohlen. Hier wird die Verwendung von HTML5 und CSS3 vorausgesetzt. Google erkennt das responsive Design automatisch, sofern dem Roboter erlaubt wird, auch CSS, Bilder und JavaScript zu crawlen.

2. Verschiedenes HTML mit gleicher URL

Bei der zweiten Lösung liefert der Server verschiedene HTML (und auch CSS) auf derselben URL, abhängig davon, welcher User Agent die Seite abfragt. Das bedeutet, dass beide Seitenversionen (Desktop und mobile) auf dem Server vorhanden sind und jeweils eine „versteckt“ wird. Natürlich muss der Suchmaschinen-Roboter auf beide Versionen hingewiesen werden.

3. Separate mobile URLs

Als Alternative kann für sowohl Desktop als auch Mobiler Version ein separater Inhalt mit verschiedenen URLs erstellt werden. Praktisch würde das dann zum Beispiel so aussehen, dass die Desktop Seiten unter www.domain.ch erreichbar sind, die mobilen Seiten unter m.domain.ch. Für Google spielt es keine Rolle, unter welchem URL-Format die Seiten auffindbar sind, es muss einfach sichergestellt werden, dass der Googlebot beide Versionen crawlen kann. Um doppelte Inhalte zu vermeiden, empfiehlt es sich, mit dem Canonical Tag zu arbeiten, welcher jeweils auf die Desktop-Version verweist.

Mehr technische Informationen zu mobilen Lösungen findet ihr unter Google Developers.

Das nachstehende Flussdiagramm kann bei der Entscheidung helfen, welche Lösung zur mobilen Website in Betracht gezogen werden könnte.

Welche mobile Lösung wählen?

Ist Mobile Website für euch (k)ein Thema? Verläuft euer mobiler Traffic unter oder über dem Schweizer Durchschnitt?

 

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