Linkbuilding 2.0 – I’m a poor lonesome Cowboy far away from home

Modernes Linkbuilding wie im Wilden WestenZurück in den Wilden Westen! Jede Website muss sich selber für eingehende Links verantworten, die Penalty wird bis zur Entfernung des letzten Spam-Links nicht aufgehoben und ab sofort müssen alle Backlinks überwacht werden – am besten monatlich.

„I’m a poor lonesome Cowboy far away from home.“ Wer kennt ihn nicht, den Comic-Helden Lucky Luke aus dem Wilden Westen? So in etwa wie dieser am Schluss jeder Geschichte fühlte ich mich gestern nach dem Internet Briefing in Zürich, an dem Joe Spencer, SEO Berater und Art Gallerist, über das Thema Linkbuilding 2.0 referierte.

In diesem Post möchte ich nicht den Vortrag von Spencer wiedergeben, der die Thematik und Problematik des modernen Linkbuildings ganz gut aufzeigte und auch sinnvolle, praktische Ratschläge über Linkstrategien weitergab, die den neuen Google Updates weiterhin standhalten sollten. Daneben sprach er aber auch gewisse Widersprüche innerhalb der Google Algorithmen an. Und auf diese Widersprüche möchte ich hier eingehen.

Backlinks, das Gold im Wilden SEO?

Nun schon seit geraumer Zeit wird darüber diskutiert, ob Backlinks überhaupt noch etwas bringen oder nicht, wobei die Meinungen weit auseinander gehen. Einige haben die Relevanz der Backlinks zum Auslaufen prognostiziert. Dann gibt es andere, die den Links zwar noch gültige, aber nicht mehr sehr wichtige Bedeutung zumessen. Und wiederum andere behaupten nach wie vor, die Backlinks seien die wichtigste Währung für die Suchmaschinen. Diese Meinung vertrat auch Spencer. Früher waren es die Anzahl Backlinks, heute zählt die Qualität der Links. Demnach kann weniger mehr sein.

Rodeo auf der Linkfarm

Das Paradoxe an dem neuen Linkbuilding finde ich den Anspruch, den Google an den Website Betreiber stellen will. Einfach ausgedrückt wird ab sofort jeder für die Links verantwortlich gemacht, die auf seine Webseite verweisen. Was Google früher durch seine Algorithmen tätigte, soll nur der einfache Webmaster selber bewältigen. Man braucht nicht lange nachzudenken, was das für Folgen haben kann.

Die Daltons vor der Tür

Ich weiss nicht, was sich Google hier überlegt hat. Wenn sie schon gegen Spam-Taktiken ankämpfen, wozu öffnen sie dann eine neue Spam-Möglichkeit? Demzufolge wäre niemand mehr vor den Dalton-Brüder sicher. Jeder könnte durch das Setzen böser Links einer Website Schaden zufügen. Früher wurden diese ignoriert, heute wird man dafür abgestraft. So was lässt sich doch nicht ernst nehmen.

Der Sheriff fackelt nicht lange

Hat die Google-Polizei (in der Umgangssprache als Google Penguin bekannt) einmal einen kriminellen Backlink gesichtet, wird die Website sofort abgeknallt. Dann schickt das Spam-Verwaltungsbüro einen netten Brief an den Webmaster mit der Mitteilung, der habe gegen die Gesetze verstossen und man werde die Website erst dann wieder aus dem Gefängnis in die Rankings entlassen, wenn – von Joe Spencer bekräftigt – jeder einzelne böse Link entfernt wurde.

Das Telegramm, das alle Probleme lösen soll

Nachdem Google einsah, dass sich halt doch nicht alle schlechten Links entfernen lassen, führte sie das Disavow-Tool ein. Soll ja ganz einfach gehen: Blacklist zusammentragen und das Telegramm abschicken. Doch halt! Wie weiss ich, ob ich alle gefunden habe? Und was, wenn morgen wieder ein schlechter Link gesetzt wird? Spencer schlug vor, seine Backlinks monatlich zu checken. Dann mal viel Spass bei mehreren tausend Links!

Rantanplan wird schon dabei helfen

Ok, es gibt noch die Spürhunde. Joe (nicht der Dalton :)) erwähnte mitunter fünf Link-Tools, die er einsetze, um seine Backlinks im Auge zu behalten, da alle diese Tools wiederum andere Links finden. (Also her mit dem Zaster, denn die sind nicht billig!) Doch damit nicht genug. Wir erinnern uns an die Anforderung „jeder einzelne böse Link muss weg“. Logischerweise würde man von Google erwarten, dass diese aufgeführt werden. Weit gefehlt! Nicht einmal die Google Webmaster Tools listen alle Backlinks, geschweige denn die Spam-verdächtigen auf.

Das moderne Linkbuilding: nervenzerreibende Zeitverschwendung

Denke ich den ganzen Prozess des Linkbuildings 2.0 der Reihe nach durch, kann ich nicht anders als den Kopf verständnislos schütteln. So viel zu meiner Wahrnehmung. Würde mich natürlich interessieren, wie ihr das Ganze seht.

Was haltet ihr vom Linkbuilding 2.0? Wie geht ihr mit der neuen Situation des Backlinks-Monitoring um?

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