Vergesst den Content – der Geschmack ist King!

Guter Content alleine genügt nicht - er muss Geschmack haben!Der Guter-Content-Slogan war 2012, doch jetzt haben wir 2013. So ungefähr. Wie ein Burger ohne Geschmack ungeniessbar ist, so ein „guter“ Content ohne die Anziehungskraft, gesehen, gelesen und verbreitet zu werden.

Ich bin zwar kein treuer Burger King Besucher, doch das Plakat konnte ich nicht einfach unfotografiert lassen, worauf mich dann die Werbung für diesen Post inspiriert hat. Mit Online Marketing als „täglich Burger“ begann ich natürlich sofort, den Slogan auf die Online Welt anzuwenden. Und in der Tat, da ist was dran.

Ich kann das nicht mehr hören!

Das Jahr 2012 stand für „Content is King“. Dieser Slogan wurde (wird noch immer) derart ausgekocht, sodass es einem mit der Zeit zuwider wurde. Am Anfang sollte der Content „good“ sein, dann musste er „great“ werden und schlussendlich war man ohne „aweseome content“ hoffnungslos aufgeschmissen. Alles wurde vom Content abhängig gemacht: das Ranking in den Suchmaschinen, das Linkbuilding, der Traffic, die Konversionsrate und das Wetter (ok, das auch wieder nicht). Sicher ist vieles gut gemeint, und wir haben tatsächlich gesehen, dass die Suchmaschinen (ich beziehe mich vor allem auf Google) 2011 einen beachtlichen Shift Richtung Content-Analyse getätigt haben. Algorithmen-Updates wie die Panda-Familie hatten messbare Veränderungen ins Spiel gebracht. Aber vermutlich haben wir dennoch alle etwas übertrieben.

Guter Inhalt ist nicht alles…und die Suchmaschinen bleiben Roboter

Dem Martin Missfeldt mag es ähnlich ergangen sein, als er seinen Post „das Märchen vom guten Content“ schrieb. Es kann einfach nicht alles vom Inhalt abhängig gemacht werden. Vergebens schreibt man sich einen Wolf auf der stilistischen Ebene eines Friedrich Dürrenmatts, wenn der Artikel nicht gefunden wird oder bei der falschen Zielgruppe landet. Hier sehen wir, dass die Suchmaschine nicht das Ziel unseres Inhaltes sein kann. Es ist und bleibt der Leser! Worin sich die Suchmaschine „lediglich“ involviert, ist das Sortieren der besten Inhalte, um diese dem Leser in Form von Rankings vorzuschlagen. Mit welchen Mitteln Google & Co. diese recht aufwändige Aufgabe zu meistern versuchen, gruppiert Missfeldt in verschiedene Signale wie interne, externe und Meta-Signale.

Ich weiss, es ist Fastfood, aber es riecht doch so gut…

Dass sehr oft auch inhaltlicher Fastfood in die Top Positionen bei Google gelangt, beweist uns, dass der Inhalt alleine nicht reicht. Er braucht das Potential zur Viralität, die Anziehungskraft, die den Leser dazu animiert, den Content weiter zu empfehlen und zu streuen. Was möchten denn die Besucher auf einer Website sehen, lesen, erfahren? Wir alle wissen, dass ein Burger nicht gesund ist. Doch über Umsatz-Verluste muss die Fastfood-Kette nicht klagen. Woran liegt das? Die Sinnesorgane lassen sich halt doch recht einfach verführen. Online verhält es sich nicht anders.

Der Speise Würze ist der Hunger

Was verleiht dem Content guten Geschmack? Die Frage lässt sich auch anders stellen: Nach was haben die Besucher Hunger? In der heutigen Welt, geprägt von der schier erdrückenden Informationsflut, wird mehrheitlich gar nicht mehr der Inhalt selbst, sondern seine Aufmachung bewertet, sein Erscheinen und die Art, wie er aufgetischt wird…eben sein Geschmack. Welcher Geschmack bei der Online Gemeinde ankommt, hängt von Faktoren wie Kultur, Mentalität, Alter usw. ab. Hier ein paar mögliche Würzmischungen:

  • Aufmerksamkeitserregung (von provokativ bis hin zu beleidigend)
  • Neuheit, Aktualität (auch wenn der Informationsgehalt gleich Null ist)
  • Unterhaltungsfaktor (lasse ich mal unkommentiert)
  • Bilder (ein Bild spricht mehr als tausend Worte)
  • Videos (und mögen sie auch noch so infantil und inhaltlich wertlos sein)

Über jedes einzelne Gewürz liesse sich ein eigener Blogpost schreiben. Deshalb belasse ich es mal hierbei. 🙂

Wie bewertet ihr einen Inhalt? Was ist für euch guter Content? Steht für euch auch der Geschmack im Vordergrund, oder achtet ihr doch eher auf die inhaltlichen Nährwerte?

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