4 Social Media Lügen

4 Social Media LügenDie Abonnenten dieses Blogs wissen: die sozialen Online-Netzwerke verändern die Dynamik im Internet für immer. Wer selbst Aktivitäten im Web durchführt, wird sie jetzt überdenken müssen. Dazu hier einige oft gemachten Annahmen, die nicht stimmen.
 

Lüge 1 – Guter Inhalt ist alles
Manche lernen aus Frustration: es reicht einfach nicht, einen guten Blogartikel zu schreiben. Eine Firmen-Website mit gutem CMS und hervorragenden Autoren – damit ist noch nicht „die Hälfte getan“. Ein Lauffeuer entfacht sich selten von alleine. Guter Inhalt kriegt nicht einfach so die Aufmerksamkeit, die es verdient.

Lüge 2 – Es gibt keine Regeln
Ich plädiere dafür, bewusst (und legal) Regeln zu brechen, kreativ zu sein. Regeln sind dennoch real. „Das Netzwerk“ denkt mit menschlichen Gehirnen und hinterschaut deine Absichten besser als Software das könnte. Wer als Selbst-Promoter abgestempelt wird, ist weg vom Fenster – die Aufbauarbeit abzuschrieben.

Lüge 3 – Social Media Marketing ist einfach
Es ist schwer. Wer denkt, eine Kombination aus Blog, Facebook-Gruppe und Twitter-Stream reicht aus, irrt sich. Es wird nicht automatisch Besucher anziehen. Dass ein solcher Versuch nicht funktioniert, liegt nicht daran, dass die sozialen Netzwerke nicht funktionieren. Eher daran, dass du noch nicht darin funktionierst.

Lüge 4 – Die sozialen Netzwerke sind ein vorübergehender Hype
Einige sagen, die benötigte Zeit sei verschwendete Zeit. Der Hype würde enden. Fakt: das Internet ist in sich sozial. Die Plattformen werden sich verändern, sich gegenseitig ablösen. „Conversational Marketing“ wird nicht verschwinden. Es wird seine hohe Glaubwürdigkeit behalten. Web 2.0-Plattformen werden das Normale werden bzw. bleiben.

Mehr über solche Lügen schreibt Eric Brantner in seinem Artikel „Don’t Believe these 10 Social Media Myths“ (englisch) aus dem die hier erwähnten Lügen frei abgeleitet wurden.

Auch schon einer Social Media Lüge aufgesessen? Schon Dinge erlebt, die einfach nicht funktionieren wollten? Allenfalls schon durch bessere Partizipation das Ergebnis positiv verändern können? Bin um Antworten (und Fragen) in den Kommentaren dankbar.

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8 Kommentare

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  1. Manfred|Cash-im-Internet.org | 30.08.2011 10:07

    Danke für Punkt 1! Ich wurde schön öfters für diese Aussage kritisiert. Guter Content reicht eben doch bei Weitem nicht aus, um im Internet erfolgreich zu sein. Denn bevor der erst einmal bewundert werden kann, muss er ja auch gefunden werden. Und zwar so oft wie möglich. Was mir immer auffällt ist, dass viele, die anscheinend von SEO keine Ahnung haben, als Standardantwort zur Frage nach dem Erfolg im Internet einfach nur „guter Content“ geben. Sicher – der Content verkauft (oder sorgt für Klicks, falls man eine Saffiliatewebsite betreibt). Aber einfach nur eine Website hochzuladen, auch wenn sie den allerbesten Content enthält, reicht noch nicht einmal ansatzweise aus. Ich denke, der Inhalt ist sicher das Wichtigste. Aber es gibt noch wesentlich mehr, was zu tun bleibt, wenn man wirklich erfolgreich sein will.

  2. Summit & Blue | 24.02.2009 02:21

    Danke! 🙂 Aber irgendwie wird social media marketing ständig mit viral marketing verwechselt.. bei dir hingegen nicht!

  3. David | 23.02.2009 16:55

    Easy, Du hast ja eben mit diesem Post Regel Nr. 1 bestätigt. 😉

  4. Sam Steiner | 23.02.2009 16:20

    @David: Absolut! 😉 Übersetzt, zusammengefasst, gekürzt. Für euch. Wurde auch offen deklariert – ich glaube, das ist jedem Leser klar.

    Wir können den Lesern ja schlecht sagen: „dort drüben gibt’s ein paar Seiten in englisch zu Social Media, pickt euch die wichtigsten Punkte da zusammen.“ Stattdessen offerieren wir hier ein Konzentrat daraus – und wer Zeit hat und lieber das Original lesen möchte, kann das gerne. Der angegebene Link ist ja dafür da.

  5. David | 23.02.2009 16:07

    Lüge 1 = genau, dieser Inhalt hier wurde ja auch einfach quasi übersetzt, das Bild vom Original-Artikel gemopst. Trotzdem schon 3 Kommentare. 😉

  6. Sam Steiner | 23.02.2009 11:14

    @Yves – genau. Deshalb liest wir ja immer wieder im Zusammenhang mit Twitter die Aufforderung „be useful“. Ich finde es fast tragisch, dass das so vielen Firmen überhaupt nicht klar ist…

  7. Yves | 23.02.2009 11:08

    Ich finde es wichtig zu sehen, dass das soziale Zusammenleben im Internet nicht anders funktioniert als im richtigen Leben. Wenn ich im richtigen Leben viele kluge Dinge von mir gebe und mir niemand zuhört, ist dass das Gleiche, wie wenn ich kluge Inhalte produziere, die niemand liest.

    Auch gibt es immer wieder Leute, die von einer Community nur die Vorteile herausziehen wollen. Wie im richtigen Leben wird auch dies nicht funktionieren. Wenn ich dort Mitglied einer Gemeinschaft bin und immer nur Vorteile daraus ziehe, ohne etwas für die Gemeinschaft zu leisten, wird auch dies nicht lange gut gehen.

  8. Kerstin | 23.02.2009 08:31

    Da kann ich mich nur anschließen, es ist deutlich mehr zu tun, als gute Inhalte zu produzieren. Wichtig sind die richtigen Vorgehensweisen, und ein Account auf den Social Plattformen alleine reicht noch lange nicht aus. Vielmehr ist es wichtig, dass man dort auch in Gruppen aktiv ist, anders bekommt man wohl kaum die gewünschte Aufmerksamkeit.

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