Google Penguin Updates – ein Hysterie-Instrument gegen SEOs?

Google Penguin Update aufgeblasen?Google hält uns schon seit mehr als 1 Jahr mit seinen Algorithmus Updates ständig auf Trab. Das Ganze scheint sich mit den teilweis Angst einflössenden Spekulationen und vielseitigen Theorien immer mehr zu einem Spektakel zu entwickeln, sodass ich mich langsam frage, ob uns da Google an der Nase herumführen will.

Ich meine hier konkret das Penguin Update. Das Ziel dieses Updates war und ist es, gegen „Überoptimierung“ vorzugehen, vor allem im Linkbuilding-Bereich. Auch als Webspam Penalty bekannt, bestraft es diverse Spam-Faktoren, durch die versucht wird, bei Google besser gelistet zu werden, wie z.B.  das Keyword-Stuffing.

Weshalb nun mein Verdacht mit der Hysterie? Hier einige Gedanken:

1. Anzahl Updates und das Ausmass der Auswirkungen

Erstmals eingesetzt wurde es am 24. April 2012, das laut statistischen Angaben 3,1% der Anfragen beeinflusste. Die nachfolgenden Updates im Mai und Oktober 2012 wiesen vernachlässigbare Auswirkungen von weniger als 1 Prozent auf. Ich weiss nicht, wie andere SEO-Agenturen diese Updates erlebt hatten, doch wir hatten davon nichts bemerkt.

2. Spekulation im Google-Casino

Um die Algorithmus Updates von Google brodeln seit jeher die Gerüchte-Küchen. Es wird spekuliert, mit statistischen Zahlen um sich geworfen und die Leser werden mit etlichen Best Practices zugedeckt. Gleichzeitig weiss aber niemand so genau, was wirklich läuft. Und hat jetzt Google das Update bestätigt oder nicht? Wer garantiert mir, dass die Aussagen der Wahrheit entsprechen? Vielleicht liegt es auch nicht primär an Google, sondern mehr an solchen, die es mögen, aus der Mücke gleich einen Elefanten zu machen.

3. Qualität der Suchergebnisse lässt nach

Nebst den positiven Versprechungen von Google hat das Penguin Update eher zu einer erheblichen Senkung der Qualität in den Suchergebnissen geführt. Seiten, die nicht existieren resp. nicht aufgerufen werden können (404), ranken zum Teil in den Top Positionen, auch Duplikate und parked Domains. Demzufolge wurden gute Seiten durch diese Error-Seiten verdrängt. Bereits Philipp Sauber berichtete in seinem Videopost Anfangs Monat darüber.

4. Mit dem Disavow-Tool wird alles besser

Nach Einführung des Penguin Update ging ein regelrechtes Wettrennen los, schlechte Backlinks loszuwerden. Schon beinahe ohnmächtig vor Link-Tabellen erfreuten wir uns am sog. Disavow-Tool, das uns bei der Befreiung dieser bösen Links helfen würde. Eines aber verstehe ich nicht: Google „beruhigt“ uns mit der Aussage, dass schlechte Links nicht zur Bewertung berücksichtigt werden. Warum müsste ich mich also darum bemühen, solche Links zu entfernen? Ich kann doch unmöglich alle meine Backlinks kontrollieren. Oder kann ab jetzt einfach jemand willkürlich schlechte Links auf meine Website richten, damit ich 100 Stunden darum investieren darf, diese wieder loszuwerden? Ich kann mir schlecht vorstellen, dass dies der Vorstellung von Google entspricht.

5. Ich les‘ recht wenige Erfolgsgeschichten

Das mit dem Penguin Update mag ja wahr sein und meine Vermutugen falsch. Doch ich finde praktisch keine Erfolgsgeschichten. Das „berühmte“ Recovery von WPMU.org jedenfalls schaut für mich eher nach einem manuellen Vorgang seitens Google aus als eine normale Auswirkung eines Algorithmus. Ein schönes Exempel statuieren und dadurch die SEO-Agenturen einschüchtern?

Was haltet ihr von meinen Vermutungen? Könnt ihr diese untermalen oder habt ihr Punkte, die diese widerlegen? Kennt ihr Erfolgsgeschichten auch von kleineren, 0815-Unternehmen? Ich freue mich auf eure Feedbacks!

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4 Kommentare

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  1. Timotheus Bruderer | 1.03.2013 08:13

    Der Studie von seo-united.de zufolge liegt der Anteil von Google in Deutschland aktuell bei 80%, wobei diverse kleinere Suchmaschinen ebenfalls Google verwenden.
    (http://www.seo-united.de/blog/google/suchmaschinenverteilung-im-februar-2013.htm)

  2. Steffen | 1.03.2013 07:59

    Hallo,
    ich habe die Nutzungszahlen für DE nicht parat, die werden aber nicht besser aussehen…

  3. Timotheus Bruderer | 1.03.2013 07:45

    Hallo Steffen
    Danke für deinen Input! Ja, solche Statistiken können sich manchmal durchaus ergeben. Wichtig ist, die Richtlinien der Suchmaschinen einzuhalten und den Fokus auf das letztendliche Ziel von SEO zu richten – auf den Traffic, was bei dir ja positiv aussieht.

    Da in der Schweiz (noch) über 90% Google als Standard-Suchmaschine gebrauchen, müsste man mit die Bing-Aktion mit Ausdauer durchführen 😉

  4. Steffen | 1.03.2013 05:52

    Hm,
    könnte was dran sein. Wir haben seit Dezember einen fallenden Sichtbarkeitsindex, mehr Seiten im Index als sonst, durchaus auch etwas schlechtere Rankings – aber trotzdem so viele Besucher wie nie zuvor. Das ist etwas schwierig sinnvoll zusammen zu bringen.
    Der Linkaufbau bestand in den letzten Jahren natürlich auch aus Webkatalogen, Bookmarks etc., hier wurde aber auch drauf geachtet nicht jeden Müll mitzunehmen.
    Das mit der miserablen Qualität der Suchergebnisse ist in vielen Bereichen so.

    Letzendlich hätten die Seitenbetreiber ja die Möglichkeit am längeren Hebel zu setzen. Vielleicht sollte man mal eine Aktion starten „Heute schon gebingt?“ und den Nutzern erzählen, dass sie mitunter bessere Ergebnisse bekommen könnten als bei Google.

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