Kreative Ideen für den Valentinstag online: nicht nur eine Challenge für Pärchen…

Valentinstag OnlinePersönlich sagt mir der Valentinstag nicht zu sehr zu. Die Idee, auf Kommando einmal im Jahr dem Liebsten zu zeigen, dass man ihn doch noch mag scheint mir etwas erzwungen. Dennoch, diese Art von Feiertag ist für jedes Business ideal um Content für alle Social Media Präsenzen zu generieren. Doch wie umsetzen? 

Fokussieren wir mal auf die gängigste Plattform Facebook und überlegen in erster Linie, was unser Publikum sucht. Zurzeit, nennen wir sie mal die „vorvalentinischen Zeit“, sucht es vor allem Ideen – kreative Kleinigkeiten und Inspirationen, wie man den Schatz überraschen kann. Hier lohnt es sich, auch mal über den Tellerrand hinauszuschauen, anstatt die eigenen Produkte zu bewerben. Sagen wir, ein Brand postet eine Woche lang Vorschläge für Geschenke – eines davon ist aus der eigenen Linie. Auf diese Weise ist das Produkt gut eingebettet, der Nutzer empfindet die Kommunikation nicht als störende Werbebotschaft und wird unter Umständen das Produkt als Geschenk auswählen. Möglichst noch einen 10% Gutschein als PDF oder eine  Foursquare Aktion o.ä. anhängen, dann ist der Anreiz platziert.

Zum perfekten Geschenk gehört jedoch noch die traditionelle Valentinskarte. Sei es print oder digital, nichts ist so romantisch wie ein paar eigene Worte. Wieso nicht eine digitale (oder print) Karte online stellen und die Abonnenten der Seite diese ausfüllen (ausdrucken) und versenden oder auf die Wand posten lassen? Ist die Idee hübsch umgesetzt, spricht sich die Sache schnell rum. Und der Aufwand ist gering, um die „darüber sprechen“-Zahl zu erhöhen.

Nicht zu vergessen sind die Valentins-Hasser, eine weitere dankbare Zielgruppe für Input. Hier muss ich mich als Marke fragen, wo ich stehen möchte und vor allem wo sich wohl meine Zielgruppe befindet. Ein Alternativprogramm für den Valentinstag oder „I don’t like V-Day“-Karten wären hierfür eine Idee. Aber mit dem „Anti-Thema“ lässt sich so einiges Kreatives anstellen. Man darf auch ein bisschen böse sein…

Am Valentinstag selbst sind Geschenkideen (ausser sie sind super, super last-minute wie ein ausdruckbarer Spa-Gutschein o.ä.) passé, es gilt, dem eigenen Kunden etwas „Liebe“ zu zeigen. Dankesmessages, kleine Aufmerksamkeiten (%-Gutscheine, Specials, gratis-Produkte im Laden vor Ort für den Tag etc.) sind jetzt aktuell. Doch alles im Rahmen und nicht zu kitschig. Der Header darf gut und gerne ein paar Herzchen enthalten und die Wand darf mit ein, zwei hübschen Bilchen geziert werden, aber nicht übertreiben, denn es wird nicht nur einen Brand auf Facebook geben, welcher etwas für Valtentinstag geplant hat…

Als letztes noch ein Modetrend der sicher (mindestens dieses Jahr noch) funktioniert: Infografiken – mit Humor aufgebaut und hübsch gestaltet, sei es Anti- oder Pro-Valentinstag – da sollten einige Shares drin liegen. Aber auch hier nicht übertreiben, unser Computer-Screen hat nicht die Grösse eines Fussballfeldes.

Dies sind nur einige basic Ideen, und ich bin sicher dass uns viele kreative Köpfe dieses Jahr wieder überraschen werden. Alles in allem ist V-Day der perfekte Marketing-Tag, und so soll er auch genutzt werden! Und damit wir nicht ganz unromantisch erscheinen widme ich – ganz im Namen der oben definierten vorvalentinischen Zeit – diesen Beitrag meinem Zukünftigen 😉

Valentinstag online – süss, störend, oder einfach nur lahm? Welche Aktionen würdest du noch tolerieren? Was geht gar nicht? 

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3 Kommentare

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  1. Jenny Peier | 19.02.2013 09:50

    @Julius: Da bin ich deiner Meinung. Persönlich sind online-Feiertage bereits fast störend, wie die zu frühe Osterschokolade in der Migros. Der Erfolgsfaktor ist an sich ja die Überraschung – da wären Kampagnen zu off-peek-Zeiten wohl eher zu empfehlen.

  2. Julius | 18.02.2013 15:16

    Die Challenge ist nicht nur Valentinstags, sondern auch Weihnachten, Ostern, Pfingsten: Immer die Gleiche!

    Die eigentliche Herausforderung stellt sich kaum noch den Verliebten oder Schenkenden. Zur Not tut es eben auch eine Aufmerksamkeit, die schnell noch an der Tanke gekauft wurde. Die große Challenge kommt wohl eher auf die verschiedenen Business Bereiche zu, die sich darüber Gedanken machen müssen, ob die gesetzten Contents in den Social Media Präsenzen, so noch wirklich ankommen. Viele User schalten geistig zu schnell ab, wenn einfach zu viel auf einmal an Werbung aufpoppt.

    Ein großes Übermaß an Werbung ist eben das Gegenteil von gut gemeint! Das wird ja gerade auch sichtbar in Warschau, wo gegen die viele Werbung an den Häuserfassaden von der Stadtverwaltung vorgegangen wird. Die Bewohner empfinden diese ständig blinkenden und leuchtenden Werbungen als zu viel und störend.

    Deshalb ist es wohl an der Zeit sich eher in den Agenturen Gedanken zu machen, wo die neuen Herausforderungen in richtig gesetzter Werbung liegen. Der Abnutzungseffekt ist einfach schon zu weit fortgeschritten. Doch die Idee ein Feature zu setzen zum Valentinstag mit einem Herzen, in dem sich eine PDF-Datei mit einem 10-prozentigen Gutschein öffnet, kehrt wieder zu den Ursprüngen und dem Sinn des
    Schenkens zurück.

  3. Sven | 14.02.2013 19:34

    individuelle Schweizer Schokolade geht immer 🙂

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