Wie teilt man Inhalte richtig? Upworthy zeigt es vor

Upworthy Beitrag Diagramm

Quelle: www.upworthy.com

Upworthy ist die am schnellsten wachsende Media-Plattform der Welt mit bereits 8,7 Millionen Besuchern im Oktober, laut Medien-Portal Business Insider.
Egal ob via Facebook, Twitter oder Google+ – Wir teilen vieles und gerne. Unser Leben, dessen Höhen und auch Tiefen. Mittlerweile teilen wir aber nicht nur was uns wichtig ist, sondern auch Lustiges oder total Unsinniges. Häufig geht gar bei all dem Unsinn das Sinnige unter. Doch wie können wir wichtiges an die Oberfläche bringen und anderen schmackhaft machen? Upworthy zeigt es uns vor mit Videos wie „Bully Calls News Anchor Fat, News Anchor Destroys Him On Live TV“, welches die bewundernswerte Reaktion einer Moderatorin auf einen verletzenden Leserbrief zeigt, oder
„A Tea Partier Decided To Pick A Fight With A Foreign President. It Didn’t Go So Well.“ In dem Michael D. Higgins über die gesamte US-Politik wettert.  Es liegt nicht daran was es ist, sondern wie man es präsentiert.

Das Upworthy-Diagramm oben links zeigt ihre Firmenpolitik: gute Beiträge müssen Faszinierend, ansprechend präsentiert und eine gewisse Bedeutung/Relevanz haben.

Wichtig bei diesem Konzept ist vor allem: Der Inhalt soll Viral werden. Anders gesagt: möglichst viele Nutzer sollen es teilen, und so auch deren Freunde. Wie erreicht man das? Genau: die Leute müssen den Titel ansprechend finden und den Beitrag sofort lesen wollen.
Aus diesem Grund wird deshalb auch besonders auf den Titel Wert gelegt. Jeder Upworthy Autor muss zuerst 25 Titel schreiben, aus dem dann von der Redaktion der beste Titel ausgewählt wird. Erst dann wird der Beitrag freigegeben.

Zwei Titel über Affen

Quelle: www.upworthy.com

Die Wahl des Titels ist Entscheidend; Gut zu erkennen an dem Beispiel in diesem Bild:

Beide Bilder verlinken auf genau den gleichen Beitrag, sie unterscheiden sich lediglich im Titel und im Titelbild. Während auf die eine Titel-Bild-Combi nur 8000-mal geklickt wurde, wurde auf die andere Combi 474‘000 mal geklickt. Der Unterschied? Das rechte Bild spricht mehr Leute an und animiert zum klicken.

Wie kommt die Redaktion von Upworthy auf solche hohen Zahlen für ihre Beiträge? Ganz einfach: durch A/B Testing: simple Tests, welche Probegruppen auf eine alternative Version der Website leiten. Dadurch finden sie heraus, was die Leute anklicken und wieso sie es anklicken.

Ein Beispiel hierfür sind die „mitfliegenden“ Share-Buttons:  Upworthy hat getestet, ob die Leute eher einen Beitrag teilen, wenn ein zusätzlicher Share-Button auf der linken Seite eingeblendet wird solange sie mit der Maus über dem Beitrag verweilen. Das ist  zwar nicht wirklich etwas neues, aber vielleicht könnte man so die Share-Buttons effektiver einsetzen.

Die Share Buttons auf der Seite

Diese kleine Anpassung hat einen Zuwachs von 338% von Shares bei den meisten Beiträgen bewirkt. Upworthy will also nicht einfach nur Inhalte bereitstellen… Sie wollen die Benutzer dazu bewegen mehr Beiträge zu teilen, und belegen ihre Erfolge bei den Tests mit Zahlen.

Upworthy hat damit ein interessantes Konzept aufgegriffen. Wer die Präsentation von Upworthy als Slideshow ansehen will, kann sich diese hier zu Gemüte führen.

Wie formulierst du einen Blog-Titel? Testest du auch diverse Formen des Bloggings aus um die goldene Mitte zu finden? Ist die Präsentation des Blogbeitrags genauso wichtig, oder ist und bleibt Content der King?

 

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