Social Search – Automatisiertes Crowdsourcing

Hier wären Social Search (Icons) zu sehenSuchmaschinenoptimierung hat sich mittlerweile zu einer eigenen Wissenschaft entwickelt, Suchmaschinen wie Google setzen ihr Können und Wissen dafür ein, uns die Suchresultate zu liefern, welche für uns am relevantesten sind, während Webanbieter alles daran setzen ein gutes Ranking zu erzielen. Fundiertes Knowhow in diesem Bereich ist selten und daher teuer und wer einen guten Platz erreicht, der profitiert davon, nicht nur im Web, sondern monetär im Daily Business. Doch stehen wir bereits einer neuen Ära der Suchkultur gegenüber?

Social Search – die Idee dahinter klingt weder wahnsinnig innovativ noch sehr aufregend. Trotzdem – wir alle werden bereits von dem neuen Trend tangiert, eventuell sogar ohne es zu wissen. Ein Beispiel? Sind wir bei Google eingeloggt (und wir brauchen dafür nicht einmal einen Google+ Account, ein reiner Google (Mail) Account reicht völlig),  zeigt uns Google Suchresultate basierend auf unserer Inbox, unseren Freundeslisten, E-Mail-Verzeichnisse etc. Bereits hier befinden wir uns also in einer Art „Bubble“ – das uns präsentierte Wissen wird durch unser soziales Umfeld gefiltert. Aber gehen wir an dieser Stelle noch einen Schritt weiter.

Ein Beispiel: Facebook wird zur Suchmaschine. Wir nutzen Facebook heute, um bei Freunden Antworten und Meinungen zu Produkten abzuholen und vertrauen auf deren Input. Doch was, wenn dieser Prozess automatisiert würde? Wir alle kennen bereits Search in der Facebook Toolbar, mit welchem wir nach Freunden, Seiten, Events etc. suchen können. Was, wenn wir nach Produkten suchen könnten (Bsp.: Laptop) und darauf Vorschläge von empfohlenen Produkten von Freunden in Form von Facebook-Ads sehen würden?

Doch wo liegen die Gefahren? Ganz einfach: wir suchen uns unser Netzwerk nicht thematisch aus, sondern stellen es zusammen aus Arbeitskollegen, Freunden aus der Ausbildungszeit, Familie und Verwandten. Doch nur weil mein Onkel und meine Freundin aus der Primarschule eine bestimmte Automarke einmal geliked haben (vor allem in Zeiten von Wettbewerben, welche ein „Like“ einer Seite als Voraussetzung für eine Teilnahme erfordern), heisst dies noch nicht, dass die Marke dem entspricht, was mir meine Freundin direkt empfehlen würde, noch dem, was wirklich zu mir passt oder generell empfehlenswert ist. Das Gütekriterium hinkt somit gewaltig.

Wie könnte das Problem gelöst werden? Ein Social Network müsste sich mit einer ausgereiften Suchmaschine verbinden, den Suchalgorithmus dieser integrieren, und, ähnlich wie Google, die soziale Komponenten sozusagen als „Top Layer“ über die Relevanz-Zuschreibung der Suchmaschine legen, um wirklich relevante Informationen auszuspucken, diese dann z.B. in Form von Facebook Ads. Ist dies getan, könnten Facebook und co. von einem riesen Pool an Informationen profitieren, welchen sie bereits besitzen, jedoch bisher einfach noch nicht so ganz richtig einzusetzen wissen….

Was hältst du von Social Search?  Denkst du, du würdest ein automatisches Crowdsourcing im Alltag auch einsetzen? Wo siehst du Probleme und Gefahren?

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1 Kommentar

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  1. Crowdsourcing | 7.12.2012 16:06

    naja. Die Überschrift automatisiertes Crowdsourcing trifft es jetzt nicht so ganz. Aber ich denke schon, dass social search die Ergebnisse von Suchmaschinen verbessern wird. (und den Alltag für SEO macht es auch schwerer)

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