Noise Filter / Filter Stream – Zukunft im Social Web?

Da könnten dem Online Marketer die Haare zu Berg stehen – oder man stellt sich dieser Hürde und sieht die Chance darin, den Job besser zu machen. Für den User wird die Informationsfülle mehr und mehr eine Last. „Content is King“ gilt somit die Devise für uns als Informationsaufbereiter / -verteiler. Die Social Networks versuchen hierzu die Relevanz für den User mit Algorithmen festzulegen – auch Drittanbieter gibt es mehr und mehr. Was macht der User wenn ihm mein „Lärm“ zu viel wird?  Dalton Caldwell hielt ein Referat zu sogenannten Noise-Filtern – ist das die Zukunft des Social Web?

Die Informationsmenge nimmt mehr und mehr zu; E-Mails, SMS, What’s App Nachrichten, die Aktivitäten in all den Social Networks in denen wir aktiv sind… alles digitaler Lärm. Wie gehen wir mit diesem Lärm um? Wie gehen wir gegen Leute oder Unternehmen denen wir folgen vor, die diesen Lärm unnütz noch verstärken? „Content is King“ – begleitet uns nun schon seit längerem im Social Media Marketing und auch SEO, die Branchenprimusse Facebook und Google sind an dieser Entwicklung nicht ganz unschuldig. Vermehrt spricht man zudem nicht nur über Content allein, sondern von sogenanntem ‚Engaging Content‘ – also involvierenden Inhalten, d.h. Beiträge, die die Interaktion fördern.

In Paris fand vergangene Woche die LeWeb 2012 statt. Hierzu gab es u.A. ein knapp 20 Minütiges Referat von Dalton Caldwell (CEO, App.net) zum Thema Social Signals und Noise Filtern. Ein prominentes Beispiel zu so einem Noise Filter ist vielleicht Facebook’s EdgeRank. Bekannterweise schränkt ja der Edge Rank die Reichweite von Facebook Pages ein. Bei Facebook heisst diese Funktion scheinbar simpler, nämlich Newsfeed Algorithmus. Klar der Marketer oder auch der Endkunde würde hier sagen: „Na toll, dafür muss man jetzt die Reichweite einfach einkaufen!“ – Denn prompt wurde neben den üblichen Facebook Ads dann der Promoted Post lanciert. Allerdings sollen rund 160 Faktoren den EdgeRank beeinflussen, welche dafür sorge tragen sollen, dass die User nur die für sie wichtigsten Beiträge zu sehen bekommen.

Gemäss Caldwell wird der User in Zukunft noch mit wesentlich mehr Informationsfülle zurechtkommen müssen. Was macht ein User wenn ihm der „Lärm“ zu viel wird? Was machen wir bei einer Privatperson, die zu viele unnütze Posts publiziert – also meinen Newsfeed spamt? Entweder freundlich (oder unfreundlich geht auch) auffordern dies zu unterlassen oder unfrienden / unfollowen – und beim Unternehmen? Den Unfan-/Unfollow Button Klicken – etwas was uns als Community Manager natürlich weh täte. Selbstverständlich stehen wir auch aktiv in der Verantwortung, dem Fan / Follower / Friend entsprechend attraktiven Content zu geben! Facebook’s EdgeRank soll dies fördern. Auch Google+ bietet ihren Nutzern einen „Noise-Filter“ an. Im Gegensatz zu Facebook kann man diesen allerdings manuell setzen, pro Circle kann man mit einem Regler definieren, wie Lautstark wir die Beiträge hören bzw. sehen möchten.

Mehr und mehr E-Mails & Newsletter landen im Postfach. Es gibt immer mehr Tools die es uns ermöglichen, unsere Inhalte in Social Networks schneller & effizienter zu teilen. Die Aufnahmefähigkeit des Nutzers ist begrenzt – so versuchen die Plattformen via Filter und Algorithmen diesem Umstand entgegen zu wirken. „Quality Matters“ und für die Massen an Informationen – oder eben Lärm – wird nach einer technischen Lösung gesucht. Auch Drittanbieter haben sich bereits hervorgetan, so filtern Dienste wie SaneBox oder Unroll.me den E-Mail Account, um so mehr Aufmerksamkeit auf wichtige Mails zu lenken.

Ein digitaler Assistent gegen den Daten-Lärm und zur Bewältigung der Masse an Informationen; der Noise Filter / den Stream filtern – ist das die Zukunft im Social Web? Was hält ihr davon? Wie geht ihr mit diesen vielen Informationen um oder ist es einfach viel Lärm um nichts?

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