Facebook will Userdaten besser nutzen

FacebookObwohl Facebook viele Daten von den rund 150 Millionen Nutzer hat, konnte das Unternehmen keinen Profit daraus schlagen. Mit dem Umfrage-Tool „Engagement Ads“ soll das nun anders werden.

Am WEF in Davos hat Facebook ein neues Toll vorgestellt. Mit dem können nun Unternehmen bei der gewünschten Zielgruppe Umfragen starten. Das Tool mit dem Namen „Engagement Ads“ nutzt dabei die die bestehenden Daten der Facebook User wie Geburtstag, Herkunftsland, persönliche Informationen (zB. Familienstand) und die sexuelle Ausrichtung.

„Engagement Ads“ wurde am WEF in Davon vorgestellt und eine erste Umfrage wurde präsentiert. Dabei wurde den palästinensischen und israelischen Facebook-Usern eine Frage über den Weltfrieden gestellt. Auch in den USA wurde ein Test bei 120‘000 Nutzern gestartet. Innert Minuten lagen die ersten Ergebnisse vor, also praktisch in Echtzeit.

Die Marktforscher sehen in dem neuen Tool grosses Potenzial, da die Umfrage sehr einfach bei der gewünschten Zielgruppe erfolgen kann und sehr schnell Ergebnisse liefert.

Kommen solche Umfragen bei den Facebook-Usern an oder ist das für ein Social Network bereits wieder zu kommerziell?

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5 Kommentare

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  1. Christian | 4.02.2009 14:12

    Pauschal kann man nicht sagen, ob die Umfrage gut ankommen wird. Ich würde sagen, dass kommt erstmal auf die Fragen an. Sind es sehr persönliche Fragen, dann würde ich die Umfrage nicht machen, weil ich finde, dass es einfach niemanden etwas angeht. Sind es aber allgemeine Fragen, dann habe ich damit kein Problem. Der zweite Punkt ist der Zeitfaktor. Dauert eine Umfrage länger als 10 Minuten, dann wird es nur wenige Menschen geben, die sich wirklich dafür interessieren, deshalb sollte man die Umfrage eher kurz halten. Dann ist das vollkommen OK.

  2. Yves | 3.02.2009 18:06

    Das wird wohl die Richtung sein, die Facebook einschlagen wird, um endlich mal Geld zu verdienen. Die Userdaten sind ja das wahre Vermögen von Facebook.

    @Christian Müller: Die Teilnehmer werden nicht belohnt. Facebook nutzt hier den Drang der User zur Meinungsäusserung. Es wird ja auch kein User belohnt, der sich als Fan von irgendwas outet.

  3. Christian Müller | 3.02.2009 15:34

    Werden Teilnehmer einer solchen Umfrage belohnt? Wenn ja, in welcher Form? Oder was hat ein Facebook-Mitglied davon, wenn es an einer solchen Umfrage teilnimmt?

  4. John | 3.02.2009 13:46

    Ob Facebook damit gross Einnahmen generieren kann bezweifle ich. Doch die Idee finde ich gut und ist für Unternhemen eine interessante Sache für die Marktforschung. Da Facebook bis jetzt eher zurückhalten war mit der Platzierung der Werbung, werden sie das bei der Umfrage auch sein.

  5. Mäde | 3.02.2009 11:07

    wenn die umfrage schön dezent in facebook erscheint, dann werde ich da sicherlich auch mal klicken und stören tut mich das nicht. wenn aber ein lästiges pop up oder Fenster erscheint, dann wird das kaum akzeptiert und die user protestieren. ich bin gespannt auch auf die ersten umfragen in der schweiz.

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