Mama Online – Mütter auf Social Media

Pinterest brachte das Thema auf den Tisch: Nicht nur wurde die Mutter als Social Media Target erkannt, es wurden auch Stimmen zum Thema Feminismus und Emanzipation laut. Besteht das Social Media-Frauenbild wirklich nur aus Cupcakes und Hochzeitskleidern? Wie lässt sich die „Social Media Mom“ einordnen und ansprechen, und was hat das für Social Media Kommunikation von Brands zu bedeuten?

In Amerika ist jede 5. Frau, welche das Internet regelmässig benützt auf Pinterest. Das Publikum der Plattform ist zu über 60% weiblich. Dabei spannend ist, dass die Hauptthemen, welche die „Pins“ ansprechen, Rezepte, Home Decor, Fitness und Modetipps sind.  Dies knapp gefolgt vom Thema Hochzeit. Artikel mit Titeln wie „How Pinterest is killing Feminism“ machen auf eine „grosse Gefahr für die Entwicklung der Frau“ aufmerksam, während online augenscheinlich die „Business Women“ durch Betty Crocker ersetzt wird. 

Doch welche Frauen benützen Social Media eigentlich wirklich und was suchen sie? Neuere Studien haben gezeigt, dass Busy Moms bzw. aktive Mütter Facebook als „Auszeit“ von ihrem Alltag verwenden, und dies bis zu 3 Stunden pro Tag. Dies führt dazu, dass Mütter am ehesten ihre Lieblingsmarken über Facebook „liken“ und verbreiten. Zudem lassen sie sich häufig von Blogs zu online-Käufen inspirieren. Eine spannende Zielgruppe also.

Dies zeigte sich auch kürzlich im Amerikanischen Wahlkampf: Eine Aussage der Demokratin Hilary Rosen, welche behauptete, die „stay at home-Mom“ Frau Romney hätte keinen einzigen Tag in ihrem Leben gearbeitet, löste einen regelrechten Shitstorm aus. Das Romney Lager witterte sofort eine unbearbeitete Zielgruppe und gründete die Facebook-Seite „Moms for Mitt“, welche innert kürzester Zeit über 80’000 Mitglieder zählte. Romney wusste diese lange ignorierte Zielgruppe im Social Media Bereich also zu nutzen.

Für die Werbeindustrie lässt sich daraus ableiten, dass es sich durchaus auszahlen kann, online Frauen, und speziell Mütter anzusprechen, was nicht heissen soll, dass die Zukunft des Social Media Advertising die Überflutung von Facebook mit Rezeptideen und Deko-Tipps und damit den Tod der Emanzipation bedeutet. Vielmehr sollten sich Brands fragen, wie man die „Frau von heute“ anspricht und inspiriert, und damit ein aktuelles Frauenbild vermittelt, womit die Zielgruppe online abgeholt werden kann. Gerade in diesem Bereich sehe ich persönlich grosses Potential.

Und in diesem Sinn sprechen wir heute einmal nur die weiblichen Besucher direkt an: Welche Informationen wünscht ihr euch über Social Media?

Weiterempfehlen

image description

Kommentieren

3 Kommentare

image description
  1. Jenny Peier | 17.11.2012 10:55

    Liebe Frau Fischer, hier ist die Basis für die Ergebnisse: http://mashable.com/2012/10/31/moms-facebook-me-time-study/ mit weiteren Links zur Nachverfolgung! Herzliche Grüsse

  2. Marie-Anne Fischer | 16.11.2012 14:00

    Hallo Frau Peier,

    danke für den Artikel. Mich würde nur interessieren, auf welche Studie Sie in ihrem Text anspielen.

  3. Denis Jäger | 2.11.2012 11:28

    Eure Frage: Besteht das Social Media-Frauenbild wirklich nur aus Cupcakes und Hochzeitskleidern?
    Meine Antwort: JA! Besucht mal einen Cupcake Event von http://www.miomente.de
    Dort sind meistens Frauen die über die Plattform, an solchen exklusiven Backkursen teilnehmen..

    Weitere Fragen? Fragen ! 🙂

Kommentar schreiben

Please copy the string eiAuel to the field below: