Wo liegt die perfekte Keyworddichte für Google?

Yves Moret, 31.10.2012 3 Kommentare

Contenterstellung für SuchmaschinenDies ist eine Frage, die man sich vor ca. 2 Jahren noch hätte stellen können. Mittlerweile hat sich bei Google so einiges geändert. Da bei Google schon immer der User der Suchmaschine im Zentrum stand und steht, möchte sich der Suchmaschinen Riese natürlich an den Benutzern orientieren.

Vor ein paar Jahren war die Semantik bei der Suchmaschine von Google noch nicht so weit entwickelt, wie sie heute ist. Beim Algorithmus war man darauf angewiesen, ein-fach die Keywörter zu zählen. Dies lieferte Ergebnisse, mit denen man nur schlecht die wirklichen Bedürfnisse der menschlichen User traf. Das Hirn eines Menschen „sieht“ nicht nur die Keywords. Es nimmt auch Synonyme und ähnliche Begriffe auf und setzt diese in einen logischen Zusammenhang mit dem gesuchten Wort. Auch kann ein Mensch auf anderen Seiten der Website sehen, ob diese zur gesuchten Thematik passen und so für sich bewerten, ob die Site ihm den Nutzen bringt, den er sich vorgestellt hat.

Nun ist heute die Semantik der Suchmaschinen so weit gediehen, dass ein Überladen einer Webseite mit ein und demselben Keyword (Keyword Stuffing) keinen Sinn mehr macht. Im Gegenteil, Google wird daraus schliessen, dass hier probiert wird, die Seite künstlich aufzuwerten und wird sie auch entsprechend bewerten.

Wichtig ist auch, auf anderen Seiten der Site themenrelevant zu schreiben. Gerade mit den Panda und Pinguin Updates wurden von Google vor allem Sites abgewertet, die zwar auf den einzelnen Seiten guten Content boten, dieser aber über die ganze Site viel zu heterogen war. Das heisst, wenn Google auf den anderen Seiten Content findet, der zur Zielseite viel zu wenig relevant ist, stinkt das für die Suchmaschine nach künstlichen Backlinks.

Wie sollte der Content also aussehen. Am besten werden die Keywords gar nicht bewusst beachtet.  Auf eine bestimmte Keyworddichte legt Google keinen Wert mehr. Wichtiger ist, dass der User guten Content vorfindet, der auch das Thema behandelt, das er sucht. Google hat mittlerweile die besseren Mechanismen um die Relevanz einer Seite zu messen, als blosses Keyword zählen.

Am Wichtigsten ist es, darauf zu achten, dass der User auch die Informationen findet, die er bei der Suchmaschine gesucht hat. Sollte es sich so verhalten, dass Google die Zielseite gut platziert (aufgrund von geschicktem SEO), die User den Suchtreffer auch anklicken aber die Seite dann innerhalb kurzer Zeit wieder verlassen und wieder zu den Suchresul-taten zurück kommen, dann ist es ein Leichtes für Google, die Seite für diesen Begriff wieder abzuwerten.

Das Learning daraus ist, dass man zwar mittels SEO die Suchmaschinenresultate beeinflussen kann? Sollte dies aber auch länger als drei Wochen anhalten, muss man zwingend auch Content bieten, die den User interessiert.

Wie seht ihr das? Wenn ihr Content produziert. Achtet ihr da auf etwas oder schreibt ihr einfach so, dass sich ein Leser davon angesprochen fühlt? Freu mich wie immer auf euer Feedback auf allen Kanälen.

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3 Kommentare

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  1. Christian Mäder | 2.11.2012 11:35

    Genau, es lohnt sich die den Wert Absprungrate zu beobachten. Steigt dieser, dann finden die Leute nicht das was sie suchten. V.a. wenn die Besuchsdauer dann auch noch kurz ist, ist das ein guter Hinweis das für Google (und den Publisher) dass der Content einfach nicht stimmt.

    Die Frage nach Keyowrddichte stammt wirklich aus den 90ern 🙂

    SEO vs. Access for all
    Und das beste SEO ist meiner Meinung nach immer noch Zugang für alle zu schaffen! Sauber und barrierenfrei programmieren bringt’s, denn wenn eine Vorlesemaschine die Page für einen Blinden gut übersetzen kann, dann wird die Seite auch von Google gut verstanden.

  2. Yves Moret | 31.10.2012 12:21

    @Damian

    Danke für deinen Kommentar. Zu deiner ersten Frage. Nein, das ist keine Ironie, ist mein voller Ernst. Natürlich kann das Keyword auch vorkommen, was zählt ist, wie natürlich der Text wirkt und wie die Relevanz zum Keyword ist. Wenn ich dann beim Schreiben des Textes nur auf die Keyworddichte achte, wird es ziemlich schnell künstlich wirken und der User findet sich auch nicht so richtig angesprochen. Wir haben bei Kunden unzählige Zielseiten unter den Top 10, die das Keyword höchstens einmal auf der Seite erwähnen.
    Wenn du das Problem hast, dass andere Seiten deiner Site von Google als relevanter angeschaut werden, kannst du dies ev. per optimiertem Title Tag oder aber über die interne Verlinkung lösen. Die richtige Zielseite sollte in der Hirarchie über den anderen stehen. Wenn Google eine Seite als relevanter einstuft, dann ist das auch so und auch die User werden die Seite als wichtiger ansehen.

  3. Damian | 31.10.2012 10:45

    Hallo, netten Blogbeitag nur:

    „Am besten werden die Keywords gar nicht bewusst beachtet.“
    -> Ist das Ironie?

    “ Auf eine bestimmte Keyworddichte legt Google keinen Wert mehr.“
    -> Referenz für diese Aussage?
    Ich erlebe nämlich das Gegenteil (bei Kunden): Wenn ein Keyword nur 1-2 Mal auf der eigentlichen Seite vorkommt, das Keyword aber auch bei anderen Seiten einer Webseite vorkommt, so kann Google oder Bing das Keyword (bzw. das Suchwort bei den SEs) nicht mehr der eigentlichen Seite zuordnen. Wenn dann noch eine gute interne Verlinkung aller Seiten vorhanden ist, ist das Chaos perfekt….

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