Social Media – wo soll ich posten?

Bryan Graf, 29.10.2012 7 Kommentare

Social Media Plattformen Prisma

Facebook, Twitter, YouTube, Google+, Foursquare, Xing, LinkedIn, Pinterest, Instagram, Flickr, SoundCloud, Spotify, einen eigenen Blog aufsetzen… und wie sieht’s mit dem Klout Score aus? Social Media ist nicht nur Facebook, sondern eine breite Welt voller Tools, Communities, Content, Teilen, Dialog und Interaktion. Wo soll ich meinen Status posten? Auf welche Plattformen soll ich als Unternehmen setzen?

Viele von euch haben das Social Media Prisma (siehe Bild oben) irgendwo schon mal gesehen. Das aktuellste Social Media Prisma (Version 5.0) wurde per 12.09.2012 publiziert – und wie man sieht (darauf klicken um es grösser anzuschauen) handelt es sich bei Social Media nicht nur um Facebook, YouTube oder Twitter. Social Media macht einen nicht unbedeutenden Teil des Internets aus und ist wahrscheinlich mitunter auch ein Grund, weshalb viele von uns tagtäglich online sind. Und mittlerweile nicht nur mit dem Laptop oder PC von Zuhause aus oder im Büro, sondern auch mobil von Unterwegs und mit dem Smartphone. Vorige Woche wurden erste Resultate der neuen JAMES-Studie (Jugend, Aktivitäten, Medien Erhebung Schweiz) von der Swisscom und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW publiziert: Bei 1000 befragten Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren hat sich der Anteil der Smartphones mit 79% innert zwei Jahren fast verdoppelt. Dazumals gaben zudem lediglich 16% an per Handy im Internet zu surfen, heuer sind es 66%. Ein Trend, der nicht nur in der Schweiz zu beobachten ist. Gut 50% aller Facebook User weltweit loggen sich auch mobil ein, aber auch Twitter und Google+ sind mobil stark verbreitet.  Mit der Zunahme von Smartphones und all den Tablets dürfte der Mobile-Markt in Zukunft noch viel stärker an Bedeutung gewinnen.

Ein Leben ohne Social Media können sich viele schon gar nicht mehr vorstellen und wie konnten wir früher nur ohne unsere Apps unterwegs sein? So wurden auch die Apps (mobile) ins Social Media Prisma aufgenommen, welche die hohe Nutzung der Smartphones wiederspiegeln sollen. Für Leute wie mich im Online Marketing / Social Media Business, sind zudem auch die Social Media Tools wichtig. Denn längst ist Social Media nicht nur private Sache sondern ein Markt, in welchem sich Geld verdienen lässt. Online Marketer müssen die Vielzahl an Kanälen effizient managen ohne den Überblick zu verlieren. Irgendwo muss auch die Spreu vom Weizen getrennt werden und so sind jüngst auch Dienste hinsichtlich Online Reputation hinzugekommen: Welche Firmen erzielen die grösste Reichweite, wer ist in der Branche ein wahrer „Influencer“ – oder „Opinion Leader“ wie ich es früher im Marketing gelernt habe? Der KloutScore hat sich zwar noch nicht ganz durchgesetzt, aber dieser und ähnliche Services könnten zukünftig auch eine Rolle beim Social Recruiting spielen.

Es gibt immer wieder Unternehmen, die sich die Frage stellen: „Weshalb Social Media?“ oder „Auf welche Plattform soll ich setzen?“ – Anhand der obigen Ausführungen sind wir uns glaube ich einig, dass Social Media mittlerweile für quasi alle Unternehmen und Internetuser überhaupt in irgendeiner Weise wichtig ist – zudem findet Social Media sowieso statt, so why don’t you join the conversation / dialogue? Allerdings sollte nichts ohne Konzept geschehen und hier sei geraten, mit Spezialisten zusammenzuarbeiten. Diese tummeln sich auf den diversen eingangs erwähnten Plattformen. Und da Social Media – zumindest im privaten Gebrauch – vielfach gerne auch mit Selbstdarstellung gleichgesetzt wird, hier ein (nicht ganz ernstgemeinter) Tipp an alle Stars & Sternchen da draussen, die sich bei jedem neuen Status jeweils fragen: wo soll ich posten? 😉

Soziale Medien - Wo du deinen Status posten solltest

Wie sieht eure Mediennutzung aus? Wie viele Social Media Profile habt ihr und auf welchen Social Networks seid ihr täglich unterwegs? Wie viele Status-Updates setzt ihr durchschnittlich in einer Woche ab und welche Apps sind bei eurem Smartphone auf dem Home-Screen / auf der ersten Seite?

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7 Kommentare

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  1. Bryan Graf | 8.11.2012 11:54

    Hi Mathias, danke für den Kommentar zu deiner Mediennutzung.

  2. Mathias Lechner | 6.11.2012 22:11

    Bei mir ist Social Media noch etwas frisch. Deshalb finde ich die Tipps (gerade auch die der anderen Kommentatoren sehr nützlich.

    Für mich hat alles bei G+ angefangen. Das nutze ich (genauso wie Twitter) eher gemischt. Also für meinen Blog als auch mal so kleine, private Dinge. Allerdings nicht zu sehr persönliches. Weiterhin habe ich eine Facebook Fanpage. Aber die ist noch im Aufbau. Da kommen nur Blog relevante Dinge rein oder die sonst von allgemeinem Interesse sein könnten. Also nichts Privates. Den normalen Facebook-Account nutze ich eigentlich nicht, da ich per SMS und eMail mit allen wichtigen Personen verbunden bin. Das reicht mir.

  3. Bryan Graf | 31.10.2012 10:02

    Besten Dank für den Kommentar. Woher hast du die 16%? Ich habe das Gefühl, dass ich von meinen Bekannten nach wie vor 99% des Contents zu Gesicht bekomme, solange ich nicht nur die Hauptmeldungen anschaue – bisher ist mir ein Statusupdate einer Kollegin aufgefallen, welchen ich auf beiden Feeds dazumals nicht gefunden habe, sondern lediglich via Kurzmeldungen… Habe noch eine überschaubare Anzahl Friends, deshalb kann ich das behaupten 😉 Habe das Gefühl, das Geheimnis des Edge Ranks ist noch nicht ganz gelüftet bzw. wie man diesen stärker beeinflussen kann – zuletzt hiess es mehr ‚engaging content‘ zu produzieren…

    Besten Dank für verschiedenen Plattformen. Bei Videos hätte ich noch Vimeo als Ergänzung. Die setzten schon viel früher auf Html5 und die Kreativen Indie-Regisseure posten ihre Videos bevorzugt dort…

  4. Walter Schärer | 30.10.2012 11:06

    Bevor man postet, sollte man die eigenen Absichten mit den Nutzerstrukturen der verschiedenen Social Networks abgleichen: Will man den Bekannten etwas mitteilen, wird man per Facebook ca. 16% davon erreichen (wegen EdgeRank nicht 100%). Bei Facebook Pages scheint die Kommunikation länger anzuhalten, dort ist die Timeline oft weniger hektisch als auf der persönlichen Facebook-Seite. Firmen und Projekte sollten eine Facebook Page einrichten.

    Will man Frauen erreichen hauptsächlich in Amerika und noch ein paar Schweizer Avantgardistinnen, so eignet sich Pinterest am besten.

    Twitter empfinde ich als derart hilfreich, dass ich pro Thema einen eigenen Twitter-Kanal pflege. Dort erreicht man Fachspezialisten am effizientesten.

    Will man sich in der Foto-Community einen Namen machen, postet man bei Google+.
    Aber dort müsste eigentlich jeder nur schon aus SEO-Gründen posten: Google+ ist der neue real-time Indizierservice von Google. Sobald man dort einen Link zum eigenen Blog/Website postet, wird dieser in den Google Index aufgenommen und dadurch sofort auffindbar.

    Für Fotos eignen sich auch Flickr, SmugMug und neustens und praktisch am interaktivsten 500px.com.

    Wer auf Traffic aus Übersee angewiesen ist, sollte StumbleUpon nutzen.

    Business-relevante Themen sollte man auf Xing und LinkedIn, für die Romandie auch auf Viadeo publizieren.

    Videos sind ein wahrscheinlich stark unterschätztes Medium. Diese publiziert man natürlich bei YouTube.

    Und wer sich dem Thema spielerisch nähern will (Gamification), der sollte mal EmpireAvenue versuchen.

  5. Bryan Graf | 29.10.2012 17:13

    @nordmarketing – ja, zielgruppenkonform gepostet / geseedet hätte ich jetzt mal gesagt Womöglich gibt’s auch zwischen den Unternehmen Unterschiede was man posten kann und was bei der Community weniger gut ankommt, zudem kann der Mehrwert je nach Zielgruppe unterschiedlich interpretiert werden.
    @Sam – Spannend. Die Leute, die sich bei mir von Facebook verabschiedet haben treffe ich nur noch im Skype oder Whatsapp an – oder sie poppen früher oder später wieder im Facebook auf In Google+ sind Personen aus dem privaten Umfeld wenig bis gar keine anzutreffen bzw. alle die dort drin sind, haben irgendwo einen Background im Web/Informatik-Bereich. Mit Pinterest wurde ich noch nicht so richtig warm, Instagram ist mir sympathischer…

    Danke für eure Comments!

  6. Sam Steiner | 29.10.2012 12:05

    Grundsätzlich habe ich auf den meisten grossen Plattformen ein Konto. Bin aber überall mit unterschiedlichen Menschen verbunden. Natürlich mit Überschneidungen.

    Facebook nutze ich eher für private aber nicht zu vertrauliche Meldungen, Twitter für privat/thematisch, Google+ eher für thematisch und Pinterest (um eine Plattform mehr zu nennen) ehrlicherweise eher so zum sortieren und sammeln bisher – einfach weil die Interaktionen da noch nicht so wirklich übersichtlich sind.

    Entsprechend passt beispielsweise nicht so sehr in mein „Konzept“ rein, wer auf Google+ nur Privates postet. Aber weil sich einige komplett von Facebook abgemeldet haben und G+ für Privates nutzen, folge ich auch „solchen“ 🙂 Obwohl ich die Entscheidung nicht so ganz nachvollziehen kann, weil FB und G+ meiner Meinung nach nicht einfach so austauschbar sind.

  7. nordmarketing | 29.10.2012 11:22

    Am besten überall posten 😉
    Spaß beiseite – es kommt aus meiner Sich sehr stark darauf an, wer oder was ich bin bzw. will. Unternehmen oder Privatperson … dazu kommt noch, dass die Post einen Mehrwert darstellen müssen, sonst kann ich mir eigentlich alles andere sparen.

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