Die Bedeutung von sozialen Netzwerken für die Werbung

In den letzten zwei bis drei Jahren sind auf dem Web zahlreiche Social Communities, oder eben Soziale Netzwerke entstanden. Sie verfolgen natürlich verschiedene Konzepte, gemeinsam haben sie aber alle, dass sie die verschiedenen User untereinander verknüpfen. Dies ist der Umstand, den sich viele Werbetreibende noch viel zu wenig bewusst gemacht haben.

Schon in den Zeiten vor dem Web haben sich die Konsumenten bei Freunden und Bekannten schlau gemacht, wenn die Anschaffung einer Investition anstand. Ich würde mal sagen, dass schon damals die Meinung eines guten Freundes über ein neues Auto die Kaufentscheidung entscheidender beeinflusst hat, als die Aussagen eines Hochglanzprospektes oder die Beratung des Autoverkäufers.

In den ersten Jahren des Webs tauchten dann auch ziemlich schnell Foren auf, die sich verschiedene Produkte zum Thema machten. Hier konnte sich der Konsument sehr gut über die Qualität von potentiellen Investitionen informieren. Was viele dieser Foren für die Werbung noch wenig interessant machte, war der Umstand, dass sich darin noch nicht die grosse Konsumentenmasse tummelte und die Foren eher ein bescheidenes Dasein in den hinteren Ecken des Webs fristeten. Einer der wenigen Ausnahmen war Tom‘s Hardwareguide (oder Tom’s Hardware, wie es sich heute nennt). Was diesem Forum zu Gute kam, war der Umstand, dass es von der Thematik her den klassischen Computerfreak ansprach und darum auch auf entsprechende Resonanz stiess.

Amazon.com war eine der ersten Unternehmungen, die den Umstand nutzten, dass sich Konsumenten gerne bei anderen Konsumenten informieren. Amazon führte ein System ein, bei dem ein Buchkäufer das gekaufte Buch gleich rezensieren und somit anderen Interessenten seine Meinung darüber bekannt geben konnte. Wenn nun ein Internetuser sich ein Buch in den Warenkorb legte, bekam er gleich in einer Zusammenstellung präsentiert, welche Bücher sich andere Käufer sonst noch bestellten, die das gleiche Buch auch gekauft haben. Marketing in Bestform.

Die Werber sollten sich vermehrt bewusst sein, dass die beste Referenz für ein Produkt noch immer aus dem Munde einer vertrauten Person kommt. In vergangenen Zeiten konnte dies von der Werbung gut ignoriert werden, da verbale Botschaften in persönlichen Gesprächen von der Werbung nicht (oder nur wenig) gesteuert werden können.
Mit dem Aufkommen von Sozialen Online-Netzwerken beginnt sich der Wind zu drehen. Je länger je mehr weitet der Konsument sein Netzwerk auf das Internet aus. Nicht nur das, die Kommunikation in diesen Netzwerken wird auch immer öffentlicher, da der Mensch nun mal eine Neigung zur Selbstdarstellung hat. Das bedeutet, dass in den Sozialen Netzwerken immer mehr persönliche Empfehlungen abgegeben werden, sich diese aber, statt nur an einen vertrauten Freund, an die ganze Internetgemeinde richten und jede Empfehlung auch nachhaltig wirkt, da sie auch später noch abgerufen werden kann.

Die Konsumenten werden im „Real Life“ in Zukunft mit grosser Wahrscheinlichkeit immer noch gleichviele Bezugspersonen wie früher haben. Anders sieht die Sache im Web aus. Es gibt jetzt schon Internetbenutzer, die in den verschiedenen Communities tausende von Kontakten pflegen. Mit Facebook, Xing, Twitter und Co. wird sich dieser Trend in nicht zu weiter Zukunft massiv verstärken. Für die Werber bedeutet das, dass sie sich dringendst um Social Networking kümmern sollten. Auch wenn es nicht gelingt, die Werbung in den Sozialen Netzwerken unterzubringen, eignen sie sich besser als jedes andere Mittel, um den Puls der Konsumenten zu fühlen.

Mehr zum Thema findet man bei PR BLOGGER und Olga Ivanova

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