Social Commerce: Facebook testet Want-/Collect-Buttons

Facebook E-CommerceMitte Juli haben wir über erste Code-Schnipsel des Facebook Want-Buttons berichtet. Nun scheint es konkreter zu werden – so wurde bekannt, dass Facebook zum Start in den USA den Want-Button momentan mit 7 ausgewählten Partnern testet. Hierbei werden jeweils die Nutzerreaktionen geprüft, sowie verschiedene Versionen und Positionen getestet.

Facebook bewegt sich mehr und mehr in Richtung E-Commerce. So wurde erst vor kurzem bekannt, dass Mark Zuckerberg mit Facebook-Gifts – also Geschenken – Geld verdienen möchte. Der zweite Versuch, nachdem man den ersten Geschenke-Shop vor 2 Jahren geschlossen hat! Zusätzlich folgt nun parallel ein weiterer Versuch, im E-Commerce Bereich Fuss zu fassen und das Social Commerce bei Facebook zu etablieren. Als wir im Juli über die ersten Code-Schnipsel des Facebook Want-Buttons berichteten, spekulierten wir auf eine neue Funktion, den Want-Button neben dem Like-Button. Nun wird neu über einen integrierten Button im Feed / auf dem Bild des Produktes berichtet. Zum Markstart in den USA testet der blaue Riese das neue Feature derzeit mit sieben ausgewählten Retailern: Pottery Barn, Wayfair, Victoria’s Secret, Michael Kors, Neiman Marcus, Smith Optics und Fab.com.

Facebook Collect
Bei produktebasierten Bilder-Posts erscheint so der Want-Button oder Collect-Button im Bild. Klickt der User auf diesen Button, so kann man zur Aktion noch einen Kommentar verfassen und das Produkt wird zu einem Wunschzettel hinzugefügt. Diverse Produkte können so in einen gesonderten Bereich gepackt werden, welcher für die Freunde in der Chronik sichtbar ist. Es soll allerdings möglich sein, die Visibilität der Wishlist oder einzelner Produkte individuell festzulegen. Klickt man aufs Produkt um das Bild grösser anzusehen, wird in der Beschreibung zusätzlich der Verkaufslink inkl. Preis angezeigt. Sehr interessant für Anbieter dürfte sein, dass Facebook die Funktion kostenfrei zur Verfügung stellt bzw. so soll – anders als bei Facebook Gifts – das Unternehmen bei diesen Verkäufen keine Provision erhalten. Facebook rechnet damit, dass die Unternehmen durch diese wertvolle Funktion so ihre Reichweite und Fanzahl deutlicher erhöhen werden und erhoffen sich somit grössere Einnahmen mit Anzeigen.

Es bleibt abzuwarten, ob nach den Testings nicht noch die eine oder andere Änderung kommen wird – denn ich könnte mir schon vorstellen, dass das Unternehmen dennoch auf Affiliates-Gebühren setzt. Denn dort besteht durchaus die Chance,  gutes Geld zu verdienen. Wobei die kostenlose Variante wahrscheinlich dennoch langatmiger wäre und von der Community mehr gutiert würde. Ein Impact könnte darauf noch die Börse haben. So wird Facebook eigenen Angaben zu Folge am Dienstag 23. Oktober nach Börsenschluss die Quartalszahlen bekanntgeben. Analysten sehen die Aktie nach wie vor noch als zu hoch eingestuft, weitere Analystenhäuser haben die Facebook Aktien herabgestuft und Wirtschaftsexperten sehen ein Kursziel von lediglich 16 US Dollar für die Papiere.

Wie steht ihr zu den neuen Funktionen? Würdet ihr in Betracht ziehen eure Freunde zu beschenken und könnt ihr euch vorstellen, künftig via Facebook einzukaufen? Und was meinen die Werber unter euch?

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