Haben die Online-Auktionshäuser den Zenit überschritten?

Die Online-Auktionshäuser eBay und ricardo.ch finden bei den Surfern grosse Beliebtheit. Man erwartet von beiden Anbietern ein Umsatzwachstum. Doch eBay hat einen massiven Einbruch beim Umsatz.

Das Online-Auktionshaus eBay meldet für das letzte Quartal 2008 einen massiven Umsatzeinbruch. So brach der Konzerngewinn um 31 Prozent auf 367 Millionen Dollar ein. Das sind rund 7 Prozent weniger Umsatz (2,04 Milliarden Dollar). Im Vorquartal betrug das Umsatzplus noch 12 Prozent.

Laut eBay war das Weihnachtsgeschäft enorm hart und sehr umkämpft. Auch die Konkurrenz von Amazone und der stärkere Dollar machen dem Unternehmen zu schaffen. Neben den Umsatzzahlen nahmen auch die Besucherzahlen ab. Trotzdem konnte das Unternehmen den Umsatz 2008 um 11 Prozent steigern. Für das Jahr 2009 erwartet eBay weiterhin sinkende Umsätze.

Vom Schweizer Marktführer ricardo.ch sind keine detailierten Zahlen erhältlich. Noch Mitte Jahr wurden stark zunehmende Umsätze gemeldet. Im Januar 2009 lancierte ricardo.ch eine eigenständige Fahrzeugbörse. Weitere Web 2.0 Anwendungen seinen geplant. Für das Jahr 2009 rechnet ricardo.ch mit einem Gesamtwachstum von 26 Prozent.

Die beiden Auktionshäuser melden unterschiedliche Prognosen. Haben Online-Auktionen den Zenit überschritten oder hat nur eBay zu kämpfen?

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5 Kommentare

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  1. Alfred | 1.01.2010 20:59

    Ich habe bei Ricardo mehrere wirklich preiswerte Gegenstände aus privaten Auktionen erworben, die mir heute noch Freude bereiten.
    In letzter Zeit wird die Auktionsbörse zunehmend von kommerziellen Anbietern missbraucht, um Restposten überteuert zu liquidieren. Angebote mit einem Mindestpreis von z.B. CHF 98.- und einem „Sofort kaufen Preis“ von CHF 100.- passen nicht in eine Versteigerung.
    Leider erhöht die neu geschaffene Kategorie „Shops“ die Attraktivität nicht, da bei Ricardo scheinbar niemand den Willen oder die Kompetenz hat, solche Anbieter von der Auktions-Plattform in die kommerzielle Ecke zu verweisen.

  2. René | 26.01.2009 13:29

    Da gebe ich Yves recht.

    Bei ricardo.ch bieten sehr viele Private ihre Ware an. Bei ebay.de wird die Plattform sehr oft von kommerziellen Verkäufern genutzt.

  3. Yves | 26.01.2009 13:05

    Man kann die beiden Auktionshäuser nicht ohne weiteres vergleichen. Ricardo hat in der Schweiz eine zielich gut ausgebaute Marktführung und wird auch viel weniger von Amazon konkurrenziert. Ebay wird sich vermutlich gesundschrumpfen, während Ricardo schon noch Wachstum verzeichnen wird.

  4. Falk | 26.01.2009 12:19

    Die Leute haben im Allgemeinen einfach weniger Geld darum kaufen sie auch weniger. Es wird zwar der alte Krempel immer noch bei Ebay und so versteigert aber meistens finden diese Sachen halt keinen Käufer. Darum schmeißt man sie lieber weg als die Ebaygebühr erneut zu zahlen. Das ist ganz klar. Und wenn man sich die Auktionen mal ansieht, es sind überwiegend nur noch Unternehmer zu gange. Von privat sieht man eher selten was. Aber man muss auch nicht immer so viel verdienen. Andere Leute kommen auch mit weniger aus.

  5. Flo | 26.01.2009 12:00

    Den Zenit überschritten haben sie bestimmt noch nicht. ricardo.ch beweist das. eBay hat Probleme und das macht sich nun beim Umsatz und Gewinn spürbar.

    Im Allgemeinen sehe ich das bei den Auktionshäuser wie beim Online-Shopping: Wachstum, auch wenn die Wirtschaft nicht mehr so boomt.

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