Google’s Knol legt einen erfolgreichen Start hin – Wie aber sieht die Zukunft aus?

In wenigen Tagen feiert die von Google ins Leben gerufene Wissensplattform Knol ihr halbjähriges Bestehen. Das Google Projekt, dem aufgrund der deutlichen Konkurrenzposition zur Online-Enzyklopädie Wikipedia zu Beginn nur bescheidene Erfolgschancen eingeräumt wurden, entwickelt sich mittlerweile äusserst positiv.

Nach nur sechs Monaten zieht Google eine erste Bilanz zu Knol und freut sich über den grossen Erfolg der Wissensplattform. Vor wenigen Wochen wurde der der 100‘000te Knol-Eintrag veröffentlicht, die Beiträge werden in 59 Sprachen bereitgestellt und die Besucher der Plattform kommen aus 197 unterschiedlichen Ländern der Welt. Seit dem Start Ende Juli 2008 sind Knols zu allen erdenklichen Themen erschienen. Von der Sinus-Infektion und der Erkundung der Arktis bis hin zu Langstrecken-Motorradfahrten sei dabei alles vertreten.

Gemäss Google soll Knol der Wissensverbreitung im Internet dienen und eine zentrale Informationsquelle bieten. Im Gegensatz zu Wikipedia, das auf das „Wissen der Massen“ setzt, rückt bei Knol der einzelne Autor in den Mittelpunkt. So veröffentlichen auf dem Portal vor allem Einzelautoren oder kleinere Gruppen von kooperierenden Autoren unter ihrem realen Namen Beiträge.

Die erfolgreiche Entwicklung des Projekts erklärt Google sich nicht zuletzt durch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Funktionalität der Wissensplattform. „Wir haben versucht, die von unserer Autorenschaft meistgewünschten Features so schnell wie möglich zu integrieren“, schildert der verantwortliche Produkt Manager Cedric Dupont. Beispiele hierfür ist etwa eine Statusanzeige, die Aufschluss über das Ausmass der Leseraktivität zu einem bestimmten Knol gibt oder die inzwischen mögliche Einbindung von Rich-Media-Formaten wie Videos, Tabellenkalkulationen oder Diapräsentationen.

Googles Wissensplattform Knol ist noch immer ein sehr junges Projekt. Nach einem äusserst positiven Start, wird sich wohl auch künftig noch so einiges bewegen. Wie steht Ihr heute zu Knol? Nutzt jemand die Wissensplattform regelmässig? Oder gehört Knol trotz der vermeintlich guten Nachrichten auch zu den Google-Diensten, die eingestellt werden sollten?

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5 Kommentare

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  1. Monsu | 21.01.2009 20:01

    @Karsten: Ja, das überrascht mich auch!

  2. Karsten Füllhaas | 21.01.2009 18:14

    Was mich (positiv) überrascht ist, dass Google die Knol-Beiträge bei der Anzeige der Suchresultate bei einer normalen Suche nie nach oben gepusht hat. Zu fasst jedem Stichwort findet man einen Wikipedia-Eintrag, aber einen Knol-Beitrag? Fehlanzeige.

  3. Heike | 21.01.2009 17:39

    Google will bzw. wollte mit diesem Projekt meiner Meinung nach einfach zuviel. Es ist nicht machbar. Es dauert noch einige Zeit, bis man Wiki wirklich Konkurrenz machen kann. Denn wie man weiß, sind die Menschen Gewohnheitstiere und sie nutzen das, was sie bereits kennen und Wiki kennen die Leute schon. Ich glaube nicht, dass Google mit Knol noch eine Chance haben wird. Nicht hier in Deutschland. Aber ich kann mich auch täuschen. So was wird glaube ich nur die Zeit zeigen können. Also warten wir einfach noch das nächste Jahr ab und dann können wir nochmals darüber reden.

  4. Christian | 21.01.2009 14:24

    Ich muss mich meinem Vorredner anschließen, Knol ist vor 6 Monaten doch Thema in nahezu jeder Zeitung und Nachrichtensendung gewesen, doch seitdem hat man kaum noch etwas davon gehört. Und wenn man sich mal die Einträge bei Knol anschaut, dann findet man doch ziemlich viel werbende Einträge.

  5. John | 21.01.2009 13:09

    Knol soll erfolgreich gestartet sein? Vieleicht in Amerika, aber nicht in der Schweiz. Bis jetzt bin ich immer bei Wikipedia gelandet bei der Suche nach informationen. Vorhin habe ich bei Knol nach ein paar Themen gsucht und die Ergebnisse war nicht sehr zufriedenstellend. Da liegt noch einige Arbeit vor Google.

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