Whatsapp – Omnipräsent mit Sicherheitslücken im Datentransfer…

Ich hab es, alle meine Freunde haben es, und die, welche es nicht haben, bekommen von mir keine Nachrichten mehr, denn hast du’s nicht, bist du nicht dabei. wir sprechen von Whatsapp, der Instant Messaging App für Smartphones. Ursprünglich als gratis Ersatz für kostenpflichtige SMS und MMS gedacht, hat sich Whatsapp zum Mobile-Giganten und damit auch zu einem plattformübergreifenden Social Network gemausert. Erst kürzlich wurden innerhalb eines einzigen Tages 10 Milliarden Nachrichten, Videos und Fotos versandt. Doch woher kommt Whatsapp, wer steht dahinter und wie sieht es eigentlich mit der Sicherheit aus?

Teenager sind heute bereits nicht mehr so oft auf Social Media Plattformen anzutreffen und die Welt fragt sich, wo sich die neue Generation aufhält. Eine der wichtigsten Plattformen für die Kommunikation der jüngeren Generation ist beim Decline der Social Media Plattformen in deren Segment auf keinen Fall zu unterschätzen: Whatsapp. Während Twitter, Facebook und co. kräftig in den älteren Alterssegmenten wachsen, bewegt sich die jüngere Zielgruppe eher in privateren Bereichen. Aber nicht nur die jüngeren nutzen den Service. Gemäss Mobileanbietern verzeichnen diese bereits Milliardeneinbussen im SMS und MMS-Geschäft durch das Gratis-Angebot.

Doch woher kommt Whatsapp eigentlich? Entwickelt wurde die App quasi im Hause Yahoo, besser gesagt von zwei ehemaligen Mitarbeitern, Brian Acton und Jan Koum, welche sich selbst als „Computerfreaks“ bezeichnen. Der Service ist ein Renner, eine der beliebtesten Apps weltweit, nebst Anbietern wie Facebook. Acton und Koum werden sich wohl keine Geldsorgen mehr machen müssen…

Einzig bezüglich der Sicherheit und Privatsphäre landet der Dienst regelmässig negative Schlagzeilen:  Eine der grössten Lücken wurde erst diesen Monat geschlossen: Seit August 2012 werden Nachrichten nicht mehr im Klartext-Format sondern verschlüsselt übermittelt. Dies nachdem bereits im Mai 2011 erste Bedenken dazu geäussert wurden. Weitere Anschuldigungen bezüglich einer mangelhaften Datenverschlüsselung bleiben jedoch in der Luft: Whatsapp synchronisiert sich automatisch mit dem  Telefonbuch des Nutzers, und vernetzt damit den User direkt mit all seinen Kontakten auf der Plattform. Praktisch. Gemäss Stiftung Warentest jedoch werden dabei die gesamten Daten der Nutzer unverschlüsselt an einen US-Server übermittelt, was sie für potenzielle Angreifer problemlos lesbar macht. Auch Hijacking, Spam und Phishing-Attacken gab es bereits zahlreiche über den Service (website-marketing berichtete). Dies bedeutet also auch für Whatsapp-User, wie bei Facebook und Co.: Immer zuerst das Kleingedruckte lesen und sich überlegen, was man von sich preisgeben möchte.

Übrigens, bezüglich des Datenvolumens unterscheiden sich Whatsapp-Messages kaum von SMS mit ca. 160-180 Bytes pro Nachricht. Mit einem handelsüblichen Datenabo können also tausende von Messages versandt werden. Vorsicht gilt jedoch bei Auslandaufenthalten, denn die Nachrichten fallen ins Datenroaming. Da sind SMS und MMS bald einmal die günstigere Option…

Benützt du Whatsapp? Sind dir schon Sicherheitslücken aufgefallen oder wurdest du von Spam belästigt? Siehst du eine Zukunft für den Anbieter?

Weiterempfehlen

image description

Kommentieren

Keine Kommentare

image description

Kommentar schreiben

Please copy the string dWGnKv to the field below: