Apps, die das Studium erleichtern

Bald ist es wieder soweit. Die Sommerferien sind vorbei und für rund 210‘000 Studenten in der Schweiz heisst es wieder ab hinter die Schulbank. Wir zeigen euch ein kleines Sammelsurium an digitalen Helferleins, die euch während eures Studium unterstützen können. Von der einfachen Dropbox um in Gruppen Dateien auszutauschen, über Google Drive, mit dem ihr schnell und einfach Recherchen anstellen könnt, bis hin zu Trello, das Gruppenarbeiten tatsächlich auch koordinierbar macht.

Mit Dropbox sharen„Ich schmeiss es dir auf Dropbox“

Wer es nicht schon hat, sollte es sich jetzt zutun. Dropbox ist verbreitet und die Chance, dass es auch bei euren Mitstudenten eingerichtet ist, ist gross. Immer wenn’s mal wieder schnell gehen muss, weil zum Beispiel der Laptop des Kollegen gerade vor der entscheidenden Präsentation im Plenum streikt (happens!), ist man froh um ein Back-Up auf Dropbox. Schnell die Präsi runter ziehen und so tun als wäre nichts gewesen. Aber auch für die Ablage bei Gruppenarbeiten erfüllt es seinen Zweck (aber auch nicht mehr). Erfreulich: Der Service bietet bis 2GB gratis an Platz (durch Weiterempfehlungen gar bis zu 18GB erweiterbar).

Google DriveRecherchieren mit Google Drive

Sei es eine Semester-, Gruppen- oder gar die finale Abschlussarbeit: Es muss recherchiert werden. Doch wie geht das am effizientesten? Google Drive liefert die Antwort und unterstützt dich mit der integrierten Recherche-Funktion. Viele kennen Google Drive (Google Docs wie es vor kurzem noch hiess) und wissen, dass damit unteranderem erstaunlich gut Dokumente aller Art erstellt werden können, wenn auch gewöhnungsbedürftig fürNeulinge. Hätte ich nicht gerade mit meinem Studium abgeschlossen, würde ich es ernsthaft in Betracht ziehen, meine komplette Abschlussarbeit mittels Google Drive zu erstellen.

Mit Google Drive wird das Sammeln von Quellen zu einem Leichtem. Markierte Text-Passagen können recherchiert werden und Bilder werden zügig samt Quellenangabe integriert. In folgendem erfundenem Beispiel habe ich mir bereits während des Unterrichts erste Notizen in Google Drive erstellt. Nun möchte ich den Text anreichern und mit Grafiken versehen. Nichts ist einfacher als das. Ich markiere im Text die Passage „Schulz von Thun“ und rufe das Kontext-Menü mit der rechten Maustaste auf. Nun klick ich nur noch auf Research „Schulz von Thun“:

Mit Google Drive recherchieren

In der Folge öffnet sich eine neue Spalte auf der rechten Seite, die mich gleich mit den wichtigsten Facts, Bildern und weiterführenden Informationen aus dem Web beliefert. Das praktische daran: Ich kann nun auf das voran markierte Wort (in meinem Fall „Schulz von Thun“) entweder einen Link zum recherchierten Inhalt setzen oder aber eine Fussnote setzen, die mich wiederum zum entsprechenden Inhalt bringt.

Ergebnisse von Google Drive Research direkt im Dokument anzeigen und integrieren

Bilder mit Quelle
Das Bild, welches ich in der Recherche gefunden habe, ziehe ich per Drag and Drop aus der Research Spalte direkt in den Text was mir zeitgleich eine Fussnote mit Quellenangabe erstellt.

Bilder einfach mit Drag and Drop in Google Drive einfügen

Mittels Einstellung kann ich auch NUR nach Bildern oder aber auch Zitaten suchen.

Dass Google Drive ideal für Gruppenarbeiten ist, muss ich an dieser Stelle nicht weiter erwähnen. Probiert‘s selbst. Ein Versuch ist das gratis Tool definitiv Wert!

Mit isync lokale Daten, Dropbox und Google Drive synchronisieren.Alles und überall auf dem neusten Stand dank Insync

Schenkt ihr meinen Empfehlungen Glauben, so habt ihr nun denn Dropbox und Google Drive eingerichtet. Ein Teil-Widerspruch in sich könnte man meinen, bieten doch beide Tools Storage und die Zweigleisigkeit ist vorprogrammiert. Fair Point! Doch hier schafft ein weiteres äusserst praktisches Tool Namens Insync Abhilfe. Mittels insync könnt ihr Dropbox und Google Drive verlinken, was dazu führt, dass ihr sämtliche Dokumente, in der Cloud und auf allen Geräten mit einer Internetverbindungen in der aktuellsten Version vorhanden habt. Richtig konfiguriert bedeutet dies, dass wenn ihr ein neues Google Dokument erstellt habt, dieses auch auf eurem Gerät aber auch in der Dropbox vorhanden und bearbeitbar ist. Weitere Infos zu diesem aber auch anderen Dropbox Erweiterungen liefert euch der verlinkte Bericht bei t3n.

Mit Trello werden Gruppenarbeiten koordinierbarGruppenarbeiten leicht gemacht mit Trello

Nun seid ihr schon mal mit den Basics ausgestattet, was aber, wenn ihr eine Gruppenarbeit erstellen müsst? Ihr könnt zwar mit Dropbox sowie mit Google Drive Dateien gemeinsam bearbeiten, doch wer behält die Übersicht und was muss bis wann von wem erledigt werden? Die Koordination und das Management einer Gruppenarbeit führten nicht wenig zur Verzweiflung und Diskussionen innerhalb einer Gruppe. Abhilfe schafft nun ein kleines aber feines Tool namens Trello. Wer sich bereits mit Projektmanagement auskennt, wird sich darin schnell zurecht finden und das Arbeiten innerhalb einer Studiengruppe, wird zu einem überschaubaren Kinderspiel. Wie auch die bereits erwähnten Tools, kommt auch dieses gratis daher und ist vollumfänglich in der Cloud abgebildet. Man muss es also weder herunterladen, geschweige denn installieren oder Aktualisierungen wieder hoch laden. Die Plattform kann einfach von überall aufgerufen werden und via Login von verschiedenen Teilnehmern bearbeitet werden.

Das Grundgerüst von Trello basiert auf Tasks, welche entweder „To Do“, „Doing“ oder „Done“ sind. Diese Spalten sind aber beliebig erweiterbar (zum Beispiel mit „Verified“ oder „Spellcheck“). Weiter sieht man in der rechten Spalte alle Gruppenmitglieder sowie ein aktuelles Activity-Log welches einem die aktuellsten Änderungen auflistet. So geht einem auch bestimmt nichts durch die Lappen.

Immer den Überblick in Gruppenarbeiten dank Trello

Aufgaben werden in den jeweiligen Spalten via “ Add a card“ angelegt. Jeder Aufgabe können Dokumente (insbesondere auch Google Drive Dateien) oder aber auch Bilder angehängt werden. Weitere Funktionen sind Comments, Labeling, Assignments (also wer macht was), Checklists innerhalb eines Tasks, Due dates (bis wann muss es erledigt sein), Archivierung und noch weitere Features.

Mit Klick auf add a card können neue Aufgaben erstellt werden

Bleibt nur noch ein Projektleiter innerhalb der Gruppe zu bestimmen, der stehts ein Auge auf trello wirft, und seine Gruppe auf dem Weg hält. Aus meiner Sicht definitiv ein ausserordentliches Tool, dass durch Einfachheit und Funktionalität überzeugt.

Was für Anwendungen kennt und nutzt ihr für euer Studium? Welche Erfahrungen habt ihr mit diesen Tools gemacht? Könnt ihr euch noch ein Studium ohne elektronische Medien vorstellen? Wie sieht wohl ein Schulalltag in 5 oder 10 Jahren aus?

 

Weiterempfehlen

image description

Kommentieren

2 Kommentare

image description
  1. Michael Fürer | 29.08.2012 08:59

    Besten Dank für’s Feedback Hans-Dieter. Absolut richtig. Der Gang in die Bibliothek und die Suche nach der richtigen wissenschaftlichen Lektüre bleibt einem vermutlich auch dann nicht erspart. Auch wenn es immer mehr Bibliotheken gibt, die ihre Inhalte auch online anbieten.

  2. Hans-Dieter Zimmermann | 29.08.2012 08:53

    Schöne Zusammenstellung.
    Nur ein Hinweis: Das ‚Recherchieren‘ in Google Drive bezieht sich natürlich nur auf eine Suche bei Google und ist sicher hilfreich für eine erste Quick & Dirty Suche. Dies ersetzt aber KEINESFALLS das ordentliche recherchieren in entsprechenden wissenschaftlichen Datenbanken und -katalogen.

Kommentar schreiben

Please copy the string KqmJF1 to the field below: