cuil – neue Suchmaschine

Seit Sonntag ist eine neue Suchmaschine online: cuil.com (sprich: Cool). Hinter der neuen Suchmaschine stehen ehemalige IBM und Google-Mitarbeiter.

Laut den Betreibern hat die Suchmaschine rund 120 Milliarden Webseiten im Index. Das sind rund drei Mal mehr als bei Google. Daneben soll die Suchmaschine nicht so neugierig sein wie der Platzhirsch Google. So werden weder die Suchabfrage noch die IP-Adresse vom User erfasst. Die Suchresultate werden nicht wie bei Google nach der Popularität aufgelistet, sondern nach dem Inhalt.

Hinter der Suchmaschine stehen der ehemalige IBM-Manager Tom Costello und die ehemalige Google Mitarbeiterin Anna Patterson. Das Unternehmen wurde 2006 mit einem Startkapital von 33 Millionen Dollar in Kalifornien gegründet.

Wer bei cuil ein paar Suchabfragen macht wird schnell einmal feststellen, dass die Resultate noch zu wünschen übrig lassen. Die Lücke zu Google ist noch gewaltig.

Zurzeit ist die Seite nicht immer erreichbar, da die Nachfrage sehr gross ist. Ein Anzeichen dafür, dass der Bedarf nach einer Alternative zu Google durchaus gefragt ist. Doch wird sich die cuil gegen Google behaupten können?

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8 Kommentare

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  1. Martin Hunkeler | 1.08.2008 18:28

    Solange „Googlen“ ein Synonym für das Abfragen einer Suchmaschine ist, solange wird Google auch unangefochten an der Spitze stehen. Die grosse Masse der User ist viel zu unflexibel, um sich auf einmal auf eine andere Suchmaschine einzustellen. Dazu kommt noch die Frage: „Wozu?“ Wie schon Hugo schreibt, müsste ein Konkurrent erst mal was Innovatives zeigen.

  2. Elisabetta | 31.07.2008 12:18

    @Hugo, bin zwar keine Spezialistin auf dem Suchmaschinen-Gebiet, jedoch begrüsse ich jeden noch so „unsinnigen“ Versuch um Google den Platz strittig zu machen. Früher oder später, hoff ich zumindest, werden neue Suchmaschinen entstehen die mindestens so gut sind wie Google und zu dem sinnvoll die enstandene Energieverpuffung nutzen (GREEN-IT). Schlussendlich werden wir die Nutzniesser sein und das ist gut so!

  3. Hugo | 29.07.2008 17:51

    Yahoo und Microsoft versuchen seit Jahren Google das Wasser abzugraben. Dann kam Wikia dazu und nun versucht es Cuil auch noch. WIESO sollte das funktionieren? Cuil hat in dem Markt keine Daseinsberechtigung ausser sie erwartet nicht viel vom Leben/Busniess. Aber dann hätte man nicht 33 Mio investieret – woher kommt überhaupt so viel Geld für keine Idee?
    Cuil wird meiner Ansicht nach keine Chance haben, ev werden sie mit einer anderen chancenlosen Suchmaschine zusammenspannen.
    Was die Suchresultate betrifft ist Cuil nicht zu gebrauchen und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Newcomer mit einem neuen Algorithmus so schnell was Brauchbares hat. Indexierte Seiten bedeuten nichts, das sieht man bei Yahoo.
    Also, alte Idee wofür’s nicht einmal ein Publikum gibt.

  4. René | 29.07.2008 16:35

    Ich hoffe auch, dass Cuil das PR-Pulver nicht schon verschossen haben. Die Medienberichte gehen alle in die gleiche Richtung: Endlich ein Google-Konkurrent, doch die Ergebnisse sind nicht brauchbar!

  5. Oli | 29.07.2008 16:31

    Ja, die Frage, ob Kuul sich gegen Guugl behaupten wird können, ist sicherlich interessant. Dazu muss sie baldmöglichst brauchbare Suchergebnisse liefern (bzw. die User mit den zusätzlichen nützlichen Such-Möglichkeiten vertraut machen), damit die jetzt noch schönen (Test-)Nutzerzahlen nicht zu bald einbrechen; danach kann Kuul vielleicht mal über die Ertragsmechanik nachdenken… Oder weiss jemand was darüber?

  6. Urs | 29.07.2008 16:28

    Mann/Frau sucht nicht sondern sie/er „googelt“! Bis also jemand „cuilt“ werden noch viele Buchstaben den Blog runter fliessen.
    Die Resultatanzeige bei Google hat sich so in meinem Kopf festgesetzt, dass mir die neue Anzeige völlig fremd ist. Da sie für mich weder in der Qualität der Ergebnisse, noch in der Präsentation einfacher scheint, brauchts auch hier noch einiges an Arbeit.
    Schade haben die 2 Gründer/Inhaber ihr PR-Pulver schon verschossen, ich hätte gewartet, bis die Resultate (mind. in einem starken, trendsetzendem Umfeld) gewürdigt und gelobt werden.

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