1995: Schüler erklären das Internet – ein Gedankenanstoss

„Why should I be on the internet?“ „Why?!“… Ja, auch ich kann mir bei jedem Mal anschauen das Lachen nicht verkneifen, doch so selbstverständlich wie heute war das Internet nicht immer. Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, als man in Büros noch erklären musste, wieso man gerne via E-Mail kommunizieren möchte. Auch Zitate wie „keine seriöse Firma kommuniziert über dieses E-Mail, was macht das auch für einen Eindruck!?“ wurden mir nicht selten entgegen gebracht. Doch sind wir heute wirklich schlauer?

Ebenfalls im Jahre 1995 verfasste Clifford Stoll einen beissenden Artikel, worin er im Detail beschrieb, wieso sich „dieses Internet-Ding niemals durchsetzen wird“. Die Eckdaten waren richtig, nur dass sich die Gesellschaft mit der Zeit verändert und Technik und Nutzer sich einander Schritt für Schritt genähert haben. Wer hat gelächelt, als er den Artikel gelesen hat? Ich gebe es ja zu, ich auch. ABER…

Was uns damals bezüglich des Internets an den Kopf geworfen wurde, geschieht heute im gleichen Masse in Bezug auf Social Media: „Facebook wird sich im Business Bereich niemals durchsetzen! So etwas brauchen wir einfach nicht!“ Jeder von uns hat solche Aussagen schon von wichtigen Grossfirmen gehört. Genau wie damals E-Mail als irrelevant klassifiziert wurde. Bedenkt wird dabei nicht, dass sich Social Media Plattformen, sowie ihre Nutzer ständig verändern, weiterentwickeln und dazu führen, dass Plattformen wie Facebook und Twitter ihren Weg ins „richtige Leben“ finden.

Schaut man sich das Video von 1995 an, traf mehr oder weniger alles ein, was die Schüler mit den seltsamen Frisuren damals postulierten. Das Internet ist Telefon, TV, Shopping-Center und Kuriositätenkabinett und noch viel mehr. Was damals noch mit hochgezogener Augenbraue betrachtet wurde, ist heute Realität. Dass Twitter und co. jedoch noch nicht ganz den Schritt in unseren realen Alltag gefunden haben, zeigte kürzlich die Aktion der UBS, welche grosse Wellen schlug: Ein Kunde wurde aufgrund des aktiven Twitter-Monitorings der Grossbank direkt angerufen, was als gänzlich unangebracht betrachtet wurde. Die Verbindung zur „realen Welt“ des Nutzers wird also mental noch nicht gemacht und daher das „Eindringen“ als unangenehm betrachtet. Wenn auch ungewollt, hat uns hier die UBS Limitationen und Potentiale für Social Media in Zukunft aufgezeigt.

Doch was können wir von den Kindern aus 1995 lernen? Social Media wird vielleicht heute noch oft belächelt, bahnt sich jedoch ja länger je mehr den Weg in unseren Alltag, indem sich Technologie und Mensch einander anpassen. Eine defensive Strategie bezüglich Social Media ist daher nicht der Weg in die Zukunft. Es mag nicht unbedingt bei Facebook und Twitter bleiben, doch wer die Entwicklung am Anfang verpasst (oder bereits verpasst hat), wird ewig hinterher hinken.

Und nun gehe ich mal Katzenfutter Cupcakes googeln…. 😉 Schönes Wochenende!

Was sind deine lieblings-Quotes bezüglich des Internets und co. von früher? Was hast du schon erlebt? Wie denkst du, könnte sich die Welt weiter entwickeln?

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4 Kommentare

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  1. Meik | 21.08.2012 22:09

    Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort! Ich würde gern mehr erfahren über die Angebote der INM im Bereich SEO. Bitte lassen Sie mir aussagekräftige Infos u.a. zum Leistungsumfang, zur Herangehensweise und zu den Kosten zukommen. Ich würde mich auch über einen kostenlosen Suchmaschinen Check (gern der detaillierte) freuen, wie Sie ihn auf suchmaschinen-optimieren.ch anbieten, allerdings mit Bezug auf die .de-Suchmaschinen. Keywords sind Gehaltsrechner, private Krankenversicherung und entsprechende Synonyme. Vielen Dank.

  2. Philipp | 20.08.2012 10:54

    Das alter einer Website spielt sicherlich auch für’s Ranking eine Rolle, ist aber nur einer vor vielen Faktoren. Zudem habe ich in letzter Zeit festgestellt, dass auch sehr junge Sites (1-2 Jahre) gute Positionen abholen. Dabei handelt es sich oft um Blogs und Sites die laufend aktualisiert werden (Posts, News).
    Zu stark darf man sich also nicht auf das Alter der Site verlassen, entscheidend ist auch, dass sich der Inhalt immer um das selbe Thema gedreht hat und sie online war.

  3. Meik | 18.08.2012 15:34

    Hallo,

    ich hab mir gerade „Suchmaschinenoptimierung How To“ – Teil 1 bis (gefühlt 500) 😉 von Philipp Sauber auf YouTube angeschaut und bin dann auf diesen Beitrag gestoßen. Wirklich spannend was die Kids da vorhersehen! Hier drängt sich für mich allerdings die Frage auf (und das hat Philipp leider noch nicht erläutert), wie wichtig eigentlich das Alter einer Website ist?! Ich bin mit meinem Gehaltsrechner auf wikicareer (siehe http://www.wikicareer.de/gehaltsrechner) seit 2011 dabei und kann mich leider nicht in das Jahr 1995 zurückbeamen. Hab ich da eigentlich perspektivisch eine Chance gegen die Website-Platzhirschen von damals, die heute noch Bestand haben?

    Beste Grüße, Meik

  4. Andrin Regli | 17.08.2012 09:53

    Aus der Ferne betrachtet, ist es immer schwierig abzuschätzen, aus welchem Grund die Kontaktaufnahme der UBS beim Kunden negativ ankam, ich habe jedoch das Gefühl, dass ein konstruktives Gespräch mit dem Kunden bei diesem eine andere Reaktion hervorgerufen hätte. Ich habe das Gefühl, dass hier nicht unbedingt der Kunde noch nicht bereit war, sondern wohl eher der UBS Mitarbeiter der den Kunden angerufen hatte. Wie bereits gesagt, auch dies ist reine Spekulation.

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