We know what you’re doing – und die Welt liest mit…

we know what you're doing - facebook privacyAnfang diese Woche hat mein Kollege Michael Fürer einen Blog Post zum Thema Online Reputation verfasst. Das unachtsame Äussern von Kommentaren auf öffentlichen Diskussions-Plattformen, oder auch vorallem die fehlenden Privatsphäre-Einstellungen in den Sozialen Netzwerken, können sich durchaus negativ auf die Online Reputation auswirken. Die Website ‚We know what you’re doing‚ macht sich diese Fahrlässigkeit zunutze und stellt die Public Facebook Status konsolidiert nach Rubriken auf einer Seite online.

Allein auf Facebook tummeln sich mittlerweile über 955 Millionen User, davon über 522 Millionen User täglich und über 543 Millionen User greifen mobil zu. Klar, dass nicht alle gleich viel Wert auf die Privatsphäre-Einstellungen legen; da sie es teils schlichtweg nicht wissen oder denen es auch egal ist – auch wenn die Sensibilität aufgrund der zahlreichen Negativ-Berichterstattungen in jüngster Vergangenheit doch etwas zugenommen hat. Facebook macht es einem aber auch nicht immer leicht mit den laufenden Änderungen. Wer seine Privatsphäre-Einstellungen laufend überprüft und kennt, dem sei geraten immer zweimal zu überlegen, ob der Frust nun ins Internet festgeschrieben werden soll oder nicht. Wer die Privatsphäre oder Sicherheitseinstellungen lediglich vom Hörensagen oder sonstigen Berichterstattungen kennt und die eigenen noch nie überprüft hat, dem sei geraten, gänzlich auf kritische Postings zu verzichten! Besonders in der heutigen Zeit in welcher wir nicht mal mehr erst einen Rechner hochfahren müssen, sondern ganz bequem das Smartphone aus der Hosentasche zücken und kurzerhand ein Statusupdate oder Tweet absetzen können, ist es schnell passiert, dass etwas im Affekt getippt wird.

Mit „Wir wissen was du tust und wir denken, du sollst damit aufhören“ stellt so das Social Networking Privacy Experiment bei weknowwhatyouredoing.com öffentliche Facebook Statusupdates auf deren Page online. Die Einträge sind unterteilt in die Rubriken ‚Wer will gefeuert werden?‘, ‚Wer hat einen Kater?‘, ‚Wer nimmt Drogen?‘ und ‚Wer hat eine neue Telefonnummer?‘ inkl. dem dazugehörigen Autoren mit Profilbild und Namen. Man kann gar mit Keywords nach Statusupdates suchen. Wie das geht, ganz einfach: Die Website bezieht die Daten direkt aus der öffentlich zugänglichen Facebook API und völlig legal. Ziel der Seite ist es, dass die Nutzer verantwortungsvoller mit deren Daten umzugehen lernen / wissen. Und der erste Schritt sei sicherlich die eigenen Facebook Kommentare nicht für alle zugänglich zu machen. Facebook selbst trifft grundsätzlich weniger die Schuld, da es in erster Instanz an den Nutzern liegt, die Sicherheitseinstellungen entsprechend vorzunehmen, damit eben nur deren Freunde oder auch einen Teil davon den einen oder anderen Status sehen und nicht die ganze Welt mitliest.

Die entsprechenden Anpassungen lassen sich in den Facebook Privatsphäre-Einstellungen relativ schnell und einfach vornehmen. Hier lässt sich Kontrollieren ob Inhalte nur für den Freundeskreis (Freunde) oder die Öffentlichkeit (Öffentlich) publiziert werden sollen. Ich rate allerdings via ‚Benutzerdefiniert‘ weitere Details zu prüfen und einzustellen.

Wie sind eure Erfahrungen mit den Privatsphäre-Einstellungen, entweder jene des persönlichen Accounts oder die eurer Freunde? Macht ihr eure Freunde auf fehlende Einstellungen aufmerksam? Habt ihr einen Tweet oder ein Facebook Status auch schon bereut bzw. hinterher wieder gelöscht?

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