Internet Briefing vor 4 Jahren und wie sich Social Media seither verändert hat

Ich konnte vor rund 4 Jahren im Internet Briefing zum Thema Social Media referieren. Das war noch zu einer Zeit, als Facebook und Twitter noch ziemlich unbekannter waren. Bei Facebook hat sich das massiv geändert, Twitter ist immer noch ein Tool, das in der Schweiz auf seinen Durchbruch wartet (wenn er dann noch kommt).
Mein Referat wurde dazumal aufgezeichnet (siehe Video unten) und ich hab’s mir kürzlich nochmals angesehen. Dabei ist mir aufgefallen, dass sich die Art und Weise, wie in Social Networks kommuniziert wird nicht gross geändert hat. Was sich wandelte sind die Plattformen. Unzählige kamen und verschwanden wieder. Andere konnten sich halten und ausbauen.

Was ist in Social Media gleich geblieben?
Social Media lebt von der Aufmerksamkeit, die Attention. Bei der Fülle von Informationen überlebt nur der Content, welcher einen echten Wert bietet. Man muss es verstehen Inhalt zu generieren, der die Leute Interessiert und der nicht schon auf diversen anderen Plattformen zu lesen ist. Copy/Paste und ein wenig anpassen geht da nicht.
Zudem ist auch heute immer noch schwer Social Media und Social Networks zu Geld zu machen. Twitter ist hier sicherlich ein gutes Beispiel, dass dies nicht so einfach ist. Vor 4 Jahren fragte sich jeder, wie Twitter Geld verdienen soll und das ist auch heute noch ein Thema, auch wenn man den einen oder anderen bescheidenen Weg gefunden hat.

Was hat sich in Social Media geändert?
Die Gefässe in welchem man die Inhalte erfasst und die Anforderung wissen zu wollen ob’s was bringt.
Mal abgesehen von Facebook, das sich über die Jahre retten konnte, Twitter das wie gesagt in der Schweiz noch nicht richtig Fuss fassen konnte und Youtube das heute nach wie vor und praktisch ausschliesslich zum Konsumieren und nicht Produzieren genutzt wird, kamen in den Jahren sehr viele Social Networks und verschwanden wieder in der Versenkung. Ich erinnere mich beispielsweise an Gowolla. Ich verstehe heute noch nicht, wie sowas kommerziell genutzt werden kann. Foresquare kam dann mit Deals aber auch davon spricht heute kaum mehr jemand. Man könnte hier duzende solcher Beispiele aufführen, die Kunst ist jedoch, dass man auf’s richtige setzt.
Drum mein Tipp für Unternehmen: Seien sie in dem Bereich keine first mover, überlassen sie das den andern, kann gut sein, dass die Plattform schon bald wieder vom Netz ist. Und wenn nicht, ist es sicherlich noch nicht zu spät aufzuspringen.
Dazu kam, dass man heute wissen will was beispielsweise ein Tweet bringt. Und Dank Google Analytics & Co kann ich das heute sehr genau und gut messen. Das war vor 4 Jahren noch kein wirkliches Thema.

Mein Fazit demnach ist, sauberen, guten, einzigartigen Content auf den richtigen Portalen veröffentlichen und das Monitoring nicht vernachlässigen. Social Networks kommen und gehen und ein paar bleiben dann auch.

Was denkt Ihr wie sich Social Media in den letzten 4 Jahren verändert hat?

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2 Kommentare

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  1. philipp | 9.08.2012 20:24

    …genau, Second Life habe ich vergessen 😉

  2. Reto Hartinger | 7.08.2012 11:59

    Da möchte ich noch Second Life anführen, das ja auch eine gewisse Zeit total gehypt wurde. Welche Firma bei diesem Game nicht mitmacht verliert den First-Mover Vorteil und wird virtuell abgehängt. Richtig, es blieb beim virtuell. Ein Internet Briefing zum Potenzial von Second Life für Firmen war dann auch skeptisch. Die Briefings jubeln die Dinge nicht einfach hoch, sondern informieren aus der Unternehmensperspektive. Mir hat Dein Social Media Vortrag damals auch gut gefallen und hab mich danach als richtige Websau gefühlt (das T-Shirt trage ich immer noch in den Ferien).

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