„Beliebers“ & „Bieber Fever“ – Justin Bieber kommt in die Schweiz: ein Social Media Rückblick

Es ist Freitag, Justin Bieber kommt nächstes Jahr in die Schweiz – es ist Zeit in einem Klatsch und Tratsch Ausflug einmal einen kleinen Überblick über die Aktivitäten der Teen-Sensation auf Social Media zu machen, mit dem einen oder anderen Fazit. Immerhin handelt es sich bei dem Jungtalent um eines der grössten Social Media-Wunder (wenn nicht das grösste), welches die Welt je gesehen hat. Doch wie hat alles angefangen und was können wir vom Bieber lernen?

Ob „Belieber“ oder nicht, zugeben müssen wir alle, dass Justin Bieber uns eine Social Media Success-Story der Sonderklasse geliefert hat. Als musikalisch-begabtes Kind einer alleinerziehenden Mutter nahm Klein-Justin an Talentshows in seiner Heimatstadt in Kanada teil, wovon seine Mutter einige Videos auf YouTube stellte, wo er von Scooter Braun, einem Musikmanager entdeckt wurde. Als Plattenfirmen das junge Talent ablehnten, beschloss Braun, sich Social Media zur Hilfe zu nehmen, um seinen Schützling zu vermarkten….

25 Millionen Twitter-Followers, 45 Millionen Facebook-Fans, 430 Millionen YouTube-Views, die Statistiken nach ca. 4 Jahren intensivem Social Media Engagement – Zahlen von denen jeder Social Media Manager nur träumen kann. Doch was können wir von Justin lernen? In den 4 Jahren haben Justin und seine Marketing-Crew intensiv mit Fans interagiert, haben ihnen das Gefühl gegeben, ein Teil der Marke zu sein, nicht zuletzt mit Schlagworten wie „Beliebers“ und „Bieber-Fever“. Auch Crowdsourcing stand im Zentrum, u.a. mit dem Kinofilm „Never say Never“, welcher auf expliziten Wunsch der Fan-Community gedreht wurde. Statt zu raten, was das Publikum als nächstes sehen wollte, hat Justin die Community gefragt und, was am wichtigsten ist, auch zugehört und die Ideen aktiv umgesetzt. Last but not least, ein grosses Problem, welches vielen grossen und gross gewordenen Firmen im Weg steht: Justin hält Kontakt zu seinen Fans. Aktive und ständige Kommunikation und vor allem Interaktion ist hier gefragt, auch als Gross-Brand. Ansonsten kann die gewonnene Fan-Community schnell ein Eigenleben entwickeln, welches sich nicht zwangsläufig in eine gewollte Richtung entwickelt.

Alles nichts Neues? Genau. Und trotzdem halten sich nur wenige Marken an die Strategie. Social Media Kanäle sind nach wie vor Werbekanäle für die meisten Unternehmen, die Interaktion steif und kalt, das Kapital „Community“ bleibt ungenutzt. Und noch viel wichtiger, den meisten Firmen fehlt schlicht und einfach die Geduld. „Möglichst schnell, möglichst viele Fans generieren“ ist eine Aussage, welche von allen Seiten ertönt. Dass dafür aber auch Engagement und Geduld gefragt sind, damit man eine Community schafft statt lediglich Stats & Figures generiert, geht bei diesem Gedanken oftmals unter.

Gut, eine Bieber-Story braucht zusätzlich viel Glück und ein perfektes Timing. Die Strategie dem Zufall zu überlassen, ist jedoch auf keinen Fall die Lösung. Nevertheless, auch wenn wir keine 45 Millionen Facebook-Fans haben, können wir uns das Phänomen und seine hysterische Fangemeinde 2013 im Hallenstadion live begutachten. Dies jedoch nur, sollten wir Tickets erhaschen, denn eines ist sicher: Millionen von Beliebers werden den Online-Vorverkauf stürmen!

Bieber – die Marke oder Bieber – eine Online-Blase? Kann sich eine so grosse „Social Brand“ längerfristig halten, oder verliert ein Social Media-„Star“ an Appeal, rein durch seine Grösse und dadurch entstandene Unnahbarkeit, wie man bei vielen YouTube-Talenten beobachten konnte?

Weiterempfehlen

image description

Kommentieren

Keine Kommentare

image description

Kommentar schreiben

Please copy the string XjWSjE to the field below: