Cloud Daten sichern. Wie wichtig ist das?

Yves Moret, 18.04.2012 5 Kommentare

Als grosser Anhänger von Cloud Diensten befinden sich eine grosse Menge meiner Daten des täglichen Gebrauches im Internet. Das meiste Davon ist schön verteilt auf die verschiedensten Dienste von Google. Etwas weniges auf Evernote und viel unwichtiges auf Facebook. Jetzt frag ich mich natürlich, wie das gehen soll, wenn diese Dienste mal den Schirm zu machen.

Die wichtigsten meiner privaten Daten befinden sich auf Google Diensten.
Auf Evernote lagere ich eher die Notizen, die ich unterwegs erstelle und brauche. Diese sind nicht gerade überlebenswichtig für mich, höchstens ein wenig ärgerlich, wenn ich sie verlieren würde.
Die Daten auf Facebook, Twitter und Co. sind für mich eigentlich überhaupt nicht wichtig. Sollte sich einer dieser Dienste verabschieden, würde ihn vielleicht vermissen, aber da ginge es mir weniger um die alten Daten.

Auch wenn es heute unwahrscheinlich erscheint, dass einer dieser Dienste schlagartig eingestellt wird, fühle ich mich doch wohler, wenn ich noch einen Backup meiner Daten zu Verfügung habe, wenn das Unwahrscheinliche eintrifft. Ich möchte also meine Daten von Google und von Evernote sichern. Facebook ist für mich mehr Unterhaltung und dort brauche ich keine Sicherung. Also wie gehen wir vor?

Sicherung der Google Daten

Gibt nichts einfacheres als das. Man navigiert im Browser auf Google TakeOut, gibt sein Google Login an und kann schon auf Knopfdruck die Daten runtersaugen. Sollte man nicht die Daten aller Dienste brauchen, lässt sich der Datenexport auch nur auf die gewünschten Dienste reduzieren. Ich sichere hier regelmässig die Picasa-Alben und Google Docs.

Evernote Notizen sichern

Hier würde ich mir einen ähnlich komfortablen Datenexport wie bei Google wünschen. Hier gibt es nur die Möglichkeit, die Daten aus der Client Software hinaus zu sichern. Diese werden dann in einem speziellen Evernote-XML Format gespeichert.
Für mich als Linux User kommt der Backup so nicht in Frage. Da es keinen Linux Client gibt, kann ich mit den Backup Daten ausserhalb der Cloud auch nichts anfangen.
Sollte also Evernote seinen Dienst einstellen, müsste ich mit meinen Notizen wohl oder übel wieder von vorne beginnen.

Wie sichert ihr euch gegen den Cloud Supergau ab? Würde mich interessieren, wie wichtig euch die Daten aus der Cloud sind und wie ihr euch gegen Datenverluste absichert. Bin gespannt auf eure Meinungen und Inputs in der Kommentarsektion, auf Twitter, Facebook oder Google+.

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5 Kommentare

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  1. Mike | 31.05.2012 18:28

    Sorry aber ich weiss nicht warum alle so auf Cloud abfahren. Ich würde nie meine Steuererklärung oder Photos ausser Haus geben. Meine einfache Lösung? ja, habe ich. Einen NAS Server zu Hause installieren und auf DIESEN über das Internet zugreifen. zb. QNAP. Funktioniert wunderbar. Daten sind aber bei mir zu hause und nicht irgendwo auf einem Server in der Welt. Nochmals sorry, aber ich kann Menschen nicht begreifen die Ihre Daten irgendwo anderen Servern anvertrauen. Dies heisst übrigends „PrivatClouding“. Macht euch mal Gedanken darüber.

    Grüsse, Mike

  2. Yves Moret | 18.04.2012 15:26

    Vielen Dank auch dir Andreas.

    Ist ein guter Weg, wenn man wirklich auf die Cloud setzt. Für mich setze ich da immer noch auf Backup lokal. Ich lade die Daten in die Cloud, behalte sie lokal und mache regelmässig einen Backup von den Dokumenten und Bildern lokal und von Google Docs und den Bildern auf Picasa. Diese Backups kommen dann auf ein NAS, wo sie auch wieder gepiegelt sind.
    Dass beide Festplatten im NAS gleichzeitig mit Google kolabieren hoffe ich jetzt mal nicht. 😉

  3. Andreas Von Gunten | 18.04.2012 13:44

    Wie Du weisst, bin ich wie Du ein „Cloudy“ 🙂 und habe seit Jahren (fast) alles im Netz gespeichert. Ich mache aber auch immer wieder darauf aufmerksam, dass Du auch dann, wenn Du die Vorzüge der Cloud als Speicher nutzt, weiterhin für Deine eigenen Daten verantwortlich bleibst. Richtig ist, dass die meisten professionellen Dienstanbieter wie Salesforce.com, Google, oder Amazon Deine Daten mehrfach speichern und ein Verlust aus technischen Gründen nicht eintreten sollte. Aber es kann viele andere Gründen geben. Von Fehlmanipulationen des Users bis hin zu Zugriffsproblemen, egal aus welchen Gründen. Darum muss man aus meiner Sicht auch in der Cloud die Daten sichern, die einem lieb sind. Ich speichere meine Fotos zum Beispiel sowohl bei Flickr wie auch bei Picasa ab. Meine Files liegen sowohl im Goole Drive (Google Apps) wie auch auf Amazon S3, usw. Dazu kann ich noch den Backup Service Backupify empfehlen. Ich habe zwar noch nie etwas wiederhergestellt von dort und ich finde es schade, dass ich nicht meinen eigenen S3 Account für das Speichern der Backups nutzen kann, aber ist trotzdem noch eine weitere Sicherheit. Allerdings würde ich nicht alle Deine Daten auf einem einzigen Dienst sichern, sondern auch da auf mehrere verschiedene Services setzen.

  4. Yves Moret | 18.04.2012 10:32

    Dank dir Jürg für deinen Comment.

    Natürlich benutz ich Dropbox auch intensiv. Ich habe es im Artikel eigentlich bewusst aussen vor gelassen. Die Dropbox benutze ich als eigentliches Backup Tool. Da ich im Geschäft mit Windows, unterwegs mit Android und zu Hause mit Ubuntu arbeite, ist die Dropbox wirklich das Tool, auf dem ich als Backup alles speichere, was ich irgendwo brauchen könnte.
    Sollte jetzt Dropbox aus irgendwelchen Gründen mal den Dienst einstellen, hab ich auf allen Geräten ja den letzten gesyncten Stand drauf. Ok, vielleicht sind dann die Daten ein paar Tage alt, weil sie so lange nicht gesynct wurden. Aber damit könnte ich leben.
    Gerade die Google Dienste haben den unsäglichen Nachteil, dass sie (meist) lokal ja nirgends gespeichert werden. So baut man sich über Jahre einen Datenbestand auf, der voll und ganz bei Google liegt. Das ist ja z.B. bei GMail auch so der Fall. Da müsste man schon einen zusätzlichen Effort leisten, um sich den Mailbestand zu sichern.

  5. Jürg | 18.04.2012 10:14

    Könntest Du Deinen Beitrag und damit Deine Frage erweitern auf die Dropbox? Ich kenne viele Leute – mich eingeschlossen – die praktisch ihre ganzen Daten über die Dropbox «managen»…

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