#Kony12 oder wie man 2’500 Mentions pro Minute auf Twitter erreicht

25’000 Referenzierungen in 10 Minuten Intervallen auf Twitter, 100’000’000 Video-Views innerhalb von 6 Tagen (Vgl. Lady Gaga Bad Romance 18 Tage), Zahlen, die neue Massstäbe setzen. So geschehen letzte Woche. Mit dem Titel Kony 12 lancierte Invisible Children, Inc eine Viral Kampagne von überordentlichem Ausmass . Einmal mehr wird bewiesen, welche Macht Social Media bedeuten kann.Es geht gar soweit, dass Prominente gezielt und koordiniert (un-)freiwillig zu Testimonials gemacht werden. Einmal mehr werden neue Massstäbe in Punkto Streu-Menge und -Geschwindigkeit gesetzt (siehe auch Google Trend).

Doch zuerst zum Zweck der Kampagne. Kony 12 hat sich zum Ziel gesetzt Joseph Kony, Anführer einer Rebellengruppe in Uganda, zu inhaftieren und insbesondere rund 66’000 Kinder, welche Kony entführte und als Soldaten einsetzte, zurück in die Freiheit zu bringen.

Zu diesem Zweck machte Invisible Children, Inc. einen 30 Minuten langen Video-Clip, welchen sie im Anschluss in einem zuvor aufgebautes Netzwerk verbreiteten. Diese Community über rund 5000 Mitglieder streute dann die Kampagne weiter.

Immer im Zentrum der Kampagne war es, der viralen Verbreitung möglichst keine Hürden zu setzen und es den Usern möglichst einfach zu machen, die Botschaft effizient weiterzutragen.

Enorm verstärkt wurde die Streuung durch die Einbindung von Prominenten via Twitter. So gelang es, dass Justin Bieber, Angelina Jolie, Mark Zuckerberg, Oprah und zig weitere quasi zur Streuung der Botschaft gezwungen wurden. Via Website von Invisible Children wird es dem Besucher zu einem leichten gemacht, Tweets einheitlich an entsprechende Prominente zu senden. Ellen Degeneres (@TheEllenShow) erhielt dadurch über 36’000 Mentions im Zusammenhang mit Kony, dass sie mehr oder minder gezwungen wurde, sich mit der Thematik zu befassen und Stellung zu beziehen.

Mit einem Klick auf das Foto und von Mark Zuckerberg die damit verbundene Call-to-Action wird einem als Beispiel folgende Nachricht abschickfertig vorbereitet:

Insgesamt reagierten 9 der zur Auswahl stehenden „Testimonials“ prompt und verliehen dadurch der Kampagne einen unglaublichen Push mit einer unglaublich grossen Streuung der Kampagne.

Die Vorstellung wo hin dies nun führen mag und wozu diese „Macht“ in Zukunft genutzt werden könnte ist atemberaubend und allenfalls auch angsteinflössend zu gleich. Was will man auch Antworten, wenn man von 36’000 Individuum öffentlich zur Unterstützung und Stellungnahme gebeten wird? Sind wir nun alle steuerbar und doch nicht? Wie sollen sich Personen von öffentlichem Interessen Verhalten? Was haltet Ihr von dieser Entwicklung?

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