Dating via Facebook! Machts Heineken möglich?

Heineken hatte die erfolgreiche Legends-Serie 2011 mit dem Spot „The Date“ erweitert. Vor Kurzem, vermutlich bewusst kurz vor dem  Valentinstag, hat der holländische Bier-Gigant eine weitere Online-Werbeidee mit Kunden- resp. Usernutzen veröffentlicht. Die neue Facebook-App „Serenade“ soll diesmal nicht einfach ein spektakuläres Date per Video zeigen, sondern dem User gleich zu einem Date verhelfen. 

Heineken Serenade auf Facebook

Nach gelungenen Beispielen wie z.B. „Lost in Val Sinestra“ hat man mittlerweile hohe Ansprüche an neue Applikationen, auch wenn es um interaktive Apps auf Facebook geht. Die Grundidee der Applikation ist über verschiedene Wahlmenues einen „massgeschneiderten“ Videoclip aufzubereiten und einer (via Facebook Connect) ausgesuchten Person als Date-Einladung zu schicken. Drei Wahlmenues kreieren schlussendlich ein „Musik-Ständchen“: Die Aktivität zu der eingeladen wird (Bowling, Briefmarkensammlung ansehen, Karaoke singen etc.), eine Eigenschaft der angesprochenen Person im Sinne eines Komplimentes und vor allem ein Argument für sich selber um den nötigen Eindruck zu schinden. Je nach Eingabe ändert Art & Weise sowie vor allem der Text des Musik-Clips, immer performed von der Serenade-Band. Der fertige Clip wird dann dem Date-Wunschpartner geschickt. Hier findet sich gleich noch eine tückische Falle: je nach Einstellung sehen dann ev. gleich alle Freunde auch noch wer wen zu einem Date eingeladen hat. Trotz einer auf den ersten Moment witzigen Idee ist das Ergebnis am Ende doch etwas wenig begeisternd. Das zeigen auch, gemäss Allfacebook.de, eher bescheidene 80’000 Nutzer pro Monat, gemessen am Potential doch eher ein Signal dass die Idee nicht so gut aufgenommen wurde in der Community wie wahrscheinlich erhofft. Was man am meisten vermisst ist die fehlende Integration der angesprochenen Person im Clip, mit den heutigen technischen Möglichkeiten keine grosse Hürde mehr für eine solche hochkarätige Produktion. Aber seien wir ehrlich….Daten geht halt einfach anders!

Social Networks wurden sind ja eigentlich von der Idee her Austauschplattformen von Vielen für Viele. Ist unter diesem Aspekt Facebook nicht die falsche Plattform für solche 1:1-Applikationen, seien Sie noch so originell? Wäre es nicht sinnvoller so eine App in einer anderen Web-Umgebung zu platzieren und einfach weiterempfehlen zu lassen? 




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