Erdbeben, Schneechaos und ÖV – wo gibt’s die schnellsten Infos? (Erfahrungsbericht)

Letzten Samstag wurde ich vom Erdbeben aufgeweckt. Mein erster Gedanke galt Twitter – denn wo sonst erhalte ich real-time News von Personen in der Gegend? Den gleichen Gedanken hatte ich gestern früh, als ich aus meinem Fenster blickte und ca. 20cm Neuschnee mit Wachstumspotential entdeckte. „Mal sehen ob die Buse, Trams und Züge heute fahren…“

…und ich wurde auch prompt fündig. Twitter ist zwar in erster Linie praktisch für den Austausch von Erfahrungen unter Usern, bietet jedoch Unternehmen u.a. im Bereich des öffentlichen Verkehrs die Möglichkeit, real-time mit ihren Passagieren zu kommunizieren. Ein gutes Beispiel dafür ist @railservice der SBB. Unermüdlich twitterten sie gestern Morgen allen frustrierten Gestrandeten zurück und halfen ihnen, den Weg ins Büro doch noch zu finden. Und dieser Service wird geschätzt. Auch @sbbnews kann hier weiterhelfen mit den neusten Updates zu Verspätungen und Unterbrüchen.

Auch die Swiss war unter @SwissAirLines aktiv, nachdem ZRH mit Verspätungen und Annullierungen kämpfte. Da ich heute nach London fliege, habe ich Twitter gleich getestet und erhielt prompt eine Antwort mit Informationen zu meinem Flug. Da habe ich bestimmt 10 Minuten Hotline gespart.

Spannend wurde es erst, als ich dann mal ZVV und VBZ suchte. Tatsächlich, eine Twitter-Präsenz ist vorhanden, jedoch mit der netten Aufschrift „@zvvfahrplan hasn’t tweeted yet“. Gut, sie haben es mindestens ins Auge gefasst. Zu ihrer Verteidigung, über Facebook hielten sie ihre Kundschaft bei Laune mit Fotos vom Schneepflug. Hilfe ist auf dem Weg (vgl. oben)!

Fazit? Social Media ist nicht mehr länger „nice to have“ sondern ein wertvolles Informationstool für Sondersituationen wie Erdbeben und Schneechaos, wo immer 20Minuten, Hotlines und co. nicht nachkommen. Und by the way, am Freitag zeigte Twitter auf der TwitterMap eindrücklich, in welchen Regionen das Erdbeben zu spüren war. Ich sag nur #TwitterPower! (Thanks to @mikeschwede)

UPDATE: @zvvfahrplan ist kein offizieller Account der ZVV, News direkt von der Quelle gibt’s unter @zvvnews. Für Fragen steht @zvv_contact zur Verfügung.

Verwendest du Twitter in Sondersituationen? Hat dir ein Twitter-Account schon einmal aus der Patsche geholfen? Welche Erfahrungen hast du gemacht?

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6 Kommentare

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  1. Jenny Peier | 16.02.2012 15:23

    @marcel: …Samstag?? Oh! Da waren die Twitterer in meiner Welt tatsächlich sehr schnell… Korrektur folgt, danke für den Hinweis!

  2. marcel | 16.02.2012 13:18

    Und offenbar waren die Twitterer so schnell, dass sie am Freitag schon das Erdbeben vom Samstag gespürt haben 😉

  3. zvvnews | 16.02.2012 09:17

    Merci für das prompte Update. Wir strengen uns jetzt beim nächsten Schneechaos natürlich noch mehr an, da wir unter Beobachtung stehen 🙂 Herzliche Grüsse

  4. Jenny Peier | 16.02.2012 08:51

    @zvvnews: Vielen Dank für den Hinweis! (vgl. Update) Herzliche Grüsse

  5. Roger | 16.02.2012 08:43

    Beim Erdbeben waren bereits 30 Sekunden danach die ersten Tweets dazu in meiner Timeline.
    Die ETH-Seismo Seite war dafür etwa nach 30 Sekunden nicht mehr erreichbar.
    Ein Hoch auf Twitter 😉

  6. zvvnews | 16.02.2012 08:02

    Oops – da wurde in der Eile der Recherche leider der falsche Twitteraccount ausgewählt und beobachtet. Bei @zvvfahrplan handelt es sich nicht um einen offiziellen Twitteraccount des Zürcher Verkehrsverbundes ZVV. Dieser Name ist bereits durch eine Drittperson besetzt, die allerdings inaktiv ist. Wir twittern – zugegeben ebenfalls noch nicht allzu lange, aber dafür mit umso mehr Freude und Einsatz – über @zvvnews. Die Störungsinformationen und den Kundendienst wickeln wir über den Kanal @zvv_contact ab. Folgen ist erlaubt und erwünscht: Fragen, Feedback und Inputs bearbeiten wir gerne über diese beiden letztgenannten Kanäle.

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