US-Autoindustrie entdeckt Web 2.0

Die in Schieflage geratenen US-Autobauer Ford, General Motors (GM) und Chrysler setzten in ihrer ungemütlichen Situation auf das Web 2.0 um Propaganda für ihr Kreditbegehren beim US-Staat zu betrieben.

Die US-Autoindustrie befindet sich in der Krise und die drei grossen Hersteller haben beim US-Staat einen Kredit über 34 Milliarden Dollar beantragt. Um ihre Forderungen in der Bevölkerung abzustützen und Nachdruck zu verleihen, haben die Autokonzerne diverse Kampagnen auf Webseiten und Social Networks wie Google, YouTube, Facebook, Twitter und Blogs gestartet.

So hat Ford für seine Sanierungspläne eine eigene Webseite eingerichtet und diese mit Videos, Blogbeiträgen und AdWords bekannt gemacht. Andere Autobauer benutzen YouTube für PR, Twitter für Corporate Micro-Blogging und Facebook für die Gründung von Gruppen die Organisation von Events. Mit diesen Aktionen betrieben die US-Autoindustrie Web-Lobbying in einer noch nie dagewesenen Form. Für die Autobauer sind diese Massnahmen die kostengünstigste Variante um direkt und ohne grosse Streuverluste an ihre Zielgruppe zu gelangen.

Wird die US-Automobilindustrie dank dem Web 2.0 an ihre Milliarden kommen und wird diese Aktion der endgültige Durchbruch für das Web 2.0 im Business-Bereich sein?

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4 Kommentare

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  1. Michel | 9.12.2008 18:41

    Die Finanzkrise ist nicht die Ursache für die Probleme der US-Automobilindustrie. Starke Gewerkschaften, Protektionismus und – man muss es leider sagen – auch Missmanagement haben die „Big Three“ zum kollabieren gebracht. Die Probleme sind nicht neu. Über die Versäumnisse der letzten 3 Dekaden zu lamentieren, bringt uns nicht weiter. Die Frage, der ich in meinem Beitrag nachgehe ist, ob die geplanten 34 Mrd. USD eine sinnvolle Investition in die Zukunft der US-Automobilindustrie sind.

    http://marconex.ch/WordPress/?p=31

  2. Martin Hunkeler | 9.12.2008 14:41

    Lustig wie sich die US-Autofirmen auf einmal auf Kriterien wie Benzinverbrauch und Sicherheit stützen, um die Kisten den Leuten schmackhaft zu machen. Das auf Web 2.0 gesetzt wird, macht nicht mehr als Sinn im Land der unbeschränkten Möglichkeiten. Dort haben sie schon erkannt, dass es kein günstigeres Werbemedium gibt.
    Schade dass dieser Wandel erst jetzt kommt, wo ihnen das Wasser bis zum Scheitel steht.

  3. Petger | 9.12.2008 14:27

    Ich finde die Geschichte mit Ford interessant nur wird ihnen das nie und nimmer helfen aus der Krise zu kommen.
    Das was hier abgeht hat leider nichts mit Marketing zu tun. Aber trotzdem ist es natürlich schön zu sehen, dass auch die alt eingesessenen Industrien auf die Social Media Schiene aufspringen.

  4. Mäde | 9.12.2008 12:58

    wie sagt man doch so schön: not macht erfinderisch. ob das die us-autoindustrie retten mag will ich nicht beurteil. jedoch ist es sehr erfreulich, dass eine grosse branche den nutzen von social media erkannt hat und ganz bewusst einsetzt. ob damit der durchbruch von web 2.0 erreicht ist glaube ich noch nicht.

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