Cyber-Mobbing – Die neue Gefahr aus dem Netz?

Die in den USA laufende Anklage gegen eine 48 jährige Frau, die eine 13 jährige Schülerin über MySpace in den Suizid getrieben haben soll, bringt das Thema Cyberkriminalität zurück auf den Tisch. Am 16. Oktober 2006 erhängte sich im US-Bundesstaat Missouri ein 13 jähriges Mädchen in ihrem Wandschrank, nachdem eine Nachbarin sie unter falschem Namen mit Beleidigungen tyrannisiert hatte. Der Angeklagten wird nun vorgeworfen, unter falscher Identität den Servicecomputer von MySpace kontaktiert und darauf gelagerte Informationen über das Opfer erschlichen zu haben. Anklagepunkt: Verschwörung und Missbrauch eines Computers. Zum ersten Mal in der Geschichte soll nun ein Gesetz zu tragen kommen, dass normalerweise gegen Hacker eingesetzt wird. So drohen der Angeklagten bei einer Verurteilung bis zu zwanzig Jahre Haft.

Cyber-Bulling oder eben Cyber-Mobbing wird vor allem bei den jungen Internetusern immer beliebter. Kurzum versteht man unter Cyber-Mobbing die Nutzung moderner Kommunikationsmittel um anderen Menschen zu schaden. Das Täterprofil scheint deutlich: Jungen und Mädchen, die über Kamera-Handys verfügen und mit Instant Messaging und Sozialen Netzwerken vertraut sind. Ein eindeutiges Opferprofil hingegen ist grundsätzlich nicht klar zu erkennen. Vor allem Schüler und Lehrer fühlen sich jedoch zunehmend belästigt und bedrängt. Offenbar mobben sich Schüler häufig gegenseitig. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft in Deutschland warnt jedoch vor Dramatisierung und Überreaktion. Schülerstreiche und Mobbing sei ein „altes Thema“, das nun im Internet-Zeitalter ankommen sei. Aber ist es nicht gefährlich Cyber-Mobbing zu verharmlosen? Gerade die Anonymität der Täter, stellt oftmals eine viel grössere Herausforderung an die Opfer, als dies bei realen Mobbing-Attacken der Fall ist. Fest steht; je mehr Daten man auf dem Internet preis gibt, desto weniger ist man geschützt.

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2 Kommentare

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  1. Monika Reif-Vizier | 26.08.2009 07:05

    Hallo,
    dass ist auch meine Meinung.
    Gruß
    Reif-Vizier

  2. Olga | 31.05.2008 14:12

    Cyber-Mobbing ist eine schlimme Erscheinung. Bisher sind aber nur Einzelfälle bekannt, die nur deshalb so viele Schlagzeilen machten, weil alles tragisch endete.
    Deshalb ist es wichtig entsprechende Gesetze zu verabschieden, damit man juristisch gegen Cyber-Mobbing vorgehen kann. Solange das nicht geschieht, werden sich die Monster-Täter gar nicht schuldig fühlen.

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