Agiles Online Marketing

Agiles Vorgehen nach Scrum für Online Marketing Lösungen

Agile Software Entwicklung nach Scrum hat sich seit Jahren in vielen Agenturen behaupten können. Auch wir haben Scrum bei uns eingeführt und sind mehrheitlich nur auf positiven Feedback sowohl seitens Kunde als auch seitens Mitarbeiter gestossen.

Was bedeutet aber ein Agiles Online Marketing bzw. wie kann man Scrum im Online Marketing Umfeld anwenden? Meine Gedanken zu dieser Frage und mögliche Lösungsansätze möchte ich in Form eines Fragenkataloges teilen.

Ein paar Worte zu Scrum gleich mal vorweg:

  • Scrum ist ein agiler Prozess, welcher eine fortlaufende Auslieferung der wichtigsten Kundenanforderungen innerhalb kürzester Zeit im Fokus hat.
  • Der Kunde setzt die Prioritäten. Selbst-organisierende Teams legen das beste Vorgehen zur Auslieferung der wichtigsten Kundenanforderungen fest.
  • Scrum ermöglicht die Nutzung von Lösungen in schnellen und regelmässigen Abschnitten von zwei bis vier Wochen.
  • Alle zwei bis vier Wochen wird wieder entschieden, welche weiteren Kundenanforderungen umgesetzt werden sollen.
Selbstverständlich genügt diese Beschreibung nicht, um ein agiles Vorgehen nach Scrum vollständig zu beschreiben, doch eines sollte sofort auffallen, nämlich dass es sich um ein iteratives Vorgehen mit inkrementeller Anreicherung von Funktionen einer Lösung bzw. Produktes handelt. Unter agilem Online Marketing verstehen wir also einen fortlaufenden Dialog zwischen Kunde und Agentur über die wichtigsten Anforderungen und eine stetige Umsetzung und Optimierung der Online Marketing Lösungen und Instrumente. Dabei stellen wir uns immer wieder folgende Fragen:

1. Wie entscheiden wir welche Kundenanforderungen als nächstes umgesetzt/optimiert werden sollen?

Der sogenannte Produkt Owner dokumentiert fortlaufend und gemeinsam mit dem Kunde seine Anforderungen in einer Backlog Liste und bestimmt anschliessend das nächste Auslieferungsdatum und deren Umfang/Inhalt. Dieses Bestimmen erfolgt unter Berücksichtigung von Kosten und Nutzen pro Anforderung, sodass der Marktwert der Lösung hoch gehalten wird und das finanzielle Ergebnis der nächsten Auslieferung (ROI) auch stimmt.

2. Wer stellt eine erfolgreiche Umsetzung der nächsten Auslieferung sicher?

Das Management jeder Auslieferung wird durch den Scrum Master wahrgenommen. Er ist verantwortlich, dass Hindernisse beseitigt werden, das Team funktionsfähig und produktiv bleibt indem das Team von äusseren Störungen geschützt wird und die Beteiligten eng miteinander zusammenarbeiten. Um dies sicherstellen zu können, führt er u.a. auch ein tägliches Scrum Meeting durch, welches nur 15 Minuten dauert und dabei nur gestanden wird. Dieses tägliche Treffen dient nicht zur Problemlösung, sondern hilft vor allem andere/überflüssige Meetings zu vermeiden. Obwohl alle eingeladen sind, dürfen nur Team Mitgliedern und der Produkt Owner sich aktiv äussern. Dabei hat jeder folgende 3 Fragen zu Beantworten:

  1. Was hast du gestern getan?
  2. Was wirst du heute tun?
  3. Welche Hindernisse stehen dir im Weg?

3. Wann haben wir das Ziel erreicht?

Diese Frage sollte man sich auf keinen Fall am Schluss stellen, sondern bevor man mit der Planung der nächsten Auslieferung startet. Was bedeutet denn überhaupt „erledigt“? Genau die Antwort auf diese Frage repräsentiert das Ziel der nächsten Auslieferung. Ist man sich nämlich bei der Definition von „erledigt“ nicht einig, sind Konflikte, Enttäuschungen und Frustrationen grosse Gefahren, die den Erfolg eines agilen Vorgehen nach Scrum gefährden können.

Kennst Du Scrum auch? Welche positiven und negativen Erfahrungen hast Du mit agilem Vorgehen gemacht?

 

 

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1 Kommentar

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  1. Stavros Kourtidis | 3.03.2013 13:12

    Hallo,

    Scrum ist ein Teil meiner Seminararbeit. (Projektleiter IHK)

    Dabei habe ich lernen dürfen, was es mit agilen Techniken in sich hat. Scrum basiert auf die Kommunikation im Team.

    Das Außergewöhnliche ist dass der Scrum Master, der das Projekt führen soll, keine Weisungsbefugnis gegenüber dem Team hat.

    Anders als beim klassischen Projektmanagement wird nur dafür gesorgt, dass das Team blockadenlos arbeiten kann.

    Ich persönlich bin Befürworter eines TMS.
    Hat man alle Rollen gefüllt, die zu einem OM Projekt gehören, kann das Team die Arbeitspakete leichter verteilen. Da es selber die Verantwortung trägt, ist es sinnvoll alle Rollen besetzt zu haben.
    Gerade in Scrum ist es wichtig, Spezialisten zu haben. Sonnst wird aus dem Projekt nichts. Also was ist besser als TMS?

    Würde gerne einen Artikel über TMS im Onlinemarketing schreiben, wenn Sie ihn veröffentlichen.

    lg
    Satvros Kourtidis

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