Cybercrime 2.0 – Wieso Social Networks bei Kriminellen so hoch im Kurs stehen

Facebook & Co. bietet Menschen auf der ganzen Welt vielfältige Möglichkeiten, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Verbindungen zu pflegen. Dass sich Social Networking auch für Kriminelle auszahlt, ist nichts Neues. Der Spezialist für Internetsicherheit und Virenschutz G DATA Security Labs hat nun aber die Gefahren auf Sozialen Plattformen analysiert und zeigt auf, wie immer mehr Kriminelle die Idee des Mitmachwebs für eigene Zwecke einsetzen:

Cybercrime 2.0 steht mittlerweile an der Tagesordnung. Das Missbrauchspotenzial ist äusserst vielfältig und reicht vom gezielten Ausspähen persönlicher Daten, über die Verteilung von Spam- und Phishingmails bis hin zum Ausnutzen von Sicherheitslücken der jeweiligen Social-Networking-Plattform. Ausserdem nutzen die Täter soziale Netzwerke, um die User auf präparierte Webseiten zu locken, mit dem Ziel den Computer oder Datei-Downloads zu infizieren oder potenzielle Käufer auf die Bestellseiten zwielichtiger Angebote zu leiten. Im Vergleich zur realen Welt, stehen für Kriminelle Kosten, Aufwand und möglicher Gewinn in einem besonders günstigen Verhältnis. In den letzten Monaten hat eine deutlich Zunahme von kriminellen Aktivitäten in Social-Networks statt gefunden. Dabei ist kaum eine Community verschont geblieben. Die Spielarten der Täter sind äusserst ausgeklügelt und umfassen das gesamte eCrime-Repertoire.

Im Visier stehen die persönlichen Daten
Meist nutzen die Täter soziale Netzwerke, um persönliche Daten zu stehlen und gewinnbringend weiter zu verkaufen. Im Visier der Täter stehen neben Login-Daten unter anderem klassische Kontodaten, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Geburtsdaten. Datenhehler veräussern diese dann an unseriöse Call-Center im Ausland, die so leichter auf Kundenfang gehen. Aktuell ermittelte das G DATA Securty Lab einen Schwarzmarktpreis von 40.- Euro für 500 MByte unbereinigte Daten.

Und gezielte Angriffe auf Unternehmen
Die Informationen, die Mitglieder von Social Networks über sich und ihr Umfeld preisgeben, erlauben es Cyber-Kriminellen aber auch gezielte Angriffe auf Unternehmen durchzuführen. Mit den Informationen, die man beispielsweise aus Business-Netzwerken zusammentragen kann, lassen sich beispielsweise äusserst professionelle Spam- und Phishing-Mails verfassen.

Fachleute mahnen: Wer soziale Netzwerke nutzen und dabei sein persönliches Sicherheitsrisiko minimieren möchte, sollte unbedingt einige grundlegende Sicherheitshinweise beachten. Trotzdem legen die User von Sozialen Plattformen ihre persönlichen oder Firmendaten oftmals leichtfertig einer breiten Öffentlichkeit offen. Was meint Ihr? Nimmt die Mehrheit der Social Networker das Thema Datensicherheit noch immer zu wenig ernst?

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1 Kommentar

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  1. Martin Hunkeler | 21.11.2008 15:47

    Als Anwort auf die Frage: Ohne Zweifel Ja! Nicht nur in Bezug auf die Daten, die für kriminelle Zwecke missbraucht werden können. Auch sonst wird viel zu wenig über seine Online Reputation nachgedacht, vor allem in den sozialen Netzwerken.

    Man würde sich etwas vormachen, wenn man denkt, dass man in Social Networks vor kriminellen Machenschaften geschützt ist. Ist und wird immer ein Spiegel der Gesellschaft sein.

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